Feuilletoene – Sendung 191 – Best of 2016 – Bücher und Alben des Jahres

Diesmal geht’s um die Alben des Jahres und um die Bücher des Jahres. Ihr habt gewählt, und wir verkünden das Ergebnis eurer Wahl! Außerdem werden wir natürlich unsere Alben und Bücher des Jahres kundtun!

Bücher des Jahres der HörerInnen

  1. Ismael Kadare – Dämmerung der Steppengötter (40%)
  2. Clue Writing Anthologie – Kurz – Literatur in kleinen Happen (36%)
  3. Heinz Strunk – Der Goldene Handschuh (24%)
  4. Han Kang – Die Vegetarierin und Maxim Biller – Biografie (19%)
  5. Sarah Kuttner – 180° Meer (14%)

Alben des Jahres der HörerInnen

  1. Leonard Cohen – You want it darker (83%)
  2. David Bowie – Blackstar (52%)
  3. Radiohead – A Moon shaped Pool und Marina Baranova – Hypersuites (26%)
  4. Nick Cave & the bad Seeds – Skeleton Tree (17%)
  5. Katatonia – The Fall of the Hearts (13%)

Bücher des Jahres Frau Windhorst

  1. Christian Kracht – Die Toten
  2. Karl Ove Knausgård – Träumen
  3. Han Kang – Die Vegetarierin
  4. Ismail Kadare – Dämmerung der Steppengötter
  5. Sarah Kuttner – 180° Meer

Bücher des Jahres Herr Martinsen

  1. Siegfried Lenz – Der Überläufer
  2. Sarah Kuttner – 180° Meer
  3. Ismail Kadare – Die Dämmerung der Steppengötter
  4. Maxim Biller – Biografie
  5. Heinz Strunk- Der goldene Handschuh

Alben des Jahres Frau Windhorst

  1. Savages – Adore Life
  2. Daughter – Not to Disappear
  3. Leonard Cohen – You Want It Darker
  4. Black Mountain – IV
  5. Radical Face – Family Tree: The Leaves

Alben des Jahres Herr Martinsen

  1. Paul Simon – Stranger to Stranger
  2. Plants and Animals – Waltzed in from the Rumbling
  3. Rolf Kühn – Spotlights
  4. Leonard Cohen – You want it darker
  5. Marina Baranova – Hypersuites
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Feuilletöne – Sendung 161 – Siegfried Lenz, Plants and Animals, Moon und Lagavulin 8

Diesmal gehts um ‘Der Überläufer’ von Siegfried Lenz, ‘Waltzed In from the Rumbling’ von Plants and Animals, den Film ‘Moon’ und den 8-Jährigen Lagavulin.

Gelesen

Siegfried Lenz – Der Überläufer (Hoffmann und Campe)

Es ist der letzte Kriegssommer, und die Nachrichten von der Ostfront sind schlecht. Der Soldat Walter Proska, der gerade eine Explosion überlebt hat, wird einer kleinen Einheit zugeteilt um eine Zuglinie zu sichern. In einer Einheit, die durch Hitze und Angriffe von Partisanen zermürbt wird. Von den eigenen Leuten längst aufgegeben, werden die Befehle des Unteroffiziers immer menschenverachtender und sinnloser. Und die Soldaten? Einer führt einen Kampf gegen einen Hecht, wiederum andere geben sich der Todessehnsucht hin. Und Proska stellt sich immer mehr Fragen: Was ist wichtiger, Pflicht oder Gewissen? Wer ist der wahre Feind? Kann man handeln, ohne schuldig zu werden? Und zuletzt: Wo ist das polnische Partisanenmädchen, das er im Zug kennenlernte?

Gehört

Plants and AnimalsWaltzed in from the Rumbling

Vier jahre hat es gedauert, nun ist es endlich so weit: Ein neues Album von Plants and Animals. Sie haben einen guten Ruf, wenn es um gutes und intelligentes Songwriting geht. Aufgenommen wurde das Ganze über einen Zeitraum von zwei Jahren. Es gibt lange Songs auf diesem Album, wie den Opener “We Were One” oder das beeindruckende siebenminütige “Je voulais Te Dire”. Aber es gibt auch entspannte Songs wie “Johnny is a Drummer”. Das Album steckt voller Ideen. Ironischer Pop, der an einigen Stellen an Radiohead erinnert. Indiepop, wie es ihn nur noch selten gibt. Auch hier geht es mal wieder eher melancholisch zu. Es ist ein Album einer sehr guten Band, die seit Jahren gute Musik veröffentlicht.

Gesehen

Moon (IMDb)

Der Film spielt in einer nicht genauer bestimmten Zukunft, wo der Energiebedarf der Erde durch Helium-3 gedeckt wird, welches auf der Oberfläche des Mondes abgebaut wird. Im Auftrag des Unternehmens Lunar Industries arbeitet Sam Bell in der Mondbasis. Dabei wird er von einer künstlichen Intelligenz namens GERTY unterstützt. Nach fast drei Jahren ohne direkten Kontakt zu anderen Menschen steht er unmittelbar vor seiner Ablösung, ist aber in schlechter Verfassung und leidet an Halluzinationen, wodurch es zu einem Unfall kommt. Eine leise aber clevere Hommage an das klassische SciFi-Genre.

Verkostet

Lagavulin 8

Sie feiern im Jahre 2016 ihr 200-jähriges Jubiläum, deswegen gibt es heute einen 8 Jahre alten Lagavulin. Wir fanden ihn eher so durchschnittlich.

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101-Siegfried Lenz, Dan Mangan und Heinz Erhardt

Neuigkeiten

– Zimmer Frei! bald Geschichte

– Melt! Festival verkündet Line-up!

– Man kann jetzt bei uns einkaufen.

– Unser Facebookaccount. Und da passiert sogar was!

– Unsere Gehört Playlist

Gelesen
Siegfried LenzSchweigeminute

Eine rührende Geschichte über zwei Menschen: Der 18-jährige Schüler Christian verliebt sich in den Sommerferien in seine Englischlehrerin Stella Petersen. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt. Sie beginnt zum Zeitpunkt einer Gedenkfeier, als eine Schweigeminute abgehalten wird. Während dieser lässt Christian seine Beziehung zu der Geliebten sowie seine Erlebnisse mit ihr Revue passieren. Im Laufe der Geschichte wandelt sich die Lehrerin-Schüler-Beziehung allmählich zu einer Liebesbeziehung. Christian malt sich bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft aus. Zauberhaft erzählt. Eine Geschichte zweier Menschen, die erzählt, wie Liebe sich anfühlt.

Gehört

Dan ManganClub Meds (Homepage) (Spotify)

Dan Mangan, seines Zeichens 31-jähriger kanadischer Singer/Songwriter. Lebt in Vancouver, schreibt für den Kulturteil des Guardian, außerdem für die kanadische Ausgabe der Huffington Post und hat nunmehr sein viertes Album veröffentlicht. Diesmal hat er sich mit Blacksmith ein wenig Verstärkung geholt. Wer dieses Blacksmith genau ist, weiß man nicht so genau. Es sind wohl Musiker aus dem erweiterten Dunstkreis des Herrn Mangan, also wohl ebenso Menschen aus Vancouver und Umgebung. Die Themen sind diesmal eher weniger persönlich als auf den vergangenen Werken. Hier geht es um Gesellschaftskritik, um Politik, um Medien und darum was das alles seiner Meinung nach mit uns macht. Die großen Lösungen bietet Dan Mangan dann aber nicht, sondern eher ein Verzweifeln, eine Ratlosigkeit und eine gehörige Portion Skepsis. Texten konnte Dan Mangan schon immer, so auch dieses Mal, auch wenn es diesmal nicht um ihn, sondern um das ihn Umgebende geht. Es geht also mehr um alle, wenn auch aus der Perspektive eines Einzelnen. Durch die Mitarbeit der erwähnten weiteren Musiker ändert sich der Sound von Dan Mangan im Gegensatz zu seinen vorhergehenden Alben doch erheblich. Es ist nicht mehr so still, nicht mehr so folkig. Lauter, schroffer und bandartiger kommt es daher. Ein wenig weniger romantische Verklärtheit, dafür mehr klare Ansage – auch musikalisch. Melancholisch bleibt es dennoch. Melancholie darf auf einem Dan Mangan Album ja auch nicht fehlen. Wem Dan Mangan bis jetzt zu folkig, bebartet und flanellhemdig war, wem also eher nach Beschreibung von Missständen denn nach Persönlichem der Sinn steht: viel Spaß mit diesem Album, das kann es. Einige werden enttäuscht sein, denn der leidende, der Gefühle reflektierende Dan Mangan hat zumindest eine Pause eingelegt, um sich mal nicht mit sich selbst, sondern mit dem Drumherum zu beschäftigen. Man muss aber nicht enttäuscht sein, man kann und sollte ihm trotzdem zuhören, mehr denn je sogar. Diese Veränderung bringt eine Frische in die Musik von Dan Mangan, die ihm gut tut.

Gesehen

Heinz ErhardtGeld sofort!

Das man im Jahre 2015 noch mal über einen Film mit Heinz Erhardt reden würde, den noch niemand kennt, das hätte man sich auch nicht träumen lassen. Da ist er nun also, in Wien gefunden, 35 Jahre nach dem Tod von Heinz Erhardt. Selbst Verwandte von Heinz Erhardt kannten den Film bis dato nicht. Das Ganze sei Ende der 60er Jahre entstanden, so der NDR. Die Handlung des Films bezieht sich auf eine Romanvorlage von Gabriel D’Hervilliez, “Eine kleine Geschichte aus einer großen Stadt”. Erhardt spielt hier einen Menschen, der bald heiraten mag und einen Kredit in Höhe von 3000 DM für einen Fernseher und einen Kühlschrank benötigt. Hier kommt nun der Finanz-“Experte” Direktor Ehrlich, gespielt von Oskar Sima, ins Spiel. Wohl dem, der einen Schwager hat, der für einen bürgt, nech.

Empfehlungen

ARTE erklärt die Oper (nicht nur) für junge Menschen – 13 Teilige Animationsserie von Lee Yoon Jung

– ARTE zum zweiten. Das NDR-Sinfonieorchester und Thomas Hengelbrock spielen quasi dreimal Romeo und Julia. Von Sergej Prokofjew, Charles Gounod und Pjotr Tschaikowsky. Unterstützt werden das Sinfonieorchester und Hengelbrock von der französische Sopranistin Mélissa Petit

– Neues Album von Belle and Sebastian – Girls In Peacetime Want To Dance (Homepage) (Spotify)

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