Jarre Michel Jarre, C.P.E. Bach, Anne Clark und das Weingut Monte Antico

Guten Tag! Da sind wir wieder. Diesmal mit ‚Oxymore‘ von Jean Michel Jarre, ‚Light and Darkness‘ von Accademia Ottoboni und Manuel Garantiero, die Flötensonaten von C.P.E. Bach spielen und ‚Borderland‘ von Anne Clark. Natürlich gibt es auch wieder Wein, diesmal den Monte Antico aus dem Jahr 2018 vom gleichnamigen Weingut. Feuilletoene.de
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In der UKW-Sendung gespielte Titel

Jean Michel Jarre – Oxymore

Jean Michel Jarre – Sonic Land

C.P.E. Bach – Flötensonate in a Moll, H 555 I. Andante

C.P.E. Bach – Flötensonate in D Dur, H 505 II. Allegro

Anne Clark – Blown Way Down

Anne Clark – The Stolen Child

Jean Michel Jarre – Oxymore

Jean-Michel Jarre ist ein französischer Komponist, Musiker und Produzent. Er ist einer der Pioniere in den Bereichen Elektronik, Ambient und New Age und bekannt für überdimensionale Liveshows in denen extrem große Laserdisplays, große Projektionen und Feuerwerkskörper zu Einsatz kommen.

Jarre lernte zunächst das Klavierspielen. Er spielte aber in jungen Jahren auch Gitarre. Beeinflusst wurde er von Pierre Schaeffer, einem Pionier der Musique Concrète. Sein erster großer kommerzialler Erfolg war 1976 natürlich das Album ‚Oxygène‘. Das Album wurde in einem provisorischen Studio bei ihm zu Hause aufgenommen und verkaufte sich schätzungsweise 12 Millionen Mal.

Er hält den Weltrekord für das größte Live-Konzert aller Zeiten, was in Moskau am 6. September 1997 stattfand; 3,5 Millionen Menschen waren bei dieses Konzert.

Ursprünglich plante Jarre eine Zusammenarbeit mit dem französischen Komponisten Pierre Henry, einem von Jarres Einflüssen, aber Henry starb 2017 und die Zusammenarbeit wurde nie abgeschlossen. Henry hatte jedoch einige Soundbits für die Zusammenarbeit aufgenommen, die Jarre für das Album verwendete. Er fügte dann seine eigenen Kompositionen hinzu.

Jarre sagte: „‚Oxymore‘ ist auch eine Hommage an die französische Herangehensweise an moderne Musik, elektroakustische Musik und meine frühen Studien am GRM (Groupe de Recherche de Musique Concrète), wo Pierre definitiv die Zukunft der elektronischen Musik beeinflusst hat, zusammen mit Pierre Schaeffer.“

Accademia Ottoboni/Manuel Garantiero – Light and Darkness – C.P.E. Bach: Flute Sonatas

C.P.E. Bach

Carl Philipp Emanuel Bach lebte von 1714 bis 1788 und wird gemeinhin als C. P. E. Bach abgekürzt. Er war Musiker und Komponist der Klassik im engeren Sinn und das fünfte Kind von Johann Sebastian Bach und Maria Barbara Bach. Seine Zeitgenossen kannten ihn schlicht als Emanuel Bach. Seinen zweiten Namen bekam er von seinem Taufpaten Georg Philipp Telemann, eines Freundes Johann Sebastian Bachs.

C. P. E. Bach war ein einflussreicher Komponist, der zu einer Zeit des Übergangs zwischen Barock und der darauf folgenden Klassik wirkte. Sein Ansatz war ein ausdrucksstarker, turbulenter, oft auch als ‚empfindsam‘ oder ‚einfühlsam‘ beschriebener Stil. Er wandte die Prinzipien der Dichtung und des Theaters auf musikalische Strukturen an. Seine Dynamik steht im bewussten Kontrast zum damals angesagten, sogenannten galanten Stil.

C. P. E. Bach wurde während seines Wirkens für Friedrich II. als ‚Berliner Bach‘ bezeichnet, später dann als ‚Hamburger Bach‘, als er dort nämlich die Nachfolge Telemanns als Kapellmeister antrat.

Bach war ein einflussreicher Pädagoge, Musiker und Komponist, der den immer noch einflussreichen Aufsatz ‚Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen‘ schrieb, der unter anderem von Haydn, Mozart und Beethoven studiert wurde. Diese drei sahen sich als seine Schüler. Er hatte maßgeblichen Einfluss auf alles Musikalische, was nach ihm kam.

Accademia Ottoboni

Die Accademia Ottoboni ist ein auf barockes und klassisches Repertoire spezialisiertes Ensemble, das auf historischen Instrumenten spielt. Es wurde 2004 in Rom gegründet. 

Die bisher veröffentlichten Aufnahmen wurden sowohl vom Publikum als auch von der Kritik sehr geschätzt und das Orchester erhielt deswegen auch bereits einige Preise.

Die Accademia Ottoboni trat bei vielen Festivals in Frankreich, Italien, Spanien, der Schweiz, Österreich und Malta auf.

Manuel Garantiero

Nach Abschluss seines Studiums auf der modernen Flöte im Jahr 1999 wurde Manuel Granatiero am „Koninklijk Conservatorium” in Brüssel aufgenommen, wo er Barock- und klassische Flöte studierte und sein Studium 2004 mit Auszeichnung abschloss. 

Als Solist spielt er mit einigen der wichtigsten auf historische Instrumente spezialisierten Orchestern zusammen. Er ist einer der Mitbegründer der Accademia Ottoboni. Derzeit unterrichtet er historische Flöten am Konservatorium von Cosenza.

Flötensonaten

Insgesamt 17 Kammermusikwerke mit Solo-Traversflöte hat Carl Philipp Emanuel Bach geschrieben. Ein knappes Drittel davon ist auf diesem Album zu hören. 

Aus den Flötenwerken des Komponisten sticht eines heraus: seine einzige Sonate für unbegleitete Flöte. Für diese Sonate in a-Moll hat Manuel Granatiero extra ein neues Instrument erworben, den Nachbau einer Flöte von Johann Joachim Quantz. Im Gegensatz zu seinen drei anderen Traversflöten für die vier restlichen Werke ist die Quantz-Flöte nicht in 415, sondern tiefer in 392 Hertz gestimmt. Anders als die restlichen, aus Buchsbaum gefertigten Instrumente, besteht sie aus Ebenholz.

Anne Clark – Borderland – Found Music for a lost World

Anne Clark ist eine englische Dichterin, Sängerin und Songwriterin. Ihr erstes Album ‚The Sitting Room‘ wurde 1982 veröffentlicht, seitdem hat sie 18 Alben veröffentlicht.

Ihre Werke mit experimentellen Musikern bewegen sich im Bereich von elektronischen und avantgardistischen Genres, mit unterschiedlich harten sowie romantischen und orchestralen Stilen.

Sie ist hauptsächlich ein Spoken-Word-Künstlerin. Viele ihrer Texte setzen sich kritisch mit den Unvollkommenheiten der Menschheit, des Alltags und der Politik auseinander. Vor allem auf ihren frühen Alben hat sie eine düstere, melancholische Atmosphäre geschaffen, die an Weltschmerz grenzt. Sie gilt als eine der Pionierinnen des Spoken-Word-Musikgenres und wird insbesondere in ganz Europa von Techno-Pop- und New-Wave-Fans verehrt.

‚Boderland‘ ist das 18. Album der Künstlerin. Es entstand zusammen mit Ulla Van Daelen und Justin Ciuche. Es ist nicht elektronisch, es werden ausschließlich akustische Instrumente gespielt. Spoken-Word ist auch auf diesem Album das künstlerische Mittel der Wahl. Das Album erschien 2022.

Monte Antico – Monte Antico 2018

Der Neuseeländer und Weinexporteur Neil Empson verliebte sich Anfang der 70er Jahre in Maria Gemma seine jetzige Frau und in die Toskana. Seit 1972 gibt es dieses Weingut nun. Die Tochter Tara Empson ist heute die Weingutsdirektorin. Das Weingut betreibt eine naturnahe Rebpflege, eine schonende Vinifikation und einen Ausbau ausschließlich in französischen Barriques.

Es geht diesmal schlicht um den Wein, der so heißt wie das Weingut: Monte Antico. Der Wein wird bereits seit ca. 50 Jahren gemacht. Die Trauben kommen aus verschiedenen Weinbergen in der nördlichen Toskana, von kalkhaltigen Lehmböden. Der Ausbau geschieht für 1,5 Jahre überwiegend in gebrauchten großen slawonischen Botti und zu ungefähr 20% in Barriques, wovon ein Teil neu ist. Der Monte Antico kommt drei Jahre nach der Ernte auf den Markt. Der Wein ist ein Cuvée aus 85% Sangiovese, 10% Merlot und 5% Cabernet Sauvignon. Wir verkosten den 2018er. Er wird mit 13% abgefüllt.


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