Feuilletöne – Sendung 225 – Karl Ove Knausgård, Paavo Järvi und Kammerphilharmonie Bremen, Marvel’s The Defenders und Dithmarscher Urtyp

Vieles geht zu Ende und einiges fängt an! Die Karl Ove Knausgård-Autobiographie endet mit ‘Kämpfen’.  Die 2. Symphonie von Johannes Brahms, gespielt von der Deutschen Kammerphilharminie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi hingegen ist der Beginn eines Brahms-Zyklus, Marvel’s The Defenders ist allerdings nun wieder das Ende, zumindest was diese Reihe angeht. Und das Dithmarscher Urtyp ist auf jeden Fall erstmal ein Bier, mehr weiß man aber noch nicht.

Der tolle Blogbeitrag über uns von der tollen @LenaRiess

Gelesen

Karl Ove Knausgård – Kämpfen

Karl Ove Knausgård wurde1968 in Oslo geboren und ist Schriftsteller, der vor allem durch seine Autobiographie bekannt wurde, deren sechster und letzter Teil uns in dieser Sendung beschäftigt. Er wuchs auf der Insel Tromøy und in Kristiansand auf. Er studierte Kunstgeschichte und Literatur an der Universität Bergen. Er erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen für seine Werke. 2009 veröffentlichte Knausgård die ersten drei seines sechs Bände umfassenden, autobiografisch angelegten Romanzyklus Min Kamp (dt. Mein Kampf). Und schon der erste Teil dieser Reihe avancierte zum Bestseller und wurde von den Lesern der Zeitung Morgenbladet zum Buch des Jahres gewählt. Die Bände vier und fünf erschienen 2010, der sechste und letzte Band wurde 2011 veröffentlicht. Im selben Jahr  kam der erste Band unter dem Titel ‘Sterben’ in deutscher Übersetzung heraus. Kämpfen erschien 2017, es ist also das zweite mal, dass wir ein Buch auch bewerten werden.

Gehört

Paavo Järvi/Kammerphilharmonie BremenJohannes Brahms2. Symphonie

Paavo Järvi wurde 1962 in Tallinn geboren. Er ist der Sohn des Dirigenten Neeme Järvi. Seine Geschwister Kristjan Järvi und Maarika Järvi sind ebenfalls bekannte Musiker.  Er studierte Schlagzeug und Dirigieren zunächst in Tallinn, ging dann aber 1980 in die USA, um dort seine Ausbildung am Curtis Institute of Music bei Otto-Werner Mueller und am Los Angeles Philharmonic Institute bei Leonard Bernstein zu vervollständigen. Järvi spielte außerdem zu jener Zeit Schlagzeug in Erkki-Sven Tüürs kammermusikalischem Rockensemble ‘In Spe’, diese Formation entwickelte sich zu Beginn der 1980er Jahre zu einer der beliebtesten Rockgruppen in Estland. 2004 wurde er Künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und ist dies bis heute. 2017 wurde er zum Chefdirigenten und künstlerischen Leiter des Tonhalle-Orchesters Zürich ab 2019/2020 ernannt.

Das Orchester wurde 1980 gegründet und war zunächst ein Zusammenschluss von Musikstudenten. 1983 trat es vor der UNO auf sowie 1983, 1984 und 1985 beim Kammermusikfest Lockenhaus. 1987 erfolgte die Institutionalisierung als professionelles Kammerorchester in Frankfurt am Main. Später verlegte das Orchester seinen Sitz nach Bremen. Es wurde mit etlichen Preisen und Auszeichnungen versehen und gilt als eines der besten Kammerorchester weltweit. Die Aufnahmen der Beethoven- und Schumann-Symphonien werden oft als Referenzaufnahmen angesehen. Und nun also folgt der Brahms-Zyklus.

Wir begleiten diesen Zyklus und er beginnt mit der zweiten Symphonie von Brahms, an der er seit 1877 während eines Aufenthaltes in Kärnten zu arbeiten begann. Noch im selben Jahr war die Partitur fertig. Während Brahms an seiner ersten Sinfonie ja viele Jahre arbeitete, wurde die diese Sinfonie also in relativ kurzer Zeit vollendet. Während der Ausarbeitung der Symphonie führte Brahms seine Freunde und auch den Verleger oft dadurch in die Irre, dass er das Werk als besonders traurig oder wehmütig bezeichnete. So schreibt er z. B. an den Verleger: „Die neue Symphonie ist so melancholisch, daß Sie es nicht aushalten. Ich habe noch nie so was Trauriges, Molliges geschrieben: die Partitur muß mit Trauerrand erscheinen.“ Typisch Brahms, man freut sich fast ein bisschen mit ihm. Die Uraufführung der Sinfonie fand in Wien am 30. Dezember 1877 unter der Leitung von Hans Richter statt.

Gesehen

Marvel’s The Defenders (IMDb)

Defenders ist eine Actionserie, die bei Netflix zu sehen ist und die im Marvel Cinematic Universe spielt. Es ist eine eine Miniserie, in der die Titelhelden aus vier vorausgegangenen Serien, nämlich Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist zusammentreffen. Und wir haben jede einzelne Serie, die letztlich alle in dieser finalen Miniserie münden, mal mit mehr und mal mit etwas weniger Begeisterung gesehen. Wie bereits in den jeweiligen Serien zuvor sind Charlie Cox als Daredevil, Krysten Ritter als Jessica Jones, Mike Colter als Luke Cage und Finn Jones als Iron Fist zu sehen. Auch die Handlung spielt wieder in New York. Alles wie immer, nur eben alle zusammen. Wie haben sich die Charaktere entwickelt? Und werden wir die, die wir nicht mochten doch noch mögen lernen, oder muss man doch wieder schimpfen?

Verkostet

Dithmarscher Urtyp

Die Dithmarscher Privatbrauerei Karl Hintz hat ihren Sitz in Marne, im Kreis Dithmarschen an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins. Die Brauerei wurde im Jahr 1884 von Christian Hintz gegründet und befindet sich seitdem in Familienbesitz. Diesmal geht es um Dithmarscher Urtyp in der Steiniflasche. Dieses Bier hat eine Stammwürze von 11,4 % und 27 sogenannte Bittereinheiten. Wir sind gespannt!

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Feuilletoene – Sendung 191 – Best of 2016 – Bücher und Alben des Jahres

Diesmal geht’s um die Alben des Jahres und um die Bücher des Jahres. Ihr habt gewählt, und wir verkünden das Ergebnis eurer Wahl! Außerdem werden wir natürlich unsere Alben und Bücher des Jahres kundtun!

Bücher des Jahres der HörerInnen

  1. Ismael Kadare – Dämmerung der Steppengötter (40%)
  2. Clue Writing Anthologie – Kurz – Literatur in kleinen Happen (36%)
  3. Heinz Strunk – Der Goldene Handschuh (24%)
  4. Han Kang – Die Vegetarierin und Maxim Biller – Biografie (19%)
  5. Sarah Kuttner – 180° Meer (14%)

Alben des Jahres der HörerInnen

  1. Leonard Cohen – You want it darker (83%)
  2. David Bowie – Blackstar (52%)
  3. Radiohead – A Moon shaped Pool und Marina Baranova – Hypersuites (26%)
  4. Nick Cave & the bad Seeds – Skeleton Tree (17%)
  5. Katatonia – The Fall of the Hearts (13%)

Bücher des Jahres Frau Windhorst

  1. Christian Kracht – Die Toten
  2. Karl Ove Knausgård – Träumen
  3. Han Kang – Die Vegetarierin
  4. Ismail Kadare – Dämmerung der Steppengötter
  5. Sarah Kuttner – 180° Meer

Bücher des Jahres Herr Martinsen

  1. Siegfried Lenz – Der Überläufer
  2. Sarah Kuttner – 180° Meer
  3. Ismail Kadare – Die Dämmerung der Steppengötter
  4. Maxim Biller – Biografie
  5. Heinz Strunk- Der goldene Handschuh

Alben des Jahres Frau Windhorst

  1. Savages – Adore Life
  2. Daughter – Not to Disappear
  3. Leonard Cohen – You Want It Darker
  4. Black Mountain – IV
  5. Radical Face – Family Tree: The Leaves

Alben des Jahres Herr Martinsen

  1. Paul Simon – Stranger to Stranger
  2. Plants and Animals – Waltzed in from the Rumbling
  3. Rolf Kühn – Spotlights
  4. Leonard Cohen – You want it darker
  5. Marina Baranova – Hypersuites
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Feuilletöne – Sendung 178 – Karl Ove Knausgård, Wilco, Master of None und Kilchoman Sanaig

Diesmal haben wir ‘Träumen’ von Karl Ove Knausgård gelesen, das Album ‘Schmilco’ von der Band Wilco gehört, die Comedyserie Master of None gesehen und den Kilchoman Sanaig verkostet.

Gelesen

Karl Ove Knausgård – Träumen (btb Verlag)

Im fünften und vorletzten Band der Autobiographie von Knausgård geht es um die Zeit in Bergen, 14 Jahre verbrachte er dort, bevor er nach Stockholm floh. Und zunächst einmal hatte es gut ausgesehen, das Leben in Bergen. Ihm schien die Welt offenzustehen, all seine Träume schienen sich zu erfüllen. Er hatte einen Studienplatz bekommen, und sogar eine Liebste gefunden. Aber es waren eben auch die Jahre, in denen er versuchte Schriftsteller zu werden und in denen seine erste Ehe scheiterte. Kurze Momente des Glücks wechselten sich mit jenen tiefster Selbstverachtung ab. Es geht um Demütigungen und Höhenräusche und mal wieder um selbstzerstörerische Alkoholexzesse. Aber auch um erste künstlerische Erfolge.

Gehört

WilcoSchmilco

Kaum ist ein Jahr vergangen, da ist das zehnte Studioalbum der Band Wilco erschienen. 14 Monate nach Star Wars, und es heißt Schmilco. Und es ist anders als das Album davor. Es handelt sich ausschließlich um Akustiknummern, die samt und sonders auf der traurigen und düsteren Seite wiederfinden. Wir haben es hier mit sehr nachdenklichen Texten zu tun. Das Album passt also auf jeden Fall schon mal in den Herbst.

Gesehen

Master of None (IMDb)

Dev ist 32 Jahre alt und versucht sein Leben als Schauspieler in New York City zu meistern. Bis jetzt hat er aber nur Werbespots drehen dürfen. Es geht in dieser Comedyserie um verschiedene Aspekte zwischenmenschlicher Beziehungen, die sich von missglückten Dates, über Auseinandersetzungen mit den Eltern bis hin zur ernsthaften Liebesbeziehung erstrecken.

Verkostet

Kilchoman Sanaig

Wir sind mal wieder bei Kilchoman. Dieser kleinen, unabhängigen Brennerei auf Islay. Diesmal verkosten wir die Sherryvariante dieser Brennerei.

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Feuilletöne – Sendung 171 – Karl Ove Knausgård, James Gaffigan und das Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Stranger Things, BenRiach 12

‘Leben’ von Karl Ove Knausgård haben wir diesmal gelesen. Außerdem haben wie die 6.Symphonie von Sergei Prokofiev in einer Aufnahme des Netherlands Radio Philharmonic Orchestra unter der Leitung von James Gaffigan gerhört, die erste Staffel der Serie Stranger Things gesehen und einen 12 Jahre alten BenRiach verkostet.

Gelesen

Karl Ove Knausgård – Leben (Band 4) (btb Verlag)

Im vierten Band der Autobiographie hat Knausgård das Abitur bestanden, die Eltern haben sich getrennt, die darauffolgenden Begegnungen mit dem Vater verlaufen nicht ohne Probleme. Er beschließt ein Jahr als Aushilfslehrer an eine Dorfschule zu gehen. Dort wird er mit Schülern konfrontiert, die ihn nicht ernst nehmen. Den Beruf des Lehrers erledigt er mit möglichst wenig Aufwand, und versucht sich mittels Schreibversuchen an der Etablierung einer Autorenidentität. An den Wochenenden wird hemmungslos getrunken. Er verspricht sich dadurch die Befreiung von all den komplexen Unsicherheiten und Nöten, die ihn plagen. Schließlich wird er in die neu gegründete Akademie für Schreibkunst in Bergen aufgenommen.

Gehört

James Gaffigan/Netherlands Radio Philharmonic OrchestraSergei Prokofiev6.Symphonie

Die sechste Symphonie von Sergei Prokofjew wurde am 11. Oktober 1947 in Leningrad uraufgeführt und ist im Grunde die Fortsetzung der Fünften Sinfonie. Nach der fünften Symphonie, die nach Aussage des Komponisten eine Hymne an die freien und glücklichen Menschen war und den gewonnen Krieg thematisierte, sollte in dieser Sinfonie auch der schrecklichen Verluste gedacht werden, die er verursacht hatte. Die sechste Sinfonie besteht aus drei Sätzen und erinnert hier an die Sinfonien Arthur Honeggers. Die Gesamtdauer der Symphonie beträgt je nach Interpretation ca. 35 Minuten.

Gesehen

Stranger Things – Staffel 1 (IMDb)

1983 verschwindet in einer Kleinstadt in den USA ein kleiner Junge. Während die alleinerziehende Mutter sich an die Polizei wendet, machen sich seine drei besten Freunde auf die Suche nach ihm. Im Wald stoßen sie dann  auf ein Mädchen, auf dessen Arm die Ziffern „011“ tätowiert sind. Sie besitzt paranormale Kräfte und gibt vor, Informationen über den Aufenthaltsort des vermissten Jungen zu haben. Wenig später verschwindet auch die beste Freundin der älteren Schwester einer der Freunde. Die Protagonisten geraten in ein Netz aus streng geheimen Regierungsexperimenten und übernatürlichen Ereignissen.

Verkostet

BenRiach 12

Wir sind in der Speyside angekommen und verkosten den 12 Jahre alten BenRiach.

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Feuilletöne – Sendung 167 – Karl Ove Knausgård, Hammock, Daredevil und Bunnahabhain 18

Nach dem Bachmannpreis geht es bei uns jetzt wieder regulär weiter. Wir haben ‘Spielen’, den dritten Band der Autobiographie von Karl Ove Knausgård gelesen, ‘Everything and Nothing’ von Hammock gehört. die zweite Staffel von Daredevil gesehen und einen Bunnahabhain 18 verkostet.

Gelesen

Karl Ove Knausgård – Spielen (Band 3) (btb Verlag)

In Band drei beschreibt Knausgård die Welt der Kinder, die sich nur sehr selten mit der Welt der Erwachsenen trifft. Eine Welt, in der hinter jeder Ecke Überraschungen, spannende Geschichten aber auch dunkle Dämonen lauern. Eine Zeit, die aufregende neue Welten in sich birgt. Eine Zeit, in der das Leben gleichbedeutend ist mit Entdecken, Ängsten und Erstaunen. Der Band erzählt vom Erwachsenwerden eines Kindes, mit seinen Nöten und Höhenflügen.

Gehört

Hammock – Everything and Nothing

Das sechste Album der Band aus Nashville. Und schon wieder ein langes: Ganze 75 Minuten muss man sich nehmen, um das Album in Gänze zu hören. Und bei allem, was dieses Album zu einem typischen Post-Rock Album macht – es hat auch etwas besonderes. Natürlich gibt es hier das typische laut-leise, lange Melodien und tief tönende Bassläufe. Auch ist es überwiegend Instrumental, aber es wird auch gesungen, Streicher sind zu hören. Ein Album zum Eintauchen in eine melancholisch geprägte musikalische Welt.

Gesehen

Daredevil – Staffel 2

Nach Fisks Verurteilung werden Mitglieder von drei Verbrecherorganisationen umgebracht. Es stellt sich heraus, dass Frank Castle die Morde verübt hat, der von den Medien bald als „Punisher“ bezeichnet wird. Nachdem Foggy und Matt den Punisher-Prozess verloren haben, lösen sie ihre Kanzlei und beinahe ihre Freundschaft auf. Derweil trifft Castle im Gefängnis auf Fisk, der ihn benutzt, um sich eine Machtstellung im Gefängnis zu sichern. Als Gegenleistung erhält er Informationen über den Mann, der für den Tod seiner Familie verantwortlich ist. Fisk lässt Castle aus dem Gefängnis entkommen und Rache nehmen. Elektra und Matt kämpfen mittlerweile gegen einen mächtigen Gegner namens „Die Hand“.

Verkostet

Bunnahabhain 18

Wir sind auf Islay, mal wieder. Wir begeben uns zur nördlichsten Brennerei Islays, nach Bunnahabhain. Diesmal haben wir es mit einem ganz besonderen Whisky zu tun: Zum einen, weil er nicht rauchig und trotzdem ein Islay-Whisky ist. Und zum anderen, weil er 18 Jahre alt ist.

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