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Feuilletöne – Sendung 160 – Karl Ove Knausgård, Radiohead, Marvel’s Daredevil und Arran 18

Seit 160 Sendungen gibt es uns jetzt und wir beschäftigen uns diesmal mit ‘Sterben’ von Karl Ove Knausgård, mit ‘A Moon Shaped Pool’ von Radiohead, der ersten Staffel der Netflixserie ‘Marvel’s Daredevil’ und einem 18 Jahre alten Arran.

Gelesen

Karl Ove Knausgård – Sterben  (btb Verlag)

In Band Eins der Autobiographie von Karl Ove Knausgård geht es um das schwierige Verhältnis zu seinem Vater, das ihn grundlegend geprägt hat. Als der Vater stirbt und er zusammen mit seinem Bruder die Beerdigung vorbereitet, kommen Erinnerungen hoch. Nach und nach entsteht so das Porträt eines Mannes, den die beiden im Laufe der Jahre zu hassen begannen. So bitten sie den Bestatter, die Leiche noch einmal sehen zu dürfen. Erst dann, so denken sie, werden sie glauben können, dass er wirklich tot ist. Knausgård beschreibt das Verhältnis zu seinem Vater und alles andere in einer frappierenden Ehrlichkeit und Gnadenlosigkeit. Sich selbst wie auch den Lesern gegenüber.

Gehört

RadioheadA Moon Shaped Pool

Fünf Jahre mussten Radiohead-Fans warten, bis ein neues Album veröffentlicht wurde. Am 8. Mai 2016 war es dann endlich soweit, zumindest als Download (auf physischen Datenträgern gibt es das Album ab 17. Juni). Wobei viele Stücke den Fans schon vorher bekannt waren, denn es gibt sie schon ein paar Jahre länger. Drei Beispiele: ‘True love waits’ stammt aus den Neunziger Jahren, ‘Identikit’ aus dem Jahr 2012 und auch ‘Burn the witch’ ist ein schon bekannter Song. Bleiben insgesamt fünf neue Songs. Ein Fakt, der bisweilen gern unterschlagen wird. Die Band spielt die Instrumente wieder selbst und lässt die Computer diesmal weitestgehend unbenutzt in der Ecke stehen. Im Gegenteil: Man hat sich gar das London Contemporary Orchestra samt Chor mit ins Boot geholt. Das Album ist super produziert, aber eben zum Teil eine Ansammlung von schon vorhandenen Songs der letzen Jahre. Eben kein vollständig neues Album, wie alle vorhergegangenen. Die Frage die man sich stellen muss, ist, ob es sich hierbei tatsächlich um ein Album handelt, oder eben um eine Ansammlung von Songs, die es doch noch auf ein Album geschafft haben. Radiohead-Fans wird das sicher alles wenig interessieren, sie werden sich über ein neues Album von Radiohead freuen.

Gesehen

Marvel’s Daredevil – Staffel 1 (IMDb)

Marvel’s Daredevil ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die auf den Figuren der gleichnamigen Comics von Marvel aufbaut. Sie ist die erste von insgesamt vier geplanten Netflix-Serien, die schlussendlich zu einer Crossover-Serie namens The Defenders führen sollen. Hier geht es um Matt Murdock, einen Rechtsanwalt, der des nachts als Daredevil gegen das Verbrechen im New Yorker Viertel Hell’s Kitchen kämpft. Die erste Staffel zeigt ihn am Anfang seiner Heldenkarriere, während des Aufstiegs von Wilson Fisk a.k.a. Kingpin. Staffel Eins wurde im April 2015 von Netflix per Streaming veröffentlicht. Bereits elf Tage später gab Netflix die Produktion der zweiten Staffel bekannt.

Verkostet

Arran 18

Der neueste Zugang der Core Range im Hause Arran, und dann gleich mal ein 18-Jähriger. Wir waren hingerissen! Sowohl in der Nase, als auch auf der Zunge und im Abklang, unserer Meinung nach ein ganz großer!

3 Antworten auf „Feuilletöne – Sendung 160 – Karl Ove Knausgård, Radiohead, Marvel’s Daredevil und Arran 18“

Ich kann eure Kritik zum neuen RH-Album durchaus nachvollziehen, allerdings erging es mir mit dieser Platte wie eigentlich mit jeder RH-Platte zuvor auch: Man muss ihr Zeit geben und die Tracks auf sich wirken lassen. Sie entfalten ihre Struktur nur allmählich. Ich bin mittlerweile ein großer Fan des Albums und hab im Gegensatz zu Euch schon jede Menge Ohrwürmer davon 🙂 Es funktioniert allerdings nur im Einklang mit den Texten: A Moon Shaped Pool ist ein Album, welches dich sanft streichelt, während es dir sagt, dass alles zu spät ist. Große Kunst in meinen Augen!
Viele Grüße und danke für eure Sendung!

Hallo Manuel.

Danke für Deinen Kommentar. Es handelt sich bei mir ja auch um ein Einzelschicksal. Ich bin ja tatsächlich einer der wenigen, die mit diesem Album so recht gar nichts anfangen können. Insofern scheint an diesem Album ja durchaus was dran zu sein. Mal sehen, ob es im Laufe des Jahres noch wächst bei mir. 🙂

Das ist eine interessante Perspektive 🙂 Ich werde das Album wohl später im Jahr noch einmal auf mich wirken lassen!

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