Feuilletöne – Sendung 207 – Jean-Paul Sartre, Alexandra Lehmler, Serdar Somuncu, Hagen Rether und Johnnie Walker Green Label 15

Es geht um ‘Das Sein und das Nichts’ von Jean-Paul Sartre, also mal wieder um einen unserer Philosophen. Außerdem haben wir das Album ‘Sans Mots’ von Alexandra Lehmler gehört, Kabarettprogramme von  Serdar Somuncu und Hagen Rether gesehen und den 15-Jährigen Johnnie Walker Green Label verkostet.

Gelesen

Jean-Paul SartreDas Sein und das Nichts

Jean-Paul Sartre wurde 1905 in Paris geboren. Als er fünfzehn Monate alt war, starb sein Vater. Er bestand 1922  das Abitur und  begann Philosophie zu studieren. Dort lernte er auch Simone de Beauvoir kennen und die beiden erzielten die besten Ergebnisse ihres Jahrgangs. Sie trafen sich nunmehr nahezu jeden Tag im Jardin Luxembourg, um über sich, ihre Beziehung, ihr Leben, ihre Pläne zu reden und sich über ihre Standpunkte klar zu werden. Hier soll es zunächst aber um Sarte und sein Hauptwerk ‘Das Sein und das Nichts’ gehen. Es ist nicht nur Sartes Hauptwerk, es gehört zu den großen philosophischen Werken des 20. Jahrhunderts. Es stammt aus dem Jahr 1943 und steht in der Tradition des französischen Rationalismus, ist aber ebenso inspiriert von Hegel, Husserl oder Heidegger. In diesem Werk zeigt Sartre u.a, die Bedeutung der Anderen für die eigene Person auf, unterscheidet Für-Sich (Der Mensch) und An-Sich (Gegenstände und Tatsachen unabhängig von der eigenen Person) sowie die Bewegung zwischen Möglichen und Unmöglichen. Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt und zur Bestimmung zur eigenen Verantwortung. Existenz kommt vor Essenz, sprich Menschen werden erstmal nichts außer geboren, und werden dann zu dem, was sie einmal sein werden, ohne dass es biologische Vorgaben auf Charakter, Talente oder sonstiges gibt. Sartre beschreibt den Menschen als ständig getrieben von dem Versuch, den Grund seiner Existenz zu finden. Dieses mündet dann häufig in Religionen oder Gott. Er erklärt seine Philosophie anhand von alltäglichen Dingen, was das Ganze oft recht einfach macht, wenn man es ins Verhältnis zu einigen anderen Philosophen setzt, die wir hier schon gelesen haben. Leicht ist es am Ende aber trotzdem alles nicht, denn er bedient sich bisweilen dann doch einer recht akademischen Ausdrucksform.

Gehört

Alexandra Lehmler – Sans Mots

Alexandra Lehmler kommt aus Bad Ems, begann im Alter von acht Jahren mit dem Klarinettenunterricht, studierte Saxophon und spielt Alt-, Bariton-, Sopransaxophon und Bassklarinette. Sie erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen und schloss das Studium mit der Note eins ab. Im Jahre 2014 formierte sie für das Enjoy Jazz Festival eine Band, die aus Patrice Héral am Schlagzeug, Franck Tortiller am Vibraphon, Herbert Joos an der Trompete und Matthias Debus am Bass besteht. Mit dieser Band veröffentlichte sie in diesem Jahr ‘Sans mots’. Es ist das fünfte Studioalbum von Alexandra Lehmler und wir sagen euch in dieser Sendung, wie wir es fanden.

Gesehen

Serdar Somuncu Live – Die Machtergreifung (IMDb) & Hagen Rether – Liebe (YouTube)

Serdar Somuncu und Hagen Rether.  Beide sind Kabarettisten und beide kommen aus NRW. Beide haben eine starke politische Meinung und beide sind ungefähr gleich alt. Das war’s dann aber auch so ziemlich mit den Gemeinsamkeiten. Der eine leise, der andere eher auch mal laut. Der eine lässt auch schon mal die Stille sprechen, der andere lässt erst gar keine Stille aufkommen. Der eine aus dem Pott, der andere aus Köln. Und beide polarisieren hin und wieder mal auf ihre jeweils eigene Art. Wir haben uns die  beiden angesehen und sagen euch, was wir von den jeweiligen Programmen und den Personen dahinter halten.

Verkostet

Johnnie Walker Green Label 15

Es hat ein bisschen gedauert bis wir bei Johnnie Walker gelandet sind. Der Green Label ist kein Blend, sondern ein Blended Malt, also ein Blend, wo kein Grainwhisky hinzugefügt wird, sondern ausschließlich Single Malt. In diesem Fall sind es vier Brennereien, die den Green Label zu dem machen was er ist: Talisker, Linkwood, Cragganmore und Caol Ila. 15 Jahre muss der jeweilige Malt alt sein, damit er in die Flasche des Green Label abgefüllt werden darf.

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