Episoden

  • Death Cab for Cutie, The Mars Volta, Fujiya & Miyagi und das Weingut Rocca

    Moin alle, es gibt zur Abwechslung mal wieder eine ganz klassische Episode, so ganz ohne Klassik und Jazz. Wir hörten ‚Asphalt Meadows‘ von Death Cab for Cutie, das Album ‚The Mars Volta‘ von der Band The Mars Volta und ‚Slight Variations‘ von Fujiya & Miyagi. Wein gab’s natürlich auch wieder, diesmal einen Appassimento aus dem Jahr 2020 vom Weingut Rocca.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Death Cab for Cutie – I Miss Strangers

    Death Cab for Cutie – Fragments from the Decade

    The Mars Volta – Equus 3

    The Mars Volta – The Requisition

    Fujiya & Miyagi – Flux

    Fujiya & Miyagi – Essential Worker

    Death Cab for Cutie – Asphalt Meadows

    Death Cab for Cutie ist eine amerikanische Indieband, die 1997 gegründet wurde. 

    Das Ganze war ursprünglich ein Soloprojekt von Sänger Ben Gibbard, wurde aber dann aber doch eine Band mit festen Mitgliedern. Sie veröffentlichten 1998 ihr Debütalbum namens ‚Something About Airplanes‘. Die Musik von Death Cab for Cutie wird als Indie-Rock, Indie-Pop oder Alternative-Rock bezeichnet. 

    Das zehnte und neueste Studioalbum der Band heißt ‚Asphalt Meadows‘ und wurde im September 2022 veröffentlicht. 

    The Mars Volta – The Mars Volta

    The Mars Volta ist eine amerikanische Progressive-Rock-Band aus Texas, die 2001 gegründet wurde. Die einzigen ständigen Mitglieder der Band sind Gitarrist und Produzent Omar Rodríguez-López und Sänger und Texter Cedric Bixler-Zavala.

    Die Band veröffentlichte 2003 ihr Debütalbum ‚De-Loused in the Comatorium‘. 

    Nach der Veröffentlichung ihres sechsten Albums ‚Noctourniquet‘ im Jahr 2012 legten The Mars Volta eine Pause ein und löste sich nach Meinungsverschiedenheiten zwischen Rodríguez-López und Bixler-Zavala offiziell auf. 2014 fand man für ein neues Projekt und zu Aufnahmesessions wieder zusammen.

    Nun haben Rodríguez-López und Bixler-Zavala The Mars Volta für eine Kunstinstallation namens ‚L’ytome Hodorxí Telesterion‘ wieder aufleben lassen und es ist ein neues Studioalbum entstanden.

    ‚The Mars Volta‘ ist das siebte Studioalbum der Band und wurde im September 2022 veröffentlicht. Produziert wurde das Album vom Gitarristen, Songwriter und Musikdirektor Omar Rodríguez-López.

    Es ist das erste Studioalbum der Band seit über zehn Jahren. Es handelt sich um ein eher vom Pop beeinflusstes Album, auf dem Bixler-Zavala seine jüngsten Erfahrungen seiner Familie mit Scientology aufarbeitet.

    Fujiya & Miyagi – Slight Variations

    Fujiya & Miyagi ist eine britische Band, die im Jahr 2000 in Brighton gegründet wurde. Der Bandname kommt vom Film Karate Kid. ZUnd setzt sich zusammen aus Meister Miyagi, dem Kampfkunstausbilder und Mentor der Protagonisten. Und aus ‚Fujiya‘ so hieß das Aufnahmegerät in diesen Filmen. Die Band hat neun Studioalben veröffentlicht. Sie veröffentlichten alle bisherigen also auch das aktuelle Album unter ihrem eigenen Label. Ihre Musik wurde in einigen Serien verwendet, darunter Breaking Bad und Succession. Sie traten als Support-Act für New Order, The Fall und Rodriguez auf.

    ‚Slight Variations‘ ist das neunte Studioalbum der Band. Und was machen sie für eine Musik? Nun sagen wie mal Pop-House-Disco-Acid-Psychedelia-Funk-Art-Synthie-Pop.

    Weingut Rocca – Vini Parelli Appassimento 2020

    Ende des 19. Jahrhunderts gründete Francesco Rocca einen Weinladen. Ab 1936 half sein Sohn Angelo und baute einen Weinkeller in Apulien. In den 1960ern schuf Ernesto Rocca – Angelos Sohn – die erste Abfülllinie und begann mit dem Vertrieb von Weinen unter der Marke Rocca. 1999 kaufte er einen Bauernhof in Leverano. Im Jahr 2009 kaufte Familie Rocca schließlich das historische Weingut Dezzani im Piemont.

    Paolo, Marco, Luca und Matteo – Ernestos Söhne – führen gemeinsam das Familienunternehmen, zu dem auch eine Baufirma und ein Gestüt gehören.

    Es handelt sich um ein apulisches Cuvée, es wurde im Appassimento-Verfahren teilweise aus getrockneten Trauben hergestellt. Der Wein wird mit 15% abgefüllt und hat 15 g/L Restzucker.

  • Daniel Rossen, WΛΛX, Sophie Dervaux/Mozarteumorchester Salzburg und das Weingut Dautel

    Es wird wieder mal wild. Wir starten mit artpoppigem Folk von Daniel Rossen und hören ‚You Belong There‘, machen weiter mit australischem Indie der Band WΛΛX und dem Album ‚At least I’m free‘ und enden mal wieder mit Klassik von Mozart, Hummel und Wanhal gespielt von Sophie Dervaux und dem Mozarteumorchester Salzburg. Schließlich probieren wir den Spätburgunder vom Sonnenberg aus dem Jahr 2018 vom Weingut Dautel.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Daniel Rossen – Shadow in the Flame

    Daniel Rossen – You belong there

    WΛΛX – Dangerous

    WΛΛX – Whoever

    Sophie Dervaux/Mozarteumorchester Salzburg – Wolfgang Amadeus Mozart – Fagottkonzert in B-Dur KV. 191 – I. Allegro

    Sophie Dervaux/Mozarteumorchester Salzburg – Johann Nepomuk Hummel – Fagottkonzert in F-Dur – I. Allegro moderato

    Daniel Rossen – You belong there

    Daniel Rossen ist ein US-amerikanischer Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist. Er ist vor allem als Gitarrist der Indie-Rock-Band Grizzly Bear bekannt, mit der er vier Studioalben veröffentlicht hat. Rossen ist weiterhin Mitglied von Department of Eagles und veröffentlichte 2012 seine erste Solo-EP namens ‚Silent Hour/Golden Mile‘. 

    Sein erstes Solo-Studioalbum namens ‚You Belong There‘ wurde 2022 veröffentlicht. Produziert wurde das Album vom Künstler selbst. Und bis auf Schlagzeug und Percussion wurden auch alle Instrumente von Daniel Rossen gespielt und arrangiert.

    WΛΛX – At least I’m free

    WΛΛX ist eine junge australische Rockband aus Brisbane, die 2012 gegründet wurde. Seitdem gab es einige Personalwechsel um Lead-Sängerin Marie DeVita. Die Band hat bis heute zwei EPs und zwei Studioalben veröffentlicht.

    Ihre Single „Labrador“ landete 2018 auf Platz 1 der Top 100 des unabhängigen Radiosenders 4ZZZ aus Brisbane, und die Band wurde bei den Australian National Live Music Awards (NLMAs) als Queensland Live Act of the Year ausgezeichnet.

    Im Jahre 2022 erschien ihr zweites Studioalbum, ‚At least I’m free‘, um das heute gehen soll. Es handelt sich dabei um Indie-Rock.

    Sophie Dervaux/ Mozarteumorchester Salzburg – Mozart/Hummel/Vanhal

    Sophie Dervaux

    Sophie Dervaux ist eine französische Fagottistin. Sie ist seit 2015 Solofagottistin der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters.

    Mozarteumorchester Salzburg

    Das Mozarteumorchester ist das Symphonieorchester von Salzburg. Der Klangkörper hat seine Wurzeln im 1841 gegründeten ‚Dommusikverein und Mozarteum‘ und wurde unter Mithilfe von Constanze Mozart ins Leben gerufen. Es war ursprünglich das Orchester der Studierenden der Musikschule und späteren Akademie Mozarteum. Es trägt seit 1908 die heutige Bezeichnung.

    Wolfgang Amadeus Mozart

    Wolfgang Amadeus Mozart lebte zwischen 1756 und 1791. Er war ein einflussreicher Komponist der Klassik. Trotz seines kurzen Lebens führte sein schnelles Kompositionstempo zu mehr als 800 Werken praktisch aller Genres seiner Zeit. Viele dieser Kompositionen gelten als Höhepunkte des symphonischen, konzertanten, kammermusikalischen, Opern- und Chorrepertoires. Er wird als einer der größten Komponisten in der Geschichte der westlichen Musik angesehen.

    Das Fagottkonzert in B-Dur KV 191 ist ein 1774 von Wolfgang Amadeus Mozart geschriebenes Fagottkonzert. Es ist das am häufigsten gespielte und einstudierte Stück im gesamten Fagottrepertoire. Nahezu alle professionellen Fagottisten haben das Stück irgendwann in ihrer Karriere aufgeführt.

    Johann Nepomuk Hummel

    Johann Nepomuk Hummel lebte zwischen 1778 und 1837 und war ein österreichischer Komponist und Pianist. Er veröffentlichte unter anderem sechs Konzerte für Klavier und Orchester, acht Klaviersonaten, zahlreiche weitere Kompositionen für Soloklavier sowie Kammermusik; außerdem komponierte er eine Reihe von Opern und Singspielen, Kantaten und Messen.

    Das Fagottkonzert in F-Dur entstand um das Jahr 1805. 

    Johann Baptist Wanhal

    Johann Baptist Vanhal lebte zwischen 1739 und 1813. Er war ein tschechischer Komponist. Seine Musik wurde von Mozart, Haydn und Beethoven hoch geschätzt. Er war zu seiner Zeit auch ein gefeierter Instrumentalist. Er war Organist und spielte außerdem Geige und Cello.

    Wir hören von ihm das Fagottkonzert in C-Dur.

    Weingut Dautel – Spätburgunder Sonnenberg 2018

    Das Weingut Dautel liegt in Baden-Württembergischen Ort Bönningheim. Es verfügt über eine 500 jährige Weinbautradition.

    Auf dem Weingut Dautel wird auf übermäßiges Filtrieren verzichtet und der Wein wird in Barrique oder Holzfässern gelagert. Jede Weinsorte wird individuell nach Typ behandelt: So wird der Rotwein einer langen Maischegärung unterzogen, wohingegen der Weißwein lange auf Feinhefe gelagert wird.

    Das Weingut Dautel besitzt zwei Weinberge, den Bönningheimer Sonnenberg sowie den Besigheimer Wurmberg. Die Beschaffenheit dieser Berge reicht von Mergel und Sandstein auf Ersterem bis hin zu Muschelkalk auf Letzterem. Mittlerweile führt Christian Dautel das Weingut im Sinne der Familientradition weiter. 

    Wir verkosten den 2018er Spätburgunder vom Sonnenberg, also eine erste Lage, die mit 13% in die Flaschen gefüllt wird.

  • Danish Chamber Orchestra/Ádám Fischer, Machine Gun Kelly, Klaudia Kudełko und das Weingut Cantina Tollo

    Zweimal Klassik und einmal Pop-Punk. Wir hörten diesmal ‚Brahms: Complete Symphonies‘ vom Danish Chamber Orchestra und Ádám Fischer, ‚Mainstream Sellout‘ von Machine Gun Kelly und ‚Time‘ von Klaudia Kudełko. Wein gab’s auch, nämlich einen Sangiovese aus dem Jahr 2019 vom Weingut Cantina Tollo.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Danish Chamber Orchestra/Ádám Fischer – Johannes Brahms – Symphonie Nr. 3 in F-Dur, Op. 90: III. Poco Allegretto

    Machine Gun Kelly – Maybe (feat. Bring Me The Horizon)

    Klaudia Kudełko – 2. Klaviersonate – III. Toccata

    Danish Chamber Orchestra/Ádám Fischer – Brahms: Complete Symphonies

    Johannes Brahms

    Johannes Brahms lebte in der Zeit von 1833 bis 1897 und war Komponist, Pianist und Dirigent. Er komponierte für Sinfonieorchester, Kammerensembles, Klavier, Orgel, Stimme und Chor. Als virtuoser Pianist brachte er viele seiner eigenen Werke zur Uraufführung.

    Ádám Fischer

    Ádám Fischer ist ein ungarischer Dirigent. Er ist Generalmusikdirektor des Österreichisch-Ungarischen Haydn Orchesters, Chefdirigent des Danish Chamber Orchestras und Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker.

    Danish Chamber Orchestra

    Das Danish Chamber Orchestra (Danmarks Underholdningsorkester) ist ein Kammerorchester aus Dänemark. Es hieß von 1939 bis 2014 Danish National Chamber Orchestra, als es noch Teil von Danmarks Radio (DR), dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Dänemark war. Seit 2015 wird es privat finanziert. Es besteht aus 42 MusikerInnen.

    Die Symphonien

    Symphonie Nr. 1 in c-Moll, Op. 68: Brahms verbrachte mindestens vierzehn Jahre mit der Vollendung dieses Werks, dessen Skizzen aus dem Jahr 1854 stammen. Brahms selbst erklärte, dass die Symphonie von den Skizzen bis zur Vollendung 21 Jahre dauerte. Die Uraufführung dieser Symphonie unter der Leitung von Felix Otto Dessoff, fand am 4. November 1876 in Karlsruhe statt.

    Symphonie Nr. 2 in D-Dur, Op. 73: Diese Symphonie wurde von Johannes Brahms im Sommer 1877 während eines Besuchs in Pörtschach am Wörthersee in Kärnten komponiert. Die Uraufführung fand am 30. September 1877 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Hans Richter statt.

    Symphonie Nr. 3 in F-Dur, Op. 90: Das Werk wurde im Sommer 1883 in Wiesbaden geschrieben, fast sechs Jahre nachdem er seine Sinfonie Nr. 2 fertiggestellt hatte. Die Uraufführung fand am 2. Dezember 1883 ebenfalls mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Hans Richter statt.

    Sinfonie Nr. 4 in e-Moll, Op. 98: Dieses ist die letzte Symphonie, die Brahms schrieb. Er begann mit der Arbeit an dem Stück 1884, nur ein Jahr nach Vollendung seiner Symphonie Nr. 3. Die Symphonie wurde am 25. Oktober 1885 in Meiningen unter der Leitung des Komponisten selber uraufgeführt.

    Machine Gun Kelly – Mainstream Sellout

    Richard Colson Baker, bekannt als Machine Gun Kelly (MGK), ist ein US-amerikanischer Sänger, Rapper, Songwriter und Schauspieler. Sein Filmdebüt gab er 2014 im romantischen Drama ‚Beyond the Lights‘.

    Seine musikalische Karriere begann er bereits als Teenager, er veröffentlichte im Alter von 16 Jahren ein erstes Mixtape. Nachdem Sean Combs („P. Diddy“) ihn auf dem Festival SXSW entdeckt hatte, erhielt er 2011 seinen ersten Plattenvertrag. Sein sechstes Studioalbum ‚Mainstream Sellout‘ wurde im März 2022 veröffentlicht und ist genau wie das Vorgängeralbum vom Pop-Punk bestimmt. Es erreichte jeweils Platz eins der US-amerikanischen, kanadischen und australischen Albumcharts. Das Album wurde von Travis Barker produziert, unter Mitarbeit vieler weiterer Produzenten, u.a. Dark Waves, Jordan Fish, Oli Sykes und Machine Gun Kelly selbst.

    Klaudia Kudełko – Time

    Klaudia Kudełko

    Klaudia Kudełko ist eine in Polen geborene klassische Konzertpianistin aus Los Angeles. Sie wurde mit mehreren Auszeichnungen und Ehrungen für ihr Klavierspiel in Europa und Nordamerika ausgezeichnet. 

    Es handelt sich bei diesem Album um ihr Debütalbum, auf dem Aufnahmen von Franz Schubert, Frédéric Chopin und Grażyna Bacewicz.

    Franz Schubert

    Franz Schubert lebte zwischen 1797 und 1828. Er war ein österreichischer Komponist der Spätklassik und Frühromantik. Trotz seines kurzen Lebens hinterließ Schubert ein umfangreiches Oeuvre, darunter mehr als 600 Vokalwerke, sieben Sinfonien, Kirchenmusik, Opern, Bühnenmusik und Klavier- und Kammermusik. 

    Wir hören von ihm die Moments Musicaux, Op. 94, D. 780. Es handelt sich um sechs Klavierstücke, die zwischen 1823 und 1828 geschrieben wurden und im Frühjahr 1828 erschienen sind. 

    Frédéric Chopin

    Frédéric François Chopin lebte zwischen 1810 und 1849. Er war ein polnischer Komponist und virtuoser Pianist der Romantik, der hauptsächlich für Soloklavier schrieb. Er war außerdem als führender Pianist seiner Zeit bekannt.

    Wir hören auf diesem Album die Etüde Op. 10, Nr. 12 in c-Moll, auch bekannt als ‚Revolutionsetüde‘. Es handelt sich um ein Solo-Klavierwerk, das um 1831 geschrieben wurde. Es ist seinem Freund Franz Liszt  gewidmet.

    Des Weiteren die Etüde Op. 25, Nr. 7 in cis-Moll. Ebenfalls ein Stück für Soloklavier, diesmal aus dem Jahr 1834. 

    Und schließlich hören wir die Polonaise-Fantasie in As-Dur, Op. 61. Ein weiteres Stück für Soloklavier, was 1846 geschrieben und veröffentlicht wurde.

    Grażyna Bacewicz

    Grażyna Bacewicz lebte zwischen 1909 und 1969 und war eine polnische Komponistin. Ihr und ihrem Bruder Kiejstut Bacewicz zu Ehren trägt die Musikakademie Łódź ihren Namen. 

    Sie komponierte eine Funkoper, drei Ballette, sechs Sinfonien, mehrere Instrumentalkonzerte, zahlreiche Kammermusikwerke, eine Kantate und Lieder. Ihre Musik ist im Wesentlichen neoklassizistisch, wobei im letzten Schaffensjahrzehnt modernistische Techniken integriert werden. Sie gilt als Meisterin der Instrumentation und eine der bedeutendsten Vertreterinnen der modernen polnischen Musik.

    Auf diesem Album ist die 2. Klaviersonate aus dem Jahr 1953 zu hören.

    Cantina Tollo – Lupo del Bosco Sangiovese 2019

    Gegründet im Jahre 1960, produziert Cantina Tollo heute unter der Leitung von Riccardo Brighigna Weine aus der Weinregion Abruzzen in Mittelitalien. Mit im Team sind die Kellermeister Daniele Ferrante und Enrico Mucci. Ihre Philosophie besteht darin, „die Signale der Natur zu lesen und Tag für Tag zu interpretieren“. Ein Teil der 3500 Hektar großen Rebfläche wird zudem biodynamisch bewirtschaftet, auf Lehm- und Kalkböden.

    Tollo erhielt zahlreiche Auszeichnungen von Mundus Vini, Vinitaly und dem deutschen Magazin Weinwirtschaft, das sie als beste Kooperative Mittelitaliens ehrte.

    Wir verkosten den „Lupo del Bosco“ von 2019, einen dunkel-fruchtigen Sangiovese mit 13 % vol., der die Goldmedaille bei der Berliner Wein Trophy gewann.

  • Hans Winterberg, Voivod, Shake Stew und das Weingut Leitz

    Moin! Diesmal mit Klassik, Speed-Progressive-Thrash Metal und Jazz. Mehr geht nun wirklich nicht. Wir beginnen mit Hans Winterberg, seiner 1. Symphonie, dem ersten Klavierkonzert und der Rhythmophonie. Gespielt vom RSB und Jonathan Powell am Klavier, unter der Leitung von Johannes Kalitzke. Danach machen wir weiter mit Voivod und ‚Synchro Anarchy‘. Und schließlich hören wir ‚Heat‘ von der Band Shake Stew. Wein gibt es diesmal aus dem Supermarkt, und zwar vom Weingut Leitz. Wir verkosten einen Riesling aus dem Jahr 2020.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Rundfunk Sinfonieorchester Berlin/Johannes Kalitzke/Jonathan Powell – Hans Winterberg – Symphonie Nr. 1 ‚Sinfonia Dramarica‘

    Voivod – Sleeves Off

    Shake Stew – Lucidity

    Rundfunk Sinfonieorchester Berlin/Johannes Kalitzke/Jonathan Powell – Winterberg: Orchestral Works

    Hans Winterberg

    Hans Winterberg war Komponist und lebte von 1901 bis 1991. Er wurde in Prag geboren und starb in Stepperg, nördlich von München. Weil er Jude war, kam er in den letzten Wochen des Krieges noch in das Ghetto Theresienstadt, wurde befreit, kam zurück nach Prag und emigrierte schließlich nach Bayern. 

    Stilistisch blieb er eigenständig und setzte besonders auf Polyrhythmik. Kennzeichnend für seine Werke ist weiterhin das Festhalten an thematisch-motivischen Prinzipien bei der Melodiekonzeption und an der thematisch-motivischen Verarbeitung.

    Johannes Kalitzke

    Johannes Kalitzke ist ein deutscher Komponist und Dirigent. Nach seinem Studium in Köln und in Paris war er mehrere Jahre Chefdirigent am Musiktheater Gelsenkirchen, leitete anschließend das Ensemble musikFabrik und komponierte Opern. Seit 2015 ist er Professor für Dirigieren für Zeitgenössische Musik am Salzburger Mozarteum.

    Jonathan Powell

    Jonathan Powell ist ein britischer Pianist und Komponist, der das Komponieren autodidaktisch erlernte. Sein Repertoire reicht von Bach bis zu zeitgenössischen Werken. Er ist spezialisiert auf Werke der Spätromantik und promovierte an der Cambridge University über Alexander Skrjabin und über dessen Einfluss auf russische Komponisten.

    Rundfunk Sinfonieorchester Berlin

    Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin ist ein deutsches Sinfonieorchester. Die Spielorte des Orchesters sind das Konzerthaus Berlin und die Berliner Philharmonie.

    Die Stücke

    Wir hören auf dieser Aufnahme die 1. Sinfonie mit dem Beinamen ‚Sinfonia Dramatica‘ aus dem Jahr 1936, das 1. Konzert für Klavier und Orchester aus dem Jahr 1948 und schließlich die Rhythmophonie aus dem Jahr 1967.

    Voivod – Synchro Anarchy

    Voivod ist eine kanadische Heavy-Metal-Band aus Quebec, die 1982 gegründet wurde. Ihr Musikstil hat sich seit der Gründung der Band in den frühen 80er Jahren des 20. Jahrhunderts mehrmals geändert. Angefangen als Speed-Metal-Band, haben Voivod im Laufe der Zeit dem Ganzen noch Progressive Metal und Thrash Metal hinzugefügt, und haben so ihren eigenen und einzigartigen Metal-Stil kreiert.

    Die Band hat bis heute fünfzehn Studioalben veröffentlicht. Die Band gewann den ‚Visionary-Award‘ bei den Progressive Music Awards 2017. 2019 wurden sie für das Album ‚The Wake‘ mit dem Juno Award für das Metal/Hard Music Album of the Year ausgezeichnet. 

    Das aktuelle Studioalbum von Voivod heißt ‚Synchro Anarchy‘ und wurde im Februar 2022 veröffentlicht. Wie schon ‚The Wake‘ wurde dieses Album von Voivod und Francis Perron produziert. Das Artwork stammt von Schlagzeuger Michel ‚Away‘ Langevin, der bis jetzt alle Cover-Artworks der der Band kreiert hat. 

    Shake Stew – Heat

    Es handelt sich bei Shake Stew um eine österreichische Band, die 2016 ihr Debütalbum ‚The Golden Fang‘ veröffentlichte. Das dritte Studioalbum namens ‚Gris Gris‘ wurde mit dem ‚Preis der deutschen Schallplattenkritik‘ ausgezeichnet. 

    Was diese Band so besonders macht, ist die ungewöhnliche Zusammensetzung aus 2 Schlagzeugern, 2 Bassisten und 3 BläserInnen. Astrid Wiesinger, Johannes Schleiermacher und Mario Rom bilden die Bläsergruppe. Nikolaus Dolp und Herbert Pirker sitzen am Schlagzeug und Lukas Kranzelbinder und Oliver Potratz spielen Bass. Diese Instrumentierung erzeugt natürlich einen speziellen Sound. 

    2022 veröffentlichte die Band ihr fünftes Album mit dem Namen ‚HEAT‘. Aufgenommen wurde das Album im Cicaleto Studio in der Toskana und besteht aus sieben Eigenkompositionen. 

    Weingut Leitz – Riesling

    Die Geschichte des Weinbaus der Familie Leitz geht zurück bis ins Jahr 1744. Johannes Leitz übernahm 1985 nach seiner Ausbildung zum Winzermeister den Betrieb mit 2,9 ha.

    Seitdem hat sich das Weingut bis zu einer Größe von knapp 130 ha vergrößert. Ca. 40 ha des Ganzen sind in Eigenbesitz. Es liegt im Rheingau. Das Weingut ist seit 1996 Mitglied des VDP und einer der wenigen Botschafter deutschen Rieslings, der den Riesling erfolgreich auf internationalen Märkte gebracht hat.

    Bei der Größe ist es natürlich kein Wunder, dass es den Riesling auch im Supermarkt gibt. Wir verkosten deswegen einen Riesling, der schlicht Riesling heißt, aus dem Jahr 2020, der mit 12 % in die Flaschen gefüllt wurde. Wir haben es es mit Quarzit und Lössböden zu tun. Es handelt sich um einen Ortswein.

  • Alexisonfire, Shinedown, Asher Ian Armstrong und das Weingut Casa Vinicola Botter

    Zweimal Rock und einmal Klassik, darum geht es musikalisch diesmal bei uns. Wir beginnen mit ‚Otherness‘ von Alexisonfire, machen weiter mit ‚Planet Zero‘ von Shinedown und beenden den musikalischen Reigen schließlich mit Asher Ian Armstrong, der uns einige späte Klavierstücke von Johannes Brahms darbringt. Und schließlich verkosten wir einen italienischen Schaumwein von Casa Marone.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Alexisonfire – Sans Soleil

    Alexisonfire – Survivor’s Guilt

    Shinedown – Planet Zero

    Shinedown – A Symptom of being Human

    Asher Ian Armstrong/Johhannes Brahms – 7 Fantasien, Opus 116 – I Capriccio in d-Moll

    Asher Ian Armstrong/Johhannes Brahms – 7 Fantasien, Opus 116 – II Intermezzo in a-Moll

    Alexisonfire – Otherness

    Alexisonfire ist eine kanadische Post-Hardcore-Band, die 2001 in Ontario gegründet wurde. Die Band hat zahlreiche Preise gewonnen und in Kanada führten die Verkaufszahlen all ihrer Alben entweder zu Gold oder Platin.

    Die Musik wird als Post-Hardcore, Emo, Melodic Hardcore und Screamo beschrieben. Die Bandmitglieder verbanden sich ursprünglich über die unzähligen Punkrock-Stile, aus denen ihre Heimatstadtszene bestand, darunter Moshcore, Screamo, Jugendcrew, Crust-Punk und Emo. Ihre Musik ist einzigartig, weil durch die drei Sänger unterschiedliche Stile abgedeckt werden können. Zum einen mit Dallas Green, der eine klare Stimme hat, George Pettit, der für’s Screamen zuständig ist und Wade MacNeil, der beide Stile miteinander verbindet. Alexisonfire hat insgesamt einen enormen Einfluss auf die musikalische Szene in Kanada.

    2012 hatte man sich getrennt, 2015 fand man wieder zusammen und 2022 ist man mit neuem Album endgültig wieder da. Es ist das erste Album nach 13 Jahren!

    Shinedown – Planet Zero

    Shinedown ist eine amerikanische Rockband aus Florida, die 2001 gegründet wurde. Nach einigen Besetzungswechseln besteht die Band nunmehr aus Sänger Brent Smith, Barry Kerch und Zach Myers an der Gitarre und Eric Bass am Bass. Die Band hat sieben Studioalben veröffentlicht. Bis heute hat die Band mehr als 10 Millionen Platten verkauft.

    Planet Zero ist das siebte Studioalbum der Band und wurde im Juli 2022 veröffentlicht. 

    Das Album wurde von Eric Bass produziert, der auch schon ‚Attention Attention‘ produzierte. Die Songs wurden während der COVID-19-Pandemie geschrieben und aufgenommen. Das Album berühre Themen, vor denen die Band in der Vergangenheit zurückgeschreckt ist, so Sänger Brent Smith. Außerdem sei die Produktion transparenter geraten, als die der Vorgängeralben.

    Asher Ian Armstrong – Brahms: Last Thoughts

    Asher Ian Armstrong

    Asher Ian Armstrong ist ein amerikanischer Pianist. Er hat mehrere internationale Wettbewerbe gewonnen und promovierte an der Musikfakultät der University of Toronto. Er unterrichtet und lehrt zu Zeit an der Universität von Arkansas. 

    Johannes Brahms

    Johannes Brahms lebte in der Zeit von 1833 bis 1897 und war Komponist, Pianist und Dirigent. Er komponierte für Sinfonieorchester, Kammerensembles, Klavier, Orgel, Stimme und Chor. Als virtuoser Pianist brachte er viele seiner eigenen Werke zur Uraufführung. Er arbeitete mit führenden Künstlern seiner Zeit zusammen, darunter die Pianistin Clara Schumann und der Geiger Joseph Joachim mit denen er auch eng befreundet war. 

    Brahms wurde sowohl von seinen Zeitgenossen als auch von später als Traditionalist und Erneuerer angesehen. Seine Kompositionen wurden von so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Arnold Schönberg und Edward Elgar bewundert. 

    Stücke

    Wir hören zum einen die sieben Fantasien, Opus 116, die im Sommer 1892 komponiert wurden, im Anschluss vier Klavierstücke, Opus 119 aus dem Jahr 1893 und sechs der elf Choralvorspiele, Opus 122 aus dem Jahr 1896. Es handelt also um Stücke, die allesamt dem Spätwerk von Brahms zuzuordnen sind.

    Casa Vinicola Botter – Casa Marrone Blanc de Blanc Brut

    Das Weingut ‚Casa Vinicola Botter‘ wurde 1928 von Carlo und Maria Botter in der Weinregion Venetien gegründet und wird derzeit in dritter Generation geführt. Laut eigener Aussage werden traditionelle italienische Weinherstellungstechniken mit moderner Technik kombiniert.

    Der französische Ausdruck Blanc de Blancs bedeutet übersetzt Weißwein aus weißen Rebsorten. Chardonnay ist ohne Zweifel die Rebsorte schlechthin, die zur Herstellung von Schaumwein aller Art verwendet wird, nicht zuletzt in der Champagne.

    Es handelt sich in diesem Fall um einen Schaumwein aus 100 % Chardonnay. Die Trauben wurden in Apulien auf Weinbergen in bis zu 300 Metern Höhe auf kalkhaltigen Böden angebaut. Die Ernte erfolgt von Hand, frühmorgens. Der Wein reift drei Monate lang in Barriques aus französischer Eiche. Der im Eichenfass gereifte Wein kommt anschließend in einen Drucktank aus Edelstahl, um ein zweites Mal nach der Martinotti-Methode zu gären. Wenn der gewünschte Grad an Druck, Alkohol und Zucker erreicht ist, wird abgefüllt. In diesem Fall mit 12 % vol.

  • Interpol, Cave In, Black Midi und das Weingut Paul Achs

    Moin, da sind wir wieder. Unsere traditionelle Sommerpause ist vorbei und wir legen wieder los. Diesmal mit ‚The other Side of Make-Believe‘ von Interpol, ‚Heavy Pendulum‘ von Cave In und ‚Hellfire‘ von Black Midi. Wein gibt es natürlich auch wieder, diesmal wieder von Paul Achs, und zwar einen Chardonnay Alte Reben aus dem Jahr 2020.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Interpol – Toni

    Interpol – Into the Night

    Cave In – Heavy Pendulum

    Cave In – Blinded by a Blaze

    Black Midi – Still

    Black Midi – The Race is about to begin

    Interpol – The other Side of Make-Believe

    Interpol wurden 1997 in New York gegründet. Interpol macht das, was man gemeinhin ‚Post-Punk‘ nennt. Die 80er Jahre des vergangenem Jahrhunderts standen hier massiv Pate. Interpols Debütalbum ‚Into the Bright Lights‘ aus dem Jahre 2002 wurde von der Kritik gefeiert, wir besprachen es in der 236. Episode unserer Sendung. Die nachfolgende Alben brachten ihnen zwar mehr Kritik, aber auch größeren kommerziellen Erfolg ein.

    ‚The Other Side of Make-Believe‘ ist das siebte Studioalbum der Band. Es wurde im Juli 2022 veröffentlicht. Das Album wurde vollständig während der COVID-19-Pandemie geschrieben. Es ist das erste ihrer Alben, das nicht gemeinsam im Studio entstand. Paul Banks war in Edinburgh, Daniel Kessler in Spanien und Sam Fogarino in Georgia. Im Sommer 2021 kamen die drei wieder zusammen, um das Songwriting fortzusetzen, im Herbst begannen die Aufnahmen des Albums in London mit Alan Moulder und Flood, von denen ersterer zuvor bereits ‚Interpol‘ aus dem Jahr 2010 und ‚El Pintor‘ aus dem Jahr 2014 produziert hatte.

    Cave In – Heavy Pendulum

    Cave In ist eine US-amerikanische Band, die 1995 in Massachusetts gegründet wurde. Die frühen Alben wurden dem Metalcore zugeordnet. Die Band experimentierte später aber auch mit anderen Genres. Die Band legte 2006 eine Pause ein und veröffentlichte 2009 eine EP namens ‚Planets of Old‘, gefolgt von dem Album ‚White Silence‘ im Jahr 2011. Beide Veröffentlichungen waren eine Rückkehr zum früheren, härteren Sound.

    ‚Heavy Pendulum‘ ist das siebte Studioalbum der Band. Es wurde im Mai 2022 veröffentlicht. Das Album wurde von Converge-Gitarrist Kurt Ballou produziert, der auch schon das Debütalbum der Band, ‚Until Your Heart Stops‘ produziert hat.

    Black Midi – Hellfire

    Black Midi ist eine Band aus London, die 2017 von Geordie Greep (Gesang, Gitarre), Cameron Picton (Gesang, Bassgitarre, Synthesizer), Matt Kwasniewski-Kelvin (Gesang, Gitarre) und Morgan Simpson gegründet wurde (Schlagzeug). Die Band ist derzeit ein Trio bestehend aus Greep, Picton und Simpson.

    Der Name der Band leitet sich vom japanischen Musikgenre Black MIDI ab, obwohl ihre eigene Musik keinen Bezug dazu hat. Die Musik von Black Midi ist eine Mischung aus Experimental Rock, Progressive Rock, Math Rock, Noise Rock und Post-Punk.

    ‚Hellfire‘ ist das dritte Studioalbum Band und wurde im Juli 2022 veröffentlicht. Die Band nahm den größten Teil des Albums über einen Zeitraum von dreizehn Tagen mit der Produzentin Marta Salogni auf, die zuvor schon mit der Band bei der Aufnahme des Songs ‚John L‘ von ihrem zweiten Studioalbum zusammengearbeitet hatte.

    Während des Schreib- und Aufnahmeprozesses experimentierte die Band mit allen möglichen Genres. Dieses Album ist somit eine wilde Mischung aus ganz vielem.

    Paul Achs – Chardonnay Alte Reben 2020

    Das Weingut befindet sich ca. 60 Kilometer südlich von Wien. Hier bewirtschaftet Paul Achs 24 Hektar Rebfläche, die in 42 Parzellen unterteilt sind. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Rot- und trockenen Weißweinen. Die Weine sind Bio-Zertifiziert.

    Der Wein stammt von alten Reben, die nur wenige Kilometer vom Neusiedlersee – einer der wenigen Steppenseen Europas – entfernt wachsen. Der Wein wurde spontan vergärt und in einem 500 Liter Fass ausgebaut. Er wird mit 14% in die Flasche gefüllt und ist ein 2020er Jahrgang.