Feuilletöne – Sendung 158 – André Wiesler, Black Mountain, Dr. Who und Arran 12 CS

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Amazon Wishlist Icon Auphonic Credits Icon

In Folge 158 unserer Kulturmatinée geht es um ‘Monsterjäger mit Sockenschuss’, das ist der aktuelle Roman von André Wiesler, um ‘IV’, das ist das aktuelle Album von Black Mountain, um die neunte Staffel von Dr. Who und um einen 12-Jährigen Arran in Fassstärke.

Gelesen

André Wiesler – Monsterjäger mit Sockenschuss (Verlag Thorsten Low)

Das Buch handelt von Klaus Holger, der versehentlich Teile seiner illegalen Pornofilmsammlung an alle Empfänger des Newsletters der Firma bei der er angestelt war verschickt hat. Er wird entlassen und ist nun also Arbeitslos, was bei ihm zu Antriebslosigkeit führt. Sein Leben wird schlagartig spannender, als ihm Veronique begegnet. Danach sieht er seltsame Dinge und scheint mystische Kräfte zu besitzen. Veronique hat ihn zum Protektor von Deutschland gemacht. Klaus muss nun erkennen: Das Böse ist real, es gibt Monster, Dämonen und Vampire – und er soll sie bekämpfen. Begleitet wird er bei dieser Aufgabe von einer Kuh, was die Sache nicht leichter macht.

Gehört

Black Mountain  – IV

Das diese Band eigentlich aus der kanadischen Punkszene kommt, kann man kaum glauben, wenn man die Musik hört. Denn sie kleigen ausgerechnet sehr nach Pink Floyd. Also der Band, die man als Punk so gar nicht toll findet. Pink Floyd ohne Pink Floyd, so könnte man die Musik von Black Mountain umschreiben, wenn man ein wenig böswillig wäre. Es ist aber auch ein kleines bisschen Wahrheit in dieser etwas despektierlichen Formulierung. Denn David Gilmour und Richard Wright haben hier schon Pate gestanden. Aber dieses Album ist mehr. Es hat dem Art Rock von Pink Floyd eine gehörige Portion Erdigkeit mit af den Weg gegeben. Und dann ist da noch die Stimme von Amber Webber, die dem ganzen noch mal etwas ganz eigenes mit auf dem Weg gibt. Ein Album für Menschen, die Art Rock aus dem Jahr 2016 mögen.

Gesehen

Dr. WhoStaffel 9

Der Zwölfte Doctor reist auch in der neunten Staffel mit Clara Oswald durch Raum und Zeit. Eine mysteriöse Hybrid-Prophezeiung bestimmt diesmal die Rahmenhandlung der Staffel und führt den Doctor sogar zurück auf seinen Heimatplaneten Gallifrey. Außerdem trifft der Doctor viele Bekannte wieder: Ohila, Missy, Davros und die Daleks, Kate Stewart, Osgood, Rigsy, Rassilon. Viele Doppel- und sogar eine Dreifachfolge gibt es in dieser Staffel zu sehen. Und für das Ende der neunten Staffel ist mal wieder das ein oder andere Taschentuch vonnöten.

Verkostet

Arran 12 CS

Wir waren auf der Isle of Arran und haben den 12 Jahre alten Arran proboert, der in Fassstärke daherkommt. Und wir waren beide mehr als angetan.

Feuilletöne – Sendung 157 – Maxim Biller, PJ Harvey, Tatort und Bowmore 18

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Amazon Wishlist Icon Auphonic Credits Icon

In dieser Sendung geht es um ‘Biografie’ von Maxim Biller, um ‘The Hope Six Demolition Project’ von PJ Harvey, um den weimarer Tatort ‘Der treue Roy’ und um den 18-Jährigen Bowmore.

Gelesen

Maxim Biller – Biografie (Kiepenheuer und Witsch)

Es geht um Soli Karubiner. Er ist Schriftsteller und muss Deutschland verlassen, nachdem ein deutscher Jungschriftsteller droht, ein aufgezeichnetes Video mit für Soli nachteiligem Inhalt online zu stellen. Aus Prag verfolgt Soli, wie Millionärssohn Noah Forlani den Hollywoodstar Gerry Harper dazu bringt, in Noahs neuesten Kunstvideo mitzuwirken, in dem Noah selbst Joseph Goebbels spielt, und zwar nackt. Während es bei diesen Dreharbeiten im Sudan zu einer Entführung kommt, muss Soli sich mit seiner jüdischen Familie herumschlagen. Er sieht nur einen Ausweg: Die Flucht nach Tel Aviv. Von dort reist er mit Noah weiter und kommt dem Geheimnis seines Vaters auf die Spur.

Gehört

PJ HarveyThe Hope Demolition Project

5 Jahre mussten alle warten bis PJ Harvey ein neues Album veröffentlichte. Nun ist es da, das neunte Album der britischen Künstlerin, und es macht genau da weiter, wo ‘Let England Shake’ aufgehört hat. Politisch mit klaren Positionen, wie man es von PJ Harvey gewohnt ist. Es geht mal wieder eher düster zu auf diesem Album. Musikalisch geht es von Blues-Rock über Folk bis hin zu Free-Jazz. Bis auf den Free-Jazz fand sich das auch schon alles auf dem letzen Album wieder. Das Saxofon ist häufiger als auf dem letzten Album zu hören. Hier improvisiert es gar in Free-Jazz Gefilden. Ganz neu ist der Chorgesang, den gab es bisher gar nicht.

Gesehen

Tatort: Der Treue Roy

Wir haben den Tatort geguckt. Und wir haben uns Der treue Roy rausgesucht. Nora Tschirner und Christian Ulmen spielen in diesem Tatort die Hauptrollen.

In der Nähe von Weimar wird eine Leiche gefunden und der Tote wird als Roy Weischlitz identifiziert. Die Ermittler Dorn und Lessing gehen von einem Mord aus. Der Tote lebte mit seiner Schwester zusammen, die ihrem Bruder Vorwürfe dafür machte, dass ihr ehemaliger Verlobter durch Roys Schuld ein Bein verloren hatte: Karsten, der inzwischen in einer verlassenen Tankstelle lebt und als Totengräber arbeitet. Als die beiden Ermittler herausfinden, dass Roy offenbar kurz vor seinem Tod einen Millionengewinn im Lotto gemacht hatte, scheint das Motiv für den Mord gefunden.

Verkostet

Bowmore 18

Wie so oft sind wir mal wieder auf Islay gelandet. Diesmal probierten wir den ausgezeichneten Bowmore 18.

Feuilletöne – Sendung 156 – Heinz Strunk, Moderat, Cooked und Aberlour 16

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Amazon Wishlist Icon Auphonic Credits Icon

Dieses mal geht es um ‘Der goldene Handschuh’ von Heinz Strunk, ‘III’ von Moderat, die Serie ‘Cooked’ und den 16-Jährigen Aberlour.

Gelesen

Heinz Strunk – Der goldene Handschuh (Rowohlt Verlag)

Der Protagonist dieses Romans heißt Fritz Honka, ein Mörder, der 1976 in einem spektakulären Prozess Berühmtheit erlangte. Seine Opfer lernte er in der Hamburger Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“ kennen. Ob grausamer Jugend voller Missbrauch und Gewalt ist er sowohl geistig als auch körperlich gezeichnet. Ein Mensch, der auf der untersten Stufe der Gesellschaft lebt, und zum Mörder wird. Nichts für Leserinnen und Leser empfindlichen Gemüts.

Gehört

ModeratIII

Zum dritten Mal versuchen Moderat elektronische Musik zu machen, die nicht für die Tanzfläche bestimmt ist. Zum dritten Mal handelt es sich nicht um Stücke, sondern um Songs. Dieses Mal sind sie aber noch einen Schritt weiter gegangen. Diesmal steht nicht mehr das Tanzen im Vordergrund, sondern endgültig der Song. Getanzt werden kann zu den warmen, wabernden Beats natürlich wie immer nicht.  Ambient-Dancefloor-Pop könnte man es nennen, auch ohne Dancefloor. Eine konsequente Weiterentwicklung des letzen Albums.

Gesehen

Cooked

Basierend auf seinem gleichnamigen Buch erforscht Michael Pollan in dieser vierteiligen Serie anhand der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde, wie wir Zutaten in Mahlzeiten verwandeln. Dabei hat er einige wichtige, für sein Werk schon typische Botschaften für uns, zum Beispiel darüber, wie wir in Jahrzehnten der Mikrowellenmahlzeit ebenjenen Prozess des Kochens als kulturelle Praxis geradezu verlernt haben.

Verkostet

Aberlour 16

Bei der Brennerrei Aberlour waren wir ja schon öfter, diesmal haben wir den 16-Jährigen probiert und waren durchaus angetan.

Feuilletöne – Sendung 155 – Benjamin von Stuckrad-Barre, Himmelsrandt, Unbreakable Kimmy Schmidt und Ardmore Traditional Cask

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Amazon Wishlist Icon Auphonic Credits Icon

In der 155. Folge der Feuilletöne geht es um die Autobiographie namens ‘Panikherz’ von Benjamin von Stuckrad-Barre, um ein Album namens ‘Schneeland’ von Himmelsrandt, um eine Comedyserie namens ‘Unbreakable Kimmy Schmidt’ und um einen Whisky von Ardmore namens ‘Traditional Cask’.

Gelesen

Benjamin von Stuckrad-Barre – Panikherz (Kiepenheuer & Witsch)

Panikherz ist die Autobiographie von Benjamin von Stuckrad-Barre. Dieses Buch beginnt in Rotenburg an der Wümme, wo Stuckrad-Barre aufwuchs, und führt uns durch Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter des Autoren. Es geht um Drogen, Medien, Menschen, die in den Medien arbeiten, Udo Lindenberg, der Stuckrad-Barre besonderes prägte. Und natürlich um Stuckrad-Barre.

Gehört

Himmelsrandt – Schneeland

Beim Album ‘Schneeland’ von Himmelsrandt, handelt es sich um das Debütalbum des Pianisten und Bratschisten Peter Honsalik. Flügel und Streicher spielen hier eine übergeordnete Rolle. Die meisten Stücke werden zusätzlich von elektronischen Elementen durchzogen. Das Album besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil soll das Fallen des Schnees musikalisch darstellen; der zweite Teil die daraus entstandene Landschaft. Hin und wieder fühlt man sich musikalisch ein wenig an Sigur Rós erinnert. Allerdings wird auf diesem Album weder gesungen noch ist es das gemeinsame Produkt einer Band.

Gesehen

Unbreakable Kimmy Schmidt – Staffel 1 und 2

Es geht um die 29-jährige Kimmy Schmidt, die sich nach 15 Jahren aus den Klauen einer Sekte befreien kann. Sie geht nach New York, um ein neues Leben zu beginnen. In New York freundet sie sich mit Ihrer Vermieterin an, hat einen Mitbewohner, der Schauspieler ist und bekommt schließlich einen Job als Kindermädchen. Sie erkundet eine für sie unbekannte Welt und startet in das Erwachsenenleben, das ihr von der Sekte beinahe weggenommen worden wäre.

Verkostet

Ardmore Traditional Cask

Ardmore ist eine Whisky-Brennerei in den Highlands. Die Brennerei gehört seit 2014 zu Beam/Suntory. Wir haben den Traditional Cask von Ardmore verkostet.

Feuilletöne – Sendung 154 – Ulrich Schacht, Aurora, How To Get Away With Murder und Kilchoman Machir Bay

avatar Herr Martinsen Moderator Amazon Wishlist Icon
avatar Frau Windhorst Moderatorin
avatar Feuilletöne Sender Amazon Wishlist Icon Auphonic Credits Icon

In dieser Sendung haben wir ‘Grimsey’ von Ulrich Schacht gelesen, ‘All my Demons greeting me as a Friend’ von Aurora gehört, die erste Staffel der Serie ‘How To Get Away With Murder’ gesehen und den Kilchoman Machir Bay verkostet.

Gelesen

Ulrich Schacht – Grimsey (Aufbau Verlag)

Es geht um die Insel Grimsey. Eine winzige isländische Insel im Nordmeer, durch die der Polarkreis verläuft. Es ist für ihn bereits das fünfte mal, dass er eine arktische Inseln betritt. Es scheint, als sammele er Inseln. Der Fotograf, Berichterstatter und Chronist braucht neue Fotos, trifft auf freundliche Einheimische und sieht immer wieder einen kleinen Jungen. Es scheint alles ganz normal zu sein – wenn da nicht diese weißen Flecken wären.

Gehört

AuroraAll my Demons greeting me as a Friend

Das Debütalbum der 19-Jährigen Aurora. Einige der Songs hat sie bereits im Alter von 13 Jahren geschrieben. Aurora hat es geschafft, ein Popalbum zu klöppeln, bei dem es schwer fällt, Vergleiche anzustellen, weil es so eigen klingt. Dabei ist die Musik weder besonders komplex, noch ansatzweise sperrig. Es ist zum einen ihre Stimme, die zur Einzigartigkeit dieses Albums beiträgt, und zum anderen ein Gespür für wunderschöne, neue Melodien, die einem vertraut vorkommen und doch nicht so klingen als hätte man sie schon einmal gehört. Am ehesten könnte man sie mit London Grammar vergleichen, wenn man denn unbedingt wollte.

Gesehen

How To Get Away With Murder – Staffel 1

Im Mittelpunkt der Mystery-Serie steht Annalise Keating, eine Jura-Professorin, die hauptberuflich als Strafverteidigerin tätig ist. Von den Studenten ihres Kurses “How to get away with Murder” wählt sie jedes Jahr fünf aus, die sie bei der Verteidigung ihrer Klienten unterstützen. Diesmal sind die fünf Wes Gibbins, Michaela Pratt, Laurel Castillo, Connor Walsh und Asher Millstone. Fünf Menschen, die alles tun würden, um Annalise Keating zu beeindrucken, weil sie die Trophäe gewinnen wollen, die derjenige bekommt, der die Professorin am meisten beeindruckt und wichtige Informationen für die Gerichtsverfahren liefert. Doch dann werden die Professorin und ihre Studenten in einen Mordfall verwickelt.

Verkostet

Kilchoman Machir Bay

Wie so oft sind wir heute wieder auf der Insel Islay. Diesmal wenden wir uns einer sehr jungen Brennerei zu: Kilchoman ist eine der kleinsten Brennereien Schottlands und wurde erst 2005 gegründet. Wir fanden den recht jungen Whisky durchaus lecker.