Feuilletöne – Sendung 214 – Bachmann-Preis 2017

Traditionell geht es seit fünf Jahren bei uns um den Bachmann-Preis. Das ist natürlich auch in diesem Jahr nicht anders. Traditionen wollen ja gepflegt werden. Und so beschäftigen wir uns auch in diesem Jahr mit diesem drolligen Preis, der seit 1977 in Klagenfurt verliehen wird.

Die Jury

Hubert Winkels

Hubert Winkels lebt in Köln und Berlin. Er ist seit 2010 Juror beim Bachmannpreis und seit 2015 Juryvorsitzender.

Stefan Gmünder

Er lebt seit 22 Jahren in Wien. Er arbeitet seit 1998 bei der Wiener Tageszeitung ‘Der Standard’ als Literaturredakteur. Er ist seit 2016 Mitglied der Jury des Bachmannpreises.

Meike Feßmann

Sie lebt als freie Literaturkritikerin und Essayistin in Berlin. Sie rezensiert für die Süddeutsche Zeitung, den Tagesspiegel und den Deutschlandfunk. Sie ist seit 2009 Jurymitglied.

Sandra Kegel

Sandra Kegel ist seit 1999 Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie gehört der Jury seit 2015 an.

Klaus Kastberger

Er ist Professor für neuere deutschsprachige Literatur, schreibt Literaturkritiken für ‘Die Presse’, ‘Ö1’, ‘Falter’ und  ‘Zeit online’. Er leitet mehrere Forschungsprojekte, u.a. ‘Handke online’. Jurymitglied des Bachmannpreises ist er seit 2015.

Hildegard Elisabeth Keller

Sie ist Kritikerin des ‘Literaturclub SRF’. Außerdem ist sie Professorin für deutsche Literatur an den Universitäten Bloomington Indiana/USA und Zürich. Der Bachmann-Jury gehört sie seit 2009 an.

Michael Wiederstein (neu dabei)

Er lebt als Publizist in Zürich. Er ist neues Jurymitglied und ersetzt Jury Steiner.

Die Autoren und die Texte

Karin Peschka – Wiener Kindl (Romanauszug)

Karin Peschka wuchs in Oberösterreich auf, ist Mutter eines erwachsenen Sohnes. Sie übte verschiedene berufliche Tätigkeiten aus, beispielsweise Sozialarbeit, Onlineredaktion und Projektmanagement. Seit 2014 ist sie freie Autorin. Sie liest auf Einladung von Stefan Gmünder.

Die Zivilisation bricht zusammen und nur ein Kind und Hunde überleben! ‘Das Dschungelbuch’ in Wien, nachdem alles zusammenbrach.

Björn Treber – Weintrieb

Björn Treber studierte Germanistik und schreibt Lyrik, Prosa und Dramen. Derzeit arbeitet er an einer längeren Prosaarbeit. Seine ersten Texte veröffentlichte er in den ‘manuskripten’. Er liest auf Einladung von Stefan Gmünder.

Die Schilderung eine Begräbnisses. Und damit einhergehend, die Schilderung der Menschen, die bei diesem Begräbnis zugegen sind.

John Wray – Madrigal

John Wray alias John Henderson wuchs in den USA auf. Nach dem Abbruch eines Biologiestudiums lebte er von Gelegenheitsjobs. Seit Beginn des Jahrtausends ist er freier Schriftsteller und veröffentlichte mehrere Romane. Er liest auf Einladung von Sandra Kegel.

Zwei Geschwister, die beide AutorInnen sind. Eine der beiden hat eine Schreibbklockade und muss Psychopharmaka einnehmen. Das und noch viel mehr. Eine Geschichte die von einer zur nächsten mäandert.

Noemi Schneider – Fifty Shades of Gray

Noemi Schneider studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München Regie im Bereich Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik. Sie arbeitet sie als freie Autorin für Deutschlandfunk Kultur. Nebenbei schreibt sie Kurzgeschichten, Artikel, Reportagen und Essays, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie liest auf Einladung von Hubert Winkels.

Zwei Freundinnen auf Urlaubsreise – die eigentlich eine Flucht ist – in Spanien. Sie shoppen, machen klischeehafte touristische Dinge. Eine Metapher über Dekadenz der westlichen Welt und der Situation der Menschen, die ihre Heimat für immer verlassen müssen.

Daniel Goetzsch – Der Name (Romanauszug)

Daniel Goetsch studierte Rechtswissenschaft, hat bereits mehrere Romane, Theaterstücke und Hörspiele verfasst. Er wurde bereits mehrmals mit Preisen und Auszeichnungen bedacht und lebt seit 2004 als freiberuflicher Autor in Berlin. Er liest auf Einladung von Hildegard E. Keller. 

Der Text handelt von Maxim, einem Deutschen, der nach dem 2. Weltkrieg nun als Amerikaner in Wiesbaden stationiert ist. Eine Geschichte, die Deutschland kurz nach dem zweiten Weltkrieg aus der Sicht eines aus Deutschland emigrierten Soldaten beschreibt, der nunmehr amerikanischer Staatsbürger ist.

Ferdinand Schmalz – mein lieblingstier heißt winter

Ferdinand Schmalz studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Er erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen. Sein Stück ‘dosenfleisch’ wurde im Juni 2015 zur Eröffnung der Autorentheatertage am Deutschen Theater Berlin in einer Inszenierung des Wiener Burgtheaters uraufgeführt. Er liest auf Einladung von Sandra Kegel.

Doktor Schauer möchte nicht mehr leben, da er an einer Krebserkrankung leidet, und der Lebensmittellieferant Herr Schlicht – der Eismann – soll ihm helfen, seinem Leben ein Ende zu setzen. Und um den Feuerwerker Fabian, der den Tod als solches nicht als etwas Natürliches hinnehmen will.

Barbi Makovic – Die Mieter

Barbi Makovic studierte Germanistik. 2009 sorgte sie mit einem Thomas Bernhard-Remix-Roman ‘Ausgehen’ für Aufmerksamkeit. In den Jahren 2011 und 2012 war sie Stadtschreiberin in Graz, die Ergebnisse dieser Jahre erschienen 2012 als „Graz, Alexanderplatz“. Auch sie wurde mehrmals ausgezeichnet. Sie liest auf Einladung von Klaus Kastberger.

Marta und Evi sind Geschwister. Marta hat vor längerer Zeit die Wohnung verlassen. Jetzt, wo alle anderen Bewohner auf ungeklärte Weise umgekommen sind, kommt sie zurück zur Wohnung und zu Evi. Der Besitzer der Immobilie ist Gerhard. Eine Geschichte, in der die Wohnung als Metapher für einen Staat fungiert. Die Wohnung besitzt die Menschen und nicht umgekehrt.

Verena Dürr – Memorabilia

Verena Dürr ist Autorin, Musikerin und Küchenhilfe. Sie studierte medienübergreifende Kunst, war bereits in verschiedenen künstlerischen Bereichen unterwegs – u.a. Video, Performance und Objekt. Allerdings konzentrierte sie ihr Schaffen zunehmend auf das Schreiben und die Musik. Sie liest auf Einladung von Klaus Kastberger.

Es geht in diesem Text um Gegenstände, die einen Kulturwert haben, somit dem normalen Warenkreislauf entzogen sind und dadurch zu hohem Wert gelangen. Alles hat in diesem Text einen Wert. Und zwar ausschließlich einen monetären Wert.

Jackie Thomae – Cleanster

Sie begann mit dem Schreiben von Plattenkritiken für Szene- und Stadtmagazine, danach schrieb sie Texte, Sketche und Moderationen und arbeitete unter anderem als Ghostwriterin. 2015 erschien ihr erster Roman ‘Momente der Klarheit’. Ihr zweiter Roman wird 2018 erscheinen. Sie liest auf Einladung von Hubert Winkels.

Es prallen in diesem Text zwei Welten aufeinander. Auf der anderen Seite eine wohl situierte Frau, der es gut geht, die nach sinnvollen Beschäftigungen sucht und eine Putzhilfe anstellt. Und auf der einen Seite die Putzhilfe, ein Mann, der in einer komplett entgegengesetzten Welt lebt.

Jörg-Uwe Albig – In der Steppe

Jörg-Uwe Albig studierte Musik und Kunst, war Altenpfleger und Redakteur in Hamburg. Außerdem lebte er zwei Jahre als Korrespondent einer deutschen Kunstzeitschrift in Paris. Seit 1993 arbeitet er als Autor und Reporter in Berlin. Er liest auf auf Einladung von Meike Feßmann.

Ein Archäologe, der Fossilien ausgräbt und zeitlich einordnet. In eines dieser alten Dinge – eine alte Kapelle – verliebt sich der Protagonist dieses Textes. Verliebt in die Kapelle St. Maria Magdalena.

Eckhart Nickel – Hysteria

Eckhart Nickel hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und über Thomas Bernhard promoviert. Er arbeitete als Buchhändler und Journalist. Er war Mitglied des Popliterarischen Quintetts ‘Tristesse Royale’ und von 2004 bis 2006 Chefredakteur des Literaturmagazins ‘DER FREUND’. Auch Juror war er bereits, und zwar beim Clemens-Brentano-Preis. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er liest auf Einladung von Michael Wiederstein.

Ein Mann möchte Himbeeren auf einem Biomarkt kaufen, die Beeren empfindet er als anders als sonst, gar als bedrohlich. Er bekommt eine Panik-Attacke und flieht. Dabei gerät er in eine Zeitschneise. Zwischen Vergangenheit und Zukunft plagen ihn Auflösungserscheinungen.

Gianna Molinari – Loses Mappe

Sie studierte von 2009 bis 2012 Literarisches Schreiben und Neuere Deutsche Literatur. Sie ist Mitgründerin der Kunstaktionsgruppe ‘Literatur für das, was passiert’. Sie liest auf Einladung von Hildegard E. Keller.

In diesem Text geht es um zwei Wachmenschen, die nicht mitbekommen, dass ein Verbrechen geschieht. Aber nicht nur sie. Niemand bekommt es mit. Und niemand weiß was geschah oder wer der Mensch war, der betroffen war.

Maxi Obexer – Europas längster Sommer

Maxi Obexer kommt aus Südtirol, ist Theaterautorin und Schriftstellerin. Sie ist Gründerin des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben und studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaften in Wien und Berlin. Gastprofessuren nahm sie u.a. an der Georgetown University, Washington DC, am Dartmouth College NH und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig war. Sie liest auf Einladung von Meike Feßmann.

Eine Italienerin, die nach Deutschland einreist, denkt sich in die Schicksale der Menschen – und die bürokratischen Hürden denen sie ausgesetzt sind – hinein, die nicht aus EU-Ländern kommen und ebenfalls einreisen wollen.

Urs Mannhart – Ein Bier im Banja

Auch Urs Mannhart wurde schon mehrmals veröffentlicht und ausgezeichnet. Er liest auf Einladung von Michael Wiederstein.

Ein Text, der ein patriarchisches System beschreibt, in dem die männlichen Menschen “wilde” Tiere jagen und Frauen zwar formell besser ausgebildet sind, sich aber um den Haushalt kümmern und die Männer fragen müssen, wenn sie jemanden anrufen mögen.

Die Preise

Ingeborg-Bachmann-Preis: Ferdinand Schmalz – mein lieblingstier heißt winter

Deutschlandfunk-Preis: John Wray – Madrigal

Kelag-Preis: Eckhart Nickel – Hysteria

3sat-Preis: Gianna Molinari – Loses Mappe

BKS-Bank-Publikumspreis: Karin Peschka – Wiener Kindl

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Auphonic Credits Icon

Urlaub

“Ferien, Leute es sind Ferien, alle machen blau von Flensburg bis nach….äh….. Bielefeld!”

Wir machen bis mitte August eine Pause. Es ist die erste seit langer Zeit. Deswegen ist sie auch gleich einfach mal verlängert worden. 😀

Ab dem 18. August sind wir aber wieder für euch da! Versprochen! 🙂

Wenn ihr mögt, könnt ihr ja derweil ein paar ältere Episoden unserer drolligen Kulturmatinée hören.

Habt ein paar hübsche Tage.

Die Feuilletöne

Feuilletöne – Sendung 213 – Karl Popper, Fabrizio Paterlini, Her Story und Hakushu 12

Karl Popper ist wohl einer der beliebtesten Philosophen unserer Zeit, nicht nur bei uns, deswegen kommen wir natürlich nicht an ihm vorbei und unterhalten uns über ‘Die offene Gesellschaft und ihre Feinde’. Außerdem haben wir ‘Secret Book’ von Fabrizio Paterlini gehört, die erste Staffel der Serie ‘Her Story’ gesehen und einen 12-jährigen Hakushu verkostet.

Gelesen 

Karl Popper – Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Karl Popper wurde 1902 in Wien geboren. Bereits als Kind interessierten ihn philosophische Fragestellungen. Bevor er Wissenschaftler wurde, hat er alle möglichen Berufe ausgeübt. Von Hilfsarbeiter über Sozialarbeiter bis zum Lehrer auf der Hauptschule. Dann änderte ein schicksalhaftes Ereignis ihn: Während eines Umsturzversuches 1919 wurden führende Wiener Kommunisten von der Polizei verhaftet, woraufhin es einen Sturm auf die Polizeidirektion gab. Mehrere tausend Menschen versuchten, die dort inhaftierte Parteigenossen zu befreien. Die Stadtschutzwache schoss in einer Nebengasse auf eine Demonstrantenmenge, dabei wurden 20 Menschen getötet. Popper erfuhr später, dass die Aktion in Wirklichkeit Teil eines Plans war, über einen Staatsstreich selbst an die Macht zu gelangen. Es gab die marxistischen Doktrin, dass Klassenkämpfe noch viel mehr Tote verursachen würden, wenn man die Revolution nicht schnell genug herbeiführe. Sie hatten also keine Bedenken das Leben von Menschen in Kauf zu nehmen, um an ihre Ziele zu gelangen. Popper war entsetzt und wandte sich vom Marxismus ab. Die politische Lage Österreichs wurde immer schwieriger und schließlich musste auch Popper als Kind jüdischer Eltern emigrieren. Beide Erfahrungen sollten dazu führen, dass Popper immer wieder vor Weltbildern und Ideologien – eben geschlossenen Gesellschaften – gewarnt hat. Für ihn war deshalb die offene Gesellschaft das Erstrebenswerte. Und genau um diese offene Gesellschaft soll es in dieser Folge gehen.

Gehört 

Fabrizio Paterlini – Secret Book

Fabrizio Paterlini wurde in der antiken norditalienischen Stadt Mantua geboren. Paterlini begann mit sechs Jahren Klavier zu spielen. In den 90er Jahren spielte er Cover bekannter Rock-, Pop- oder Jazzstücke in lokalen Bands. Während des Spielens dieser Songs begann er schließlich, Musik zu komponieren. Anfangs handelte es sich bei den Kompositionen oft um Progressiv-Rock. Nach der Jahrtausendwende traf er dann die Entscheidung, sich ausschließlich auf das Klavier zu konzentrieren – das Instrument, was nach eigenen Worten “am besten seine innere Welt ausdrückt”. 2009 wurde seine Debüt-CD veröffentlicht.  2011 veröffentlichte er das Album ‘Morning Sketches’. Ebenfalls 2011 komponierte und veröffentlichte er ein Stück pro Woche. Das Projekt endete schließlich mit 14 Songs, die alle auf ‘Autumn Stories’  aus dem Jahre 2012 zu finden sind. Das aktuelle Album ist auch wieder instrumental, allerdings kommen zum Klavier noch Schlagzeugcomputer, Streicher und Synthesizerklänge hinzu. Ob das Konzept des italienischen Musikers aufgeht, das sagen wir euch in dieser Folge.

Gesehen

Her Story

‘Her Story’ ist eine Web-Serie aus dem Jahr 2016, die ausschließlich für das Internet produziert wurde. Sie erzählt die Geschichte von zwei transgender Frauen, gespielt von Jen Richards und Angelica Ross. Die Serie wurde für den Primetime Emmy Award nominiert.

Verkostet

Hakushu 12 

Die Hakushu-Brennerei ist eine japanische Whiskybrennerei. Sie ist im Besitz der Suntory-Gruppe und befindet sich in Hakushū, was mittlerweile ein Teil der Stadt Hokuto ist, inmitten des Waldes an den Hängen des Berges Kaikoma. Die Brennerei wurde 1973 gegründet. Im Jahr 1981 wurde sie durch die Inbetriebnahme einer zweiten Brennerei, ganz in der Nähe des ursprünglichen Standortes erweitert. Die gesamte Produktion konzentriert sich mittlerweile auf den neuen Standort. Wie für alle japanischen Whiskys muss man auch für diesen eine stolze Summe hinlegen. So um die 90.- € kostet er zum Zeitpunkt dieser Aufnahme. Wir erzählen euch in dieser Folge, ob dieser doch sehr hohe Preis in irgendeiner Weise gerechtfertigt ist.

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Auphonic Credits Icon

Feuiilletöne – Sendung 212 – Kleine Aster, Cold Weather Company, Please like me und Glen Breton 10

Diesmal ohne Philosophie aber dafür mit Lyrik von Gottfried Benn, von ihm haben wir das Gedicht ‘Kleine Aster’ gelesen. außerdem mit ‘A Folded Letter’ von Cold Weather Company, mit der ersten Staffel von ‘Please like me’ und mit einem 10-jährigen Glen Breton, einem Single Malt aus Kanada.

Gelesen

Gottfried Benn – Kleine Aster (Text)

Gottfried Benn wurde 1886 in Mansfeld in Brandenburg geboren und starb am 7. Juli 1956 in Berlin. Er war ein Arzt, Dichter und Essayist. Er gehörte Anfang des 20. Jahrhunderts zu den Expressionistischen Dichtern. Wir haben in unserer vorletzten Folge, in Folge 209 über die Erzählung ‘Gehirne’ gesprochen und nehmen das zum Anlass, auch einmal ein Gedicht dieses Lyrikers zu lesen. Diese sind viel bekannter als alles andere von ihm. Wir haben uns gleich eines seiner bekanntesten vorgenommen, nämlich ‘Kleine Aster’. Es ist 1912 im Rahmen seiner Gedichtsammlung ‘Morgue’ erschienen. 

Gehört 

Cold Weather Company – A Folded Letter

Cold Weather Company ist eine Band aus New Jersey, sie wurde gegründet im Jahre  2011. 2015 veröffentlichten die Band das Debutalbum ‘Somewhere New’.  Und schon ein Jahr später folgte ihr zweites Album, ‘A Folded Letter’. Um dieses Album soll in dieser Sendung gehen. Was die Band musikalisch macht, nennt man wohl gemeinhin Alternative Folk. Dieses Album wurde von Frau Windhorst vorgeschlagen. Was Herr Martinsen von dem Ganzen hält, das erfahrt ihr in dieser Folge.

Gesehen

Please like meStaffel 1

‘Please like me’ ist eine australische Comedy-Serie der ABC (Australian Broadcasting Corporation), die von Josh Thomas geschrieben wurde und der auch die Hauptrolle spielt. Thomas hat auch die Drehbücher für die meisten Episoden geschrieben. Die Serie wurde 2013 das erste mal ausgestrahlt. 2017 kündigte Josh Thomas an, dass die 4. Staffel die letzte war und erklärte: “Wir sind wirklich glücklich mit dem, was wir gemacht haben und sind der Meinung, sie ist zu Ende erzählt.” Es geht um Josh, dessen Leben gut zu laufen scheint – er hat eine Freundin, wohnt mit seinem besten Freund Tom zusammen und fühlt sich eigentlich ziemlich erwachsen. Eines Tages wird jedoch alles auf den Kopf gestellt, als Claire die Beziehung der beiden beendet, weil er ihrer Meinung nach schwul ist. Toms attraktiver Arbeitskollege Geoffrey meldet gleich Interesse an und lädt sich selbst nicht nur zum Abendessen ein, sondern auch gleich dazu, die Nacht bei ihm zu verbringen.

Verkostet

Glen Breton 10

Glenora Distillers ist ein Brennerei mit Sitz in Glenville in Nova Scotia in Kanada. Sie haben den ersten Single-Malt-Whisky in Kanada hergestellt. Da im Namen des Whiskys der Name ‘Glen’ vorkommt, gab es eine gerichtliche Auseinandersetzung mit der Scotch Whisky Association, die Glenora Distillers untersagen lassen wollte, dieses zu tun. Die Auseinandersetzung wurde von Glenora Distillers gewonnen, wie man sieht.

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Auphonic Credits Icon

Feuilletöne – Sendung 211 – Albert Camus, Sunwook Kim, Robin Hood und Glenfarclas 12

Albert Camus! Endlich! Zumindest sagt das Herr Martinsen. Ob Frau Windhorst ebenso begeistert ist, das erfahrt ihr in dieser Sendung. Außerdem hörten wir Sunwook Kim mit ‘Ludwig van Beethoven/Piano Sonatas’, sahen den Zeichentrickfilm ‘Robin Hood’ aus dem Jahre 1973 und verkosteten einen 12-jährigen Glenfarclas.

Gelesen

Albert CamusDer Mythos des Sisyphos und Der Mensch in der Revolte

Albert Camus schrieb im Jahre 1942 ‘Der Mythos des Sisyphos’ und im Jahre 1951 ‘Der Mensch in der Revolte’. Diese beiden Werke sind die beiden philosophischen Hauptwerke des Franzosen, der aber auch in seinen Romanen immer wieder seine Philosophie zum Ausdruck bringt. Im Zentrum dieser Philosophie steht das Absurde. Erkennt “Mensch” die Sinnlosigkeit der Welt, so stürzt es diesen im Verlaufe seines Strebens nach ebendiesem Sinn in tiefste existentielle Krisen. „Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Straßenecke anspringen.“, sagt Camus. Das menschliche Streben nach Sinn in einer sinnleeren Welt muss notwendigerweise vergeblich sein. Da es laut Camus kein transzendentes Wesen gibt, welches zumindest Dinge angestoßen hat, kann es auch keinen Sinn geben. Somit gibt es auch keine Hoffnung und keinen Trost auf Erlösung oder ähnliches. Sinn ergeben Dinge, die gemacht wurden – nicht die, die da sind, ohne gemacht worden zu sein. Was also tun? Um nicht zu resignieren, fordert Camus den auf sich allein gestellten Menschen, unabhängig von einem Gott und dessen Gnade selbstbestimmt sein Bewusstsein neuer Möglichkeiten zu nutzen. Letzteres haben wir auch schon bei Sartre gehört. Camus folgert, dass der Mensch sich in Auflehnung, Widerspruch und Revolte üben möge. Außerdem könne man, da man nur ein Leben habe, auch nur dieses eine Leben leben. Deswegen solle man es unbedingt so leben, dass es so viel Spaß wie möglich machen möge.

Gehört

Sunwook KimLudwig van Beethoven/Piano Sonatas

Sunwook Kim wurde 1988 in Seoul geboren. Er begann im Alter von drei Jahren Klavier zu spielen, studierte an der Korea National University of Arts sowie an der Royal Academy of Music in London. Er spielte bereits mit etlichen weltbekannten Orchestern zusammen. Hier nun hat er die Klaviersonaten Nr. 8, Nr. 14 und Nr. 23 von Ludwig van Beethoven eingespielt. Er hat sich drei der bekanntesten Beethoven-Sonaten ausgesucht und wir sprechen in dieser Folge darüber ob uns die Interpretationen dieser Klaviersonaten gefallen haben.

Gesehen

Robin Hood (IMDb)

Robin Hood ist in diesem Fall ein Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios aus dem Jahr 1973. Es geht um den legendären englischen Volkshelden Robin Hood. Die Geschichte wird hier von Tieren gespielt, die die menschlichen Rollen samt ihrer Eigenschaften komplett übernehmen. Der Film wurde 1974 für den Song ‘Love’ für den Oscar nominiert und erhielt 1976 die Goldene Leinwand. Wir haben uns den Film angesehen und teilen mit euch unsere Eindrücke.

Verkostet

Glenfarclas 12 

Glenfarclas (was so etwas Ähnliches wie ‘Tal des grünen Grases’ heißt) wurde 1836 von Robert Hay gegründet, bekam 1844 die Lizenz, um Whisky zu brennen, und wurde 1865 an John Grant verkauft. Dessen Nachfahren renovierten die Brennerei 1896 und sind noch heute die Besitzer. Keine Schließungen, keine drölfzig Besitzerwechesel. In den Jahren 1960 und 1976 wurde um jeweils zwei auf heute insgesamt sechs Brennblasen erweitert. Und fertig. Es gibt in der Core-Range von Glenfarclas einen 8, 10, 12, 15, 17, 21, 25, 30 und gar einen 40-Jährigen Whisky. Außerdem den 105 Cask Strength und eine Menge Sonderabfüllungen. Aber auch bei Glenfarclas werden langsam die Fässer knapp, und so ist der 30-jährige in den letzten 2 Jahren fast doppelt so teuer geworden. Alle Brennblasen werden direkt befeuert, das ist in Schottland mittlerweile einmalig. Es wird ausschließlich in Dunnage-Warehouses gelagert und es kommen bei Glenfarclas Oloroso-Sherry-Fässer zum Einsatz.

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Auphonic Credits Icon