Episoden

  • Wayne Shorter, Footprints, Speak no Evil, The Language of the Unknown und Rare Breed Barrel Proof

    Es wird mal wieder Jazzig, diesmal geht’s um Wayne Shorter. Wir lasen ‚Footprints‘ von Michelle Mercer, hörten ‚Speak no Evil‘, sahen ‚The Language of the Unknown‘ und verkosteten zu guter Letzt den Wild Turkey Rare Breed Barrel Proof.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel:

    • Miles Davis – Nefertiti
    • Wayne Shorter – Witchhunt
    • Wayne Shorter – Speak No Evil

    Gelesen

    Michelle Mercer – Footprints

    Michelle Mercer ist Journalistin und Autorin. Sie hat für die New York Times, das Wall Street Journal, die Village Voice und den Down Beat geschrieben und trägt regelmäßig Beiträge zu ‚All Things Considered‘ des NPR bei. Sie ist u.a. Autorin von ‚Footprints: The Life and Work of Wayne Shorter‘ und ‚Will You Take Me as I Am: Joni Mitchell’s Blue Period‘.

    Der Saxophonist und Komponist Wayne Shorter hat nicht nur seine Spuren im musikalischen Terrain hinterlassen, sondern auch ein Werk geschaffen, das ein Denkmal für künstlerische Vorstellungskraft darstellt. Während Shorters außergewöhnlicher fünfzigjähriger Karriere haben seine Kompositionen dazu beigetragen, die Musik jeder einzelnen Epoche in der Geschichte des Jazz zu beeinflussen.

    Dieses Buch besteht aus musikalischen Analysen der Autorin Mercer, bereichert durch Shorters Erinnerungen und durch mehr als fünfundsiebzig Originalinterviews mit Freund:innen und Mitarbeiter:innen. Es beschreibt die Musikgeschichte von Bebop bis Pop. Und erzählt die Geschichte über den Kampf eines Musikers, der zeitlebens an der vollständigen Verwirklichung seines Könnens und seiner selbst bemüht ist.

    Gehört

    Wayne ShorterSpeak no Evil

    Wayne Shorter wurde 1933 geboren, er ist Jazzsaxophonist und Komponist.

    Shorter wurde in den späten 50er Jahren Mitglied und schließlich auch Hauptkomponist von Art Blakeys Jazz Messengers. In den 60er Jahren schloss er sich Miles Davis‘ Second Great Quintet an und war Mitbegründer der Jazz-Fusion-Band Weather Report. Er hat ca. 20 Alben als Bandleader aufgenommen.

    Viele von Shorters Kompositionen sind zu Jazzstandards geworden und sie genießen weltweite Anerkennung. Er hat verschiedene Auszeichnungen erhalten. Shorter hat 11 Grammy Awards gewonnen. Er war in 10 aufeinanderfolgenden Jahren Saxophonist des Jahres im Down Beat. Die New York Times beschrieb Shorter im Jahr 2008 als ‚wahrscheinlich den größten lebenden Komponisten des Jazz und den größten lebenden Improvisator‘. 2017 wurde er mit dem Polar Music Prize ausgezeichnet.

    ‚Speak No Evil‘ ist das sechste Album von Wayne Shorter. Es wurde im Juni 1966 veröffentlicht. Die Musik kombiniert Elemente von Hard Bop und Modal Jazz. Das Cover zeigt Wayne Shorters erste Frau, Teruko (Irene) Nakagami, die er 1961 kennenlernte.

    ‚Speak No Evil‘ ist eines von mehreren Alben, die Shorter 1964 für Blue Note aufgenommen hat. Gleichzeitig war er auch in Miles Davis‘ Band, das wird ein Grund dafür sein, dass diesem Album zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine besonders große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Mittlerweile wird das Album allgemein als eines der besten von Shorter angesehen. Und ferner ist es auch ein Highlight des Blue-Note-Katalogs.

    Murray Horwitz erklärte 2001: „Speak No Evil ist eine Art Zusammenfassung von Wayne Shorters kompositorischem Können. Es ist konsequent und extrem weitreichend. Es ist fast ein Manifest seiner Ideen. Diese Ideen waren vor 40 Jahren neu.“

    Heute ist dieses Album immer noch frisch. Der Autor Ian Carr schrieb, es sei ein klassisches Album in Bezug auf Komposition und Improvisation, das viele Musiker inspiriert hat.

    Fast alle Musiker:innen, die Jazz spielen, bezeichnen dieses Album als eine der Grundlagen des heutigen Jazz.

    Gesehen

    Wayne ShorterThe Language of the Unknown (YouTube)

    Der Titel dieser Dokumentation ‚The Language of the Unknown‘ sagt schon viel über das aus, was Wayne Shorter immer vorschwebte, wenn er Musik schrieb oder spielte. Seine Maxime besteht in der radikalen Originalität, seine Musik bei jedem Konzert immer wieder neu zu erfinden, nichts zu wiederholen.

    Im Jahr 2000 gründete Shorter das Wayne Shorter Quartet. Diese Band bietet ihm und den anderen Musikern die Freiheit, die Musik immer wieder neu zu erfinden und zu formen, wobei er die anderen Musiker der Band, namentlich Brian Blade, John Patitucci und Danilo Pérez weniger als Begleiter, sondern als gleichberechtigte Partner des Ganzen versteht. Die Methode, die die Band hier umsetzt nennt sich Zero Gravity. Diese bildet den Ausgangspunkt für die Erkundungsreisen in das musikalische Neuland. ‚The Language of the Unknown‘ konfrontiert den großen Saxophonisten und seine Band mit einer Konzertaufnahme, die am 3. November 2012 im Pariser Salle Pleyel entstand und beobachtet die Wirkung dieses Konzerts auf die Band. 

    Verkostet

    Wild Turkey – Rare Breed Barrel Proof

    Die Wild-Turkey-Destillery befindet sich in Lawrenceburg, Kentucky, wo auch alle Whiskeys dieser Brennerei produziert, gelagert und abgefüllt werden. 

    1869 wurde die Ripy Distillery auf dem heute als ‘Wild Turkey Hill’ bekannten Hügel in Lawrenceburg gegründet. 1940 brachte Thomas McCarthy, einer der Manager der eben dieser Brennerei, Whiskey zur Jagd auf Truthähne mit. Der Whisky schmeckte den anderen Teilnehmern an dieser Jagd so gut, dass sie ihn im darauffolgenden Jahr baten, doch bitte wieder etwas von diesem ‘Wild Turkey’ Whiskey zur Truthahnjagd mitzubringen; daraufhin wurde im Jahr 1941 der umgangssprachliche Name schließlich auch zum Markennamen.

    1980 wurde Wild Turkey von Pernod Ricard übernommen. Seit 2009 gehört Wild Turkey zu Davide Campari-Milano.

    Der Rare Breed Barrel Proof wird mit 58.4% abgefüllt. Er wird aus 6, 8 und 12-jährigen Fässern zusammengestellt. Die Lagerung erfolgt wie immer bei Wild Turkey in besonders stark ausgebrannten Eichenfässern. 58.4% sind im Bourbonland 116.8 proof, es handelt sich um Fassstärke. Dieser Kentucky Straight Bourbon ist weder gefärbt noch kühlgefiltert.

  • Edmund Husserl, Jehnny Beth, The Crown und Mc Pink

    Es wird mal wieder philosophisch. Diesmal sind Edmund Husserl und seine Phänomenologie dran. Wir hörten außerdem ‚To Love is to Live‘ von Jehnny Beth, sahen die dritte Staffel von The Crown und verkosteten den Mc Pink vom unabhängigen Abfüller House of McCallum.

    In der UKW-Sendung gespielte Songs:

    Jehnny Beth – The Rooms

    Jehnny Beth – Human

    Gelesen

    Edmund Husserl –  Phänomenologie

    Edmund Gustav Albrecht Husserl war der Philosoph, der die Schule der Phänomenologie gründete, um die es heute gehen soll. Er wurde 1859 in Proßnitz im Kaisertum Österreich geboren. In seinen frühen Arbeiten beschäftigte er sich mit der Kritik am Historismus und des Psychologismus in der Logik. In seinem Spätwerk versuchte er, eine systematische Grundlagenforschung zu entwickeln, die auf der sogenannten phänomenologischen Reduktion basiert. Mit der Begründung, dass das transzendentale Bewusstsein die Grenzen allen möglichen Wissens setzt, definierte Husserl die Phänomenologie als eine transzendental-idealistische Philosophie neu. Husserls Denken hat die Philosophie des 20. Jahrhunderts tiefgreifend beeinflusst, und zwar in der zeitgenössischen Philosophie und weit darüber hinaus.

    Husserl studierte zunächst in Wien sowohl Mathematik bei Karl Weierstrass und Leo Königsberger, als auch Philosophie bei Franz Brentano und Carl Stumpf.  Ab 1887 unterrichtete er Philosophie als Privatdozent in Halle. Dann als Professor der Universität Göttingen ab 1901, und schließlich ab 1916 an der Universität in Freiburg bis zu seiner Pensionierung 1928. Auch danach schrieb führte er unermüdlich seine Philosophie fort. Da er aus einer jüdischen Familie stammte durfte er 1933 aufgrund der Rassengesetze der Nazis die Universität Freiburg nicht mehr betreten und trat einige Monate später aus der Deutschen Akademie aus. Sein Schüler Heidegger übernahm 1933 den Posten des Rektors an der Universität Freiburg und wurde am 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP. Husserl starb 1938 in Freiburg im Alter von 79 Jahren. 

    Die Phänomenologie – aus dem Griechischen phainómenon ‚das, was erscheint‘ und lógos ’studieren‘ – ist die Philosophie der Strukturen von Erfahrung und Bewusstsein. Als philosophische Bewegung wurde sie in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts von Edmund Husserl gegründet und später von einem Kreis seiner Anhänger an den Universitäten Göttingen und München in Deutschland weitergeführt. Wir wollen versuchen zu erklären, was es mit der Phänomenologie auf sich hat, warum sie uns heute noch nützen kann und was das überhaupt alles soll.

    Gehört

    Jehnny Beth – To Love is to Live

    Jehnny Beth ist eine französische Musikerin, Singer-Songwriterin und Schauspielerin, die vor allem als eine Hälfte des französischen Lo-Fi-Duos John & Jehn und als Sängerin der Band Savages bekannt wurde. 

    Sie wurde in Poitiers geboren – das liegt so etwa in der Mitte Frankreichs. Sie hatte ihre ersten Musiklehrer im Alter von 8 Jahren. Die Lehrer:innen waren Jazzmusiker, bei denen sie Klavier und Gesang lernte. Ungefähr im Alter von 10 Jahren begann sie die Titelrolle in Henrik Ibsens Peer Gynt im Theater zu spielen und hatte ihre ersten Klavierauftritte. Später studierte sie am Conservatoire de Poitiers.

    Jehnny Beth singt auch auf ‚To Love is to Live‘ in englischer Sprache. Das war’s dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten mit Savages. Auf ‚To Love Is To Live‘ hört man sie u.a. ihr eigentliches Instrument spielen, das Klavier. Aufgenommen wurden die elf Stücke, die von elektronischem Industrial bis hin zu ruhigen Ballade reichen, in Los Angeles, London und Paris. Produziert wurde das Ganze von Savages-Produzent Johnny Hostile, Flood – der auch schon  New Order, U2, Nine Inch Nails, Depeche Mode, Gary Numan, Ministry, The Charlatans, Thirty Seconds to Mars, Erasure, Nick Cave and the Bad Seeds, PJ Harvey, a-ha, Sigur Rós, The Smashing Pumpkins, The Killers oder auch Warpaint zusammenarbeitete – und Atticus Ross. Es gibt auf diesem Album sowohl die melodiösen Popsongs, als auch unkommerzielle Sperrigkeit. Und das alles auch eine ganze Ecke extremer als noch bei Savages. Als Gäste sind Joe Talbot von den Idles, Romy Madley Croft von The XX und der Schauspieler Cillian Murphy zu hören.

    Gesehen

    The CrownStaffel 3

    The Crown ist eine britische Fernsehserie von Netflix. Sie wurde von Peter Morgan entwickelt, der auch schon für den Film ‘Die Queen’ aus dem Jahr 2006 verantwortlich zeichnete. Staffel drei umfasst den Zeitraum zwischen 1964 und 1977, beginnend mit Harold Wilsons Wahl zum Premierminister und endend mit dem Silbernen Thronjubiläum von Elizabeth II. Es geht um die Entlarvung des Kunstberaters der Königin als sowjetischer Spion. Um die Premierminister Harold Wilson und Edward Heaths, die Apollo 11-Mondlandung, die Krönung von Prinz Charles zum Prince of Wales 1969, um den Tod des Herzogs von Windsor, die Beerdigung von Winston Churchill, Prinzessin Margarets achtjährige Affäre mit Roddy Llewellyn und vieles mehr.

    Mit einem Budget von bis zu 80 Millionen US-Dollar pro Staffel ist diese Serie bis heute das teuerste, was Netflix hat produzieren lassen. Die dritte Staffel der Serie ist seit 2019 weltweit auf Netflix zu sehen. Sie besteht wie schon die ersten beiden Staffeln aus zehn Episoden. Eine vierte Staffel ist bereits in Auftrag gegeben worden.

    Verkostet

    Mc Pink

    Der Mc Pink Port Cask Finish wird vom unabhängigen Abfüller House of McCallum abgefüllt. Die Firma geht auf Antony McCallum zurück, welcher sich nach 24 Jahren Tätigkeit in der Whisky-Branche sein eigenes Unternehmen gründete. In diesem Fall geht es um die Reihe ‚The Art of Whisky‘, der auch dieser Blend angehört. Auf den verschiedenen Flaschen werden Kunstwerke dargestellt. Für den Mc Pink wurde ein Bild der schottischen Queen Mary verwendet, welches von Ashley Cook stammt. 

    Der Mc Pink Port Cask ist ein Blended Whisky, der in ehemaligen Portweinfässern gefinisht wurde. Der Blend ist ungefärbt, nicht kühlgefiltert und wird mit 43.5% abgefüllt.

  • John Coltrane und Wild Turkey Russell’s Reserve 10

    350 Jahre Feuilletöne! Und wir sprechen über John Coltrane. Deswegen haben wir die Biographie über diesen großen Saxophonisten von Peter Kemper gelesen, hörten ‚Giant Steps‘ und sahen ‚Chasing Trane‘. Außerdem verkosteten wir den 10-jährigen Russell’s Reserve der Brennerei Wild Turkey.

    Homepage vom Sunday Moaning-Podcast:

    http://sundaymoaning.de

    In der UKW-Sendung gespielte Titel:

    John Coltrane – Spiral 

    John Coltrane – Giant Steps

    John Coltrane – Mr. P.C.

    John Coltrane – Cousin Mary

    Gelesen

    Peter Kemper – John Coltrane

    Peter Kemper ist Publizist und Hörfunkredakteur des Hessischen Rundfunks.

    Er studierte Philosophie, Germanistik und Sozialwissenschaft. Von 1986 bis 2003 war er Leiter des Abendstudios beim hr, danach übernahm er die Redaktion der Gesprächssendung hr2-Doppelkopf. Von 1998 bis 2013 war er im Wechsel mit Kollegen verantwortlicher Redakteur für das Funkkolleg.

    Außerdem war er bis 2015 an den Vorbereitungen für das Deutsche Jazzfestival beteiligt und schreibt Rezensionen für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Beim Preis der deutschen Schallplattenkritik gehört er zu den Juroren der Jazzsparte zeitgenössischer und Modern Jazz.

    John William Coltrane war Saxophonist und Komponist. Er spielte zu Beginn seiner Karriere Bebop- und Hard-Bop und war Pionier des Modal Jazz. Er war einer der führenden Musiker des Free Jazz. Er veröffentlichte mindestens fünfzig Schallplattenaufnahmen und war auf vielen Alben anderer Musiker zu hören, darunter natürlich auch Miles Davis, mit dem er ‚Kind of Blue‘ aufnahm. Auch mit dem Pianist Thelonious Monk gab es Aufnahmen. Im Laufe seiner Karriere wurde Coltranes Musik zunehmend spirituelle. Er ist einer der einflussreichsten Saxophonisten der Musikgeschichte. Er erhielt viele posthume Auszeichnungen, darunter den Pulitzer-Preis im Jahr 2007. Zudem wurde er von der afrikanisch-orthodoxen Kirche heilig gesprochen. Seine zweite Frau war die Pianistin und Harfenistin Alice Coltrane, die ebenfalls eine erfolgreiche Jazz-Musikerin war.

    Gehört

    John ColtraneGiant Steps

    ‚Giant Steps‘ ist das fünfte Studioalbum des Jazzmusikers, das im Februar 1960 veröffentlicht wurde. Es war sein erstes Album für Atlantic Records. Viele der Songs dieses Albums sind mittlerweile Etüden für Jazzsaxophonisten. Das Album hat sich bis zum Jahr 2018 ca. 500.000 Exemplare verkauft.

    Die Aufnahmen für das Album fanden am 4. und 5. Mai des Jahres 1959 statt, also zwei Wochen nachdem Coltrane an der letzten Session für das Album ‚Kind of Blue‘ beteiligt war.

    Viele Titel des Albums sind inzwischen zu Jazzstandards geworden.

    Dieses Album markierte auch einen Qualitätssprung für den Saxophonisten. Endlich konnte er frei aufspielen, ganz ohne Druck, völlig entspannt. Und das hört man dem Album auch an. ‚Giant Steps‘ gilt heute als Klassiker und Höhepunkt von Coltranes sogenannter ‚klassischer‘ Periode, also der Periode bevor er sich freieren Formen des Jazz zuwandte.

    Und – wie immer – waren nicht alle zum Zeitpunkt des Erscheines dieses Albums begeistert.

    Gesehen

    Chasing Trane

    ‚Chasing Trane: The John Coltrane Documentary‘ ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2016, der von John Scheinfeld geschrieben und produziert wurde. 

    Dieser Film ist ähnlich wie das schon besprochene Buch von Peter Kemper für Einsteiger sehr geeignet und gibt einen guten Überblick über das Leben des Saxophonisten und seinen Einfluss. Der Film zeigt die Entwicklung seiner Kompositionen, von den wunderschönen Pop-Riffs der 50er Jahre bis hin zu den improvisatorisch-avantgardistischen Soli der 60er Jahre. 

    Denzel Washington liest Auszüge aus Coltranes Schriften. Es gibt in diesem Film auch einen Einblick ins Privatleben des Musikers. Hier sieht man einen entspannten, lässigen und glücklichen Coltrane, der genau dort ist, wo er sein mag. 

    Der Film wurde für einen Black Reel Award in der Kategorie ‚Outstanding Documentary Feature‘ nominiert.

    Verkostet

    Wild Turkey – Russell’s Reserve 10

    Die Wild-Turkey-Destillery ist in Lawrenceburg, Kentucky wo auch alle Whiskeys dieser Brennerei produziert, gelagert und abgefüllt werden. 

    Die Geschichte der Brennerei beginnt im Jahr 1855, denn da hat John Ripy in Kentucky eine Brennerei eröffnet. 1869 wurde die Ripy Distillery auf dem heute als ‚Wild Turkey Hill‘ bekannten Hügel in Lawrenceburg gegründet. Die Destillerie wurde 1919 wegen der Prohibition vorübergehend geschlossen; 1933 wurde sie schließlich wieder eröffnet und modernisiert. 1940 brachte Thomas McCarthy, einer der Manager der eben dieser Brennerei, Whiskey zur Jagd auf Truthähne mit. Der Whisky schmeckte den anderen Teilnehmern an dieser Jagd so gut, dass sie ihn im darauffolgenden Jahr baten, doch bitte wieder etwas von diesem ‚Wild Turkey‘ Whiskey zur Truthahnjagd mitzubringen; daraufhin wurde im Jahr 1941 der umgangssprachliche Name schließlich auch zum Markennamen.

    1980 wurde Wild Turkey von Pernod Ricard übernommen. Seit 2009 gehört Wild Turkey zu Davide Campari-Milano.

  • Bachmannpreis 2020

    349 Episoden Feuilletöne und zum achten Mal besprechen wir den Bachmannpreis! Es ist gute Tradition der Feuilletöne, das zu tun. Und so hat ja sogar alles angefangen. Wir freuen uns wie in jedem Jahr auf’s Neue!

    Sophie Passmann zum Thema Seehofer und Glosse in der taz: https://www.instagram.com/p/CBx0Ou7iNNl/?utm_source=ig_web_button_share_sheet

    Bachmannpreis 2020

    Die Jury

    Hubert Winkels

    Hubert Winkels ist seit 2015 Juryvorsitzender. Er promovierte über deutsche Gegenwartsliteratur. 1985–1988 war er freier Schriftsteller. Seit 1988 ist er Literaturkritiker für ‘Die ZEIT’. Er ist Fernsehmoderator der Sendung ‘Die Bestenliste’ (SWR/3sat). Seit 1997 ist er Literaturredakteur des Deutschlandfunks. Er ist seit 2011 Jurymitglied des Gert-Jonke-Preises. Außerdem ist er Mitbegründer und Juryvorsitzender des Wilhelm Raabe-Literaturpreises. Er ist seit 2010 Mitglied der Jury

    Brigitte Schwens-Harrant

    Brigitte Schwens-Harrant ist 2020 zum ersten Mal Teil der Jury. Seit vielen Jahren ist sie als Literaturkritikerin tätig. Sie organisiert und leitet diverse Literaturveranstaltungen, moderiert u.a. die von ihr entwickelte Reihe WERK.GÄNGE in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur. Seit 2007 lehrt sie an den Universitäten Innsbruck, Salzburg und Wien. Außerdem ist sie Feuilletonchefin der Wochenzeitung „Die Furche“.

    Nora Gomringer

    Nora Gomringer schreibt und vertont Gedichte. Sie fördert im Auftrag des Freistaates Bayern Künstlerinnen und Künstler internationaler Herkunft. Dies tut sie im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia. Sie ist seit 2018 Teil der Jury.

    Klaus Kastberger

    Klaus Kastberger ist Professor für neuere deutschsprachige Literatur am Franz-Nabl-Institut der Universität Graz und Leiter des Literaturhauses Graz. Außerdem verfasst er Literaturkritiken und Kulturpublizistik u.a. für ‘Die Presse’ und ‘Zeit online’. Er kuratiert von Ausstellungen und Veranstaltungsreihen und leitet Forschungsprojekte. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Österreichische Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts. Er twittert als @klauskastberger. Er ist seit 2015 Teil der Jury.

    Philipp Tingler

    Philipp Tingler studierte Ökonomie und Philosophie. Er promovierte über Thomas Mann und den Transzendentalen Idealismus. Neben Belletristik und Sachbüchern veröffentlichte er Essays und Reportagen.

    Michael Wiederstein

    Michael Wiederstein studierte Germanistik und Allgemeine Literaturwissenschaft. 2011 gründete er die Literaturzeitschrift ‘Literarischer Monat’ als Literaturbeilage des ‘Schweizer Monats’. Beide Zeitschriften leitet er als Chefredaktor. Als Initiator des ‘Treibhauses’ – einer Wettbewerbsplattform für literarische Anfänger – sucht er seit 2012 nach unentdeckten Schreibtalenten. Er ist seit 2017 dabei.

    Insa Wilke

    Insa Wilke studierte Germanistik und Geschichte und promovierte 2009. Sie hat u.a. für die Akademie der Künste und die Freie Universität in Berlin gearbeitet. 2010 erschien ihr Buch ‘Ist das ein Leben. Der Dichter Thomas Brasch’. Zuletzt publizierte sie als Herausgeberin ‘Bericht am Feuer. Gespräche, Telefonate und E-Mails zum Werk von Christoph Ransmayr’ und ‘Der leidenschaftliche Zeitgenosse. Zum Werk von Roger Willemsen’ und gab Roger Willemsens Zukunftsrede ‘Wer wir waren’ heraus. Sie ist das zweite mal Teil der Jury.

    Die Autor:Innen und Texte

    Jasmin Ramadan

    Sie kommt aus Deutschland und liest aus dem Text Palisander (Romanauszug aus dem Roman ‚Ü‘)

    Sie wurde eingeladen von Philipp Tingler

    Lisa Krusche 

    Kommt ebenfalls aus Deutschland und liest den Text Für bestimmte Welten kämpfen und gegen andere

    Sie wurde eingeladen von Klaus Kastberger

    Leonhard Hieronymi 

    Auch er kommt aus Deutschland und liest den Text Über uns, Luzifer

    Er wurde eingeladen von Martin Wiederstein

    Carolina Schutti 

    Aus Österreich kommt sie und sie liest den Text Nadjeschda

    Sie wurde eingeladen von Brigitte Schwens-Harrant

    Jörg Piringer

    Auch Jörg Piringer kommt aus Österreich und liest den Text kuzushi

    Er wurde eingeladen von Nora Gomringer

    Helga Schubert 

    Eine weitere Teilnehmerin aus Deutschland, sie liest den Text Vor’m Aufstehen

    Sie wurde eingeladen von Insa Wilke

    Hanna Herbst 

    Sie kommt aus Deutschland und liest den Text Es wird einmal

    Sie wurde eingeladen von Insa Wilke

    Egon Christian Leitner 

    Leitner kommt aus Österreich und liest den Text Immer im Krieg

    Er wurde eingeladen von Klaus Kastberger

    Matthias Senkel 

    Auch er kommt aus Deutschland und liest aus seinem Text Warenz

    Er wurde eingeladen von Hubert Winkels

    Levin Westermann 

    Kommt auch aus Deutschland und liest den Text und dann geht die sonne wieder unter und dann geht die sonne wieder auf

    Er wurde eingeladen von Hubert Winkels

    Lydia Haider 

    Sie kommt ebefalls aus Österreich und liest den Text Der große Gruß

    Sie wurde eingeladen von Nora Gomringer

    Laura Freudenthaler 

    Sie kommt aus Österreich und liest den Text Der heißeste Sommer

    Sie wurde eingeladen von Brigitte Schwens-Harrant

    Katja Schönherr 

    Wiederum aus Deutschland kommend, liest sie den Text Ziva

    Sie wurde eingeladen von Philipp Tingler

    Meral Kureyshi 

    Sie kommt aus der Schweiz und liest den Text Adam

    Sie wurde eingeladen von Martin Wiederstein

    Shortlist der Jury

    Laura Freudenthaler – Der heißeste Sommer

    Hanna Herbst – Es wird einmal

    Lisa Krusche – Für bestimmte Welten kämpfen und gegen andere

    Egon Christian Leitner – Immer im Krieg

    Helga Schubert – Vor’m Aufstehen 

    Matthias Senkel – Warenz 

    Levin Westermann – und dann geht die sonne wieder unter und dann geht die sonne wieder auf 

    Preise und Auszeichungen

    Ingeborg-Bachmann-Preis

    Dieser Preis wird von der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee gestiftet. Es ist der Hauptpreis in Höhe von 25.000 Euro.

    Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises ist Helga Schubert für den Text ‘Vor’m Aufstehen’.

    Deutschlandfunk-Preis

    Dieser Preis wird von Deutschlandradio gestiftet. Das Ganze in der Höhe von 12.500 Euro.

    Gewinnerin des Deutschlandfunk-Preises ist Lisa Krusche für den Text ‘Für bestimmte Welten kämpfen und gegen andere’.

    Kelag-Preis

    Der Kelag-Preis wird von der Kärntner-Elektrizitäts-Aktiengesellschaft in Höhe von 10.000 Euro gestiftet.

    Gewinner des Kelag-Preises ist Egon Christian Leitner für den Text ‘Immer im Krieg’.

    3sat-Preis

    Auch 3sat vergibt einen Preis. Das Gemeinschaftsprogramm der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ZDF, ORF, SRG und ARD stiftet den 3sat-Preis in Höhe von 7.500 Euro.

    Gewinnerin des 3sat-Preises ist Laura Freudenthaler für den Text ‘Der heißeste Sommer’.

    BKS Bank Publikumspreis

    Der Publikumspreis wird von der BKS Bank in Höhe von 7.000 Euro gestiftet.

    Gewinnerin des BKS Bank Publikumspreises ist Lydia Haider für den Text ‘Der große Gruß’.

  • Die Jahre 1982 bis 1985: Laurie Anderson, Genesis, Anne Clark, The Smiths und Koval Millet

    Wir sprechen mal wieder über die 80er, diesmal mit einem etwas veränderten Konzept, denn wir haben uns Alben der Jahre 82-85 vorgenommen, die Herr Martinsen damals u.a. so gehört hat. Mit dabei sind ‚Big Science‘ von Laurie Anderson, ‚Genesis‘ von gleichnamiger Band, ‚Joined up Writing‘ von Anne Clark und ‚Meat is Murder‘ von The Smiths. Zu guter Letzt verkosteten wir noch den Koval Millet.

    Alben Jahre 82 – 85

    Laurie Anderson – Big Science (1982)

    Laurie Anderson heißt gebürtig Laura Philips Anderson und erblickte 1947 in Illinois das Licht der Welt. Sie ist Performance-Künstlerin, Musikerin und Filmregisseurin. Nach ihrem Highschool-Abschluss studierte sie Kunstgeschichte. 1972 graduierte sie zum Master of Fine Arts. 1977 entwickelte sie den Viofonografen, eine Violine mit einer aufmontierten 7″-Single, über die sie den Violinenbogen strich. Bekannt wurde sie 1981 mit ‘O Superman’, mit der sie Platz 2 der britischen Singlecharts erreichte. In Deutschland präsentierte sie 1989 auf ihrer Tour ‘Strange Angels’ nahezu alle Lieder in deutscher Sprache. Für die Encyclopædia Britannica schrieb sie ein ergänzendes Essay zum Eintrag über New York City. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie unter anderem mit Andy Kaufman, William S. Burroughs, Peter Gabriel, Jean Michel Jarre, John Cage und Philip Glass zusammen.

    Big Science ist das 1982 erschienene Debütalbum der Avantgarde-Künstlerin Laurie Anderson. Das Album wurde vor allem bekannt wegen des Songs ‚O Superman‘, der völlig unerwartet Platz 2 in Großbritannien erreichte. 

    Obwohl ‚Big Science‘ als ihr Debütalbum angesehen wird, hatte sie zuvor ein Doppelalbum mit dem Titel ‚You’re the Guy I Want to Share My Money With‘ aufgenommen, eine Zusammenarbeit mit William S. Burroughs und John Giorno.

    Herr Martinsen lernte dieses Album durch die Familie seines damaligen Schulkollegen kennen, die immer sehr stolz ihre teure HiFi-Anlage mit allerlei Musik vorführten. Und da lief dann eben auch Laurie Anderson. ‚O Superman‘ hatte es ihm umgehend angetan. Und so lernte Herr Martinsen die Musik dieser Künstlerin kennen.

    GenesisGenesis (1983)

    Genesis ist eine Band, die 1967 an der Charterhouse School in Surrey, gegründet wurde. Die kommerziell erfolgreichste und langlebigste Besetzung bestand aus dem Keyboarder Tony Banks, dem Bassisten und Gitarristen Mike Rutherford und dem Schlagzeuger und Sänger Phil Collins. Andere ehemalige Mitglieder waren Peter Gabriel, sowie die Gitarristen Anthony Phillips und Steve Hackett. Die Band wandelte im Laufe der Jahre ihren Stil von Progressive Rock in Richtung Rock/Pop. Sie haben weltweit zwischen 100 und 150 Millionen Albern verkauft.

    ‚Genesis‘ ist das zwölfte Studioalbum der Band, das 1983 veröffentlicht wurde. Nach einer ausgedehnten Tour zum Album ‚Abacab‘ machte Genesis eine achtmonatige Pause, bevor sie sich im Frühjahr 1983 neuerlich trafen, um ein neues Studioalbum aufzunehmen. Es ist das erste Album, was sie in ihrem eigenen Studio namens ‚The Farm‘ geschrieben, aufgenommen und vollständig produziert haben. Der Titel des Albums rührt daher, dass das Album von allen drei Mitgliedern gemeinsam geschrieben wurde und somit ein gemeinsames Projekt der Band war. 

    ‚Genesis‘ war das dritte Album in Folge, was die Nummer 1 der britischen Album-Charts erreichte. Zwischen 1983 und 1984 wurden fünf Singles veröffentlicht, wobei ‚Mama‘ die erfolgreichste Auskopplung war.

    Mit diesem Album lernte Herr Martinsen diese Band kennen. Der Song ‚Mama‘ war der erste Song der Band, den er wahrnahm, und er hat sich damals sehr gewundert, dass Phil Collins in einer Band namens ‚Genesis‘ sang. Es sollte ihm wenig später mit Peter Gabriel ähnlich gehen. 

    Anne Clark – Joined Up Writing (1984)

    Anne Charlotte Clark, geboren 1960 in Croydon bei London, ist Dichterin, Songwriterin und Musikerin. Ihr erstes Album, ‚The Sitting Room‘, wurde 1982 veröffentlicht und seitdem hat sie über ein Dutzend weitere Alben veröffentlicht.

    Ihre musikalisches Werk kann man grob zum Spoken Word, Electronic und möglicherweise dem avantgardistischen Genre zuordnen.

    Sie spricht meist zur Musik, statt zu singen. Sie gilt neben Laurie Anderson als eine der Pionierinnen dieser Kunst. Viele ihrer Texte setzen sich mit den Unvollkommenheiten der Menschheit, des Alltags und der Politik auseinander. Sie ist besonders in Europa sehr populär.

    Von dieser Künstlerin hat Herr Martinsen die erste Fremdsprache gelernt, nämlich Englisch. Vieles von dem, was Herr Martinsen auf Englisch ausspricht, wie er es ausspricht, ist eine Folge dieses Albums und dieser Künstlerin. Dieses Album ist vielleicht eines der typischsten Vertreter seiner Zeit. Traurig, verzweifelt und resigniert.

    The SmithsMeat is Murder (1985)

    The Smiths waren eine Band, die 1982 in Manchester gegründet wurde. Kritiker:innen betrachten die Band als eine der wichtigsten Bands der 80er Jahre. Interne Spannungen führten 1987 zu ihrer Auflösung, und nachfolgende Angebote zur Wiedervereinigung wurden abgelehnt. Marrs Gitarrenarbeit erinnerte an den Jangle-Pop-Sound von Roger McGuinn von den Byrds. Und Morrisseys komplexe, elaborierte Texte kombinierten Themen des gewöhnlichen Lebens mit sarkastischem Humor.

    ‚Meat is Murder‘ ist das zweite Album dieser Band. Nach dem Debütalbum, welches schlicht ‚The Smiths‘ hieß, produzierten Sänger Morrissey und Gitarrist Johnny Marr das Album selbst, unterstützt von Stephen Street. 

    Um die Klanglandschaft des Albums aufzubauen, stellte Morrissey Marr und Street seine persönlichen Kopien von BBC-Soundeffekt-Schallplatten zur Verfügung, von denen Samples genutzt wurden. Diese Praxis wurde auf zukünftigen Smiths Alben fortgesetzt.

    ‚Meat Is Murder‘ ist ernster und politischer als das Album davor, einschließlich des Titeltracks und des Songs ‚The Headmaster Ritual‘, wo es um Gewalt der Lehrer:innen gegen Schüler:innen geht. Musikalisch ist die Band experimentierfreudiger geworden.

    Morrissey brachte nun auch seine politische Haltung in vielen seiner Interviews zum Ausdruck. Er lehnte die Politik von Thatcher ab, die Monarchie und seine musikalischen Zeitgenossen natürlich auch.  Er begann, den Vegetarismus entschieden zu fördern und zu fordern, und überzeugte sogar einmal eine schottische TV-Show, während der Essenszeit Aufnahmen von Schlachthöfen zu senden. 

    Und es setzt auch das ein, was ihn bis heute ausmacht, nämlich das seine Meinung nicht nur teilweise wundersam und merkwürdig ist, sondern dass alle anderen diese Wundersamigkeiten und Merkwürdigkeiten gefälligst zu teilen haben. So verbot Morrissey z.B. dem Rest der Gruppe, sich während des Essens von Fleisch fotografieren zu lassen. Nun, er sollte im Laufe der Jahr noch sehr viel wunderlicher werden. Und ernst nehmen sollte man ihn heuzutage lieber nicht mehr. 

    Damals war diese Band eine der Lieblingsbands des besten Freundes von Herrn Martinsen. Anfänglich konnte er allerdings mit dieser Musik gar nicht so furchtbar viel anfangen. Zum einen war es ja nicht seine Musik, sondern eben die des besten Freundes und zum anderen wurde Morrissey nicht müde, Robert Smith von The Cure zu beleidigen, also den Sänger der Lieblingsband des Herrn Martinsen. Und so ging es ja nun wirklich nicht. Es war also schwierig. Im nachhinein und rückblickend muss Herr Martinsen allerdings zugeben, dass es ohne diese Band nicht so hübschen Indie gegeben hätte wie es ihn mittlerweile nun mal gibt, und dass das schon ziemlich hübsche Musik ist. Und dass Johnny Marr schon so ziemlich mit das Beste ist, was sich so Gitarrist nennt.

    Verkostet

    Koval Millet

    Koval Distillery ist eine Craft Distillery in Chicago, die 2008 gegründet wurde. Es ist die erste Brennerei innerhalb der Stadtgrenzen von Chicago seit der Prohibition. Die Gründer von Koval sind Robert und Sonat Birnecker, die die Destillationstraditionen und -techniken von Roberts österreichischem Großvater in den USA etablieren wollen. Dafür gaben sie sie sogar ihre akademische Karriere auf und gründeten eben diese Brennerei. Koval stellt preisgekrönte Whiskys, Brandys und Liköre her. Die Brennerei ist koscher und nutzt nur Bio-Produkte. Koval ist Jiddisch und bedeutet Schmied.

    Der Whiskey besteht zu 100% aus Hirse, daher auch der Name dieses Whiskeys. Er wird mit 40% abgefüllt. 

  • Franz Kafka, Deerhoof, Jim Jefferies und Evan Williams Single Barrel

    Es ist mal wieder Freitag, das heißt, es gibt eine neue Episode unserer drolligen kleinen Kultursendung! Diesmal lasen wir ‚Gib’s auf‘ von Franz Kafka, hörten ‚Future Teenage Cave Artists‘ von Deerhoof, sahen ‚This is me now‘ von Jim Jefferies und verkosteten den Evan Williams Single Barrel. Und Achtung! Weitersagen! Wir haben einen neuen Feed: ‚https://feeds.feedburner.com/feuilletoene‘

    YouTube-Kanal von Florian Schröder:

    https://www.youtube.com/user/florianschroedertv

    Neuer Feed:

    https://feeds.feedburner.com/feuilletoene

    Und wir jetzt auch bei Deezer! Nämlich!

    https://deezer.com/show/1341872

    Gespielte Songs in der UKW-Sendung:

    Herbie Hancock – The Egg

    Deerhoof – New Orphan Asylum for spirited Deerchildren

    Deerhoof – „Farewell“ Symphony

    Deerhoof – Damaged Eyes squinting into the beautiful overhot Sun

    Gelesen

    Franz KafkaGibs auf

    Franz Kafka war ein deutschsprachiger böhmischer Schriftsteller und Kurzgeschichtenschreiber, der als einer der wichtigsten Autoren der Literatur des 20. Jahrhunderts angesehen wird. Es werden typischerweise isolierte Protagonisten, die mit bizarren oder surrealistischen Zwangssituationen und nicht nachvollziehbaren bürokratischen Dingen konfrontiert sind beschrieben. Es geht oft um Themen wie Entfremdung, existenzielle Angst, Schuld und Absurdität. Zu seinen bekanntesten Werken gehören ‚Die Verwandlung‘, ‚Der Prozess‘ und ‚Das Schloss‘. Der Begriff „kafkaesk“ wurde in der Alltagssprache Synonym für absurde und Angst einflößende Situationen des Ausgeliefertseins an eine anonyme Macht, wie sie in seinen Werken häufig zu finden sind.

    Kafka ist Kind einer bürgerlich aschkenasischen jüdischen Familie und wurde in Prag geboren. Er wurde Anwalt und war nach Abschluss seiner juristischen Ausbildung hauptberuflich bei einer Versicherungsgesellschaft beschäftigt, was ihn zwang in seiner Freizeit zu schreiben. Er starb 1924 im Alter von 40 Jahren an Tuberkulose.

    Nur wenige Werke von Kafka wurden zu Lebzeiten veröffentlicht: Einiges wurde zwar in Literaturzeitschriften veröffentlicht, fand jedoch in der Öffentlichkeit wenig Beachtung. 

    In seinem Testament wies Kafka seinen Testamentsvollstrecker und Freund Max Brod an, seine unvollendeten Werke zu zerstören, aber Brod ignorierte diese Anweisungen. Kafka hat im 20. und 21. Jahrhundert eine Vielzahl von Schriftstellern, Kritikern, Künstlern und Philosophen beeinflusst, u.a. auch Albert Camus.

    ‚Gibs auf‘ ist ein parabelartiger kleiner Prosatext, der 1922 entstand und 1936 veröffentlicht wurde. Der Titel stammt von Max Brod. In den Manuskripten von Kafka selbst steht als Überschrift nur ‚Ein Kommentar‘.

    Der Text: Es war sehr früh am Morgen, die Straßen rein und leer, ich ging zum Bahnhof. Als ich eine Turmuhr mit meiner Uhr verglich, sah ich, daß es schon viel später war, als ich geglaubt hatte, ich mußte mich sehr beeilen, der Schrecken über diese Entdeckung ließ mich im Weg unsicher werden, ich kannte mich in dieser Stadt noch nicht sehr gut aus, glücklicherweise war ein Schutzmann in der Nähe, ich lief zu ihm und fragte ihn atemlos nach dem Weg. Er lächelte und sagte: »Von mir willst du den Weg erfahren?« »Ja«, sagte ich, »da ich ihn selbst nicht finden kann.« »Gibs auf, gibs auf«, sagte er und wandte sich mit einem großen Schwunge ab, so wie Leute, die mit ihrem Lachen allein sein wollen. 

    Gehört

    DeerhoofFuture Teenage Cave Artists

    Deerhoof ist eine Band, die 1994 in San Francisco gegründet wurde. Sie besteht derzeit aus dem Drummer Greg Saunier, der Bassistin und Sängerin Satomi Matsuzaki sowie den Gitarristen John Dieterich und Ed Rodriguez. Deerhoof spielte zunächst improvisierten Noise Punk und wurde in den 00er Jahren dadurch bekannt, dass sie diesen mit experimenteller Musik und Melodien kombinierten, die an Pop erinnerten. Die Band gilt trotz ihres nicht sonderlich hohen Bekanntheitsgrades als sehr einflussreich. 

    ‚Future Teenage Cave Artists‘ ist das fünfzehnte Studioalbum der Band. Es wurde am 29. Mai 2020 veröffentlicht. Auch auf diesem Album findet man ein Sammelsurium aus Indie-Rock, Noise Pop, Punkrock, und experimentellem Pop. Der Stil bleibt auch auf diesem Album unberrechenbar. Man weiß nie so richtig was als nächstes kommt.

    Gesehen

    Jim Jefferies – This is me now

    Geoff James Nugent wurde 1977 in Perth in Australien geboren. Er wurde bekannt als Jim Jefferies, ist ein Stand-up-Comedian, Schauspieler und Autor.

    Er wurde zunächst Bekannt weil er während eines Auftrittes im Comedy Store in Manchester auf der Bühne angegriffen wurde. Diesen Angriff thematisierte er später auch bei Auftritten, wobei er auch eine Videoaufnahme des Angriffs mit in den Auftritt einbaute. In den USA wurde er durch HBO bekannt.

    Außerdem trat er auf zahlreichen Festivals auf. Darunter ‚Edinburgh Festival Fringe‘, ‚Montreal Comedy Festival‘ (Just for Laughs), ‚South African Comedy Festival‘, ‚Reading and Leeds Festivals‘ und das ‚Glastonbury Festival‘. Er war Gast in Panel-Shows wie ‚Never Mind the Buzzcocks‘, ‚Have I Got News for You‘, ‚The Heaven and Earth Show‘ und ‚8 Out of 10 Cats‘. Des Weiteren hatte er Auftritte  bei ‚The World Stands Up‘, ‚Comedy Blue‘ und ‚Edinburgh and Beyond‘ sowie bei BBC Radio 5 Live. 

    Im Februar 2014 spielte er im Film ‚Me and My Mates vs the Zombie Apocalypse‘ an der Seite der australischen Komiker Greg Fleet und Alex Williamson. Von 2017 bis 2019 moderierte er ‚The Jim Jefferies Show‘

    Verkostet

    Evan Williams Single Barrel

    Evan Williams ist ein Brand von Heaven Hill, der in Kentucky hergestellt wird. Der Evan Williams ist mindestens vier Jahre alt und wird als eine der weltweit meistverkauften Whiskeys angesehen. In diesem Fall handelt es sich um eine Einzelfassabfüllung, die nicht gefärbt wurde. Dieser Kentucky Straight Bourbon Whiskey wird mit 43,3% abgefüllt.