Kategorie: Podcast

  • Kreator, Marillion, Ivo Pogorelich und das Dominio de Eguren

    Moin! Mal wieder geht es wild durch die musikalischen Genres. Wir hören ‚Hate über alles‘ von Kreator, ‚An Hour Before It’s Dark‘ von Marillion und ‚Chopin‘ von Ivo Pogorelich. Wein gibt es natürlich auch wieder, diesmal einen Protocolo Organic Tempranillo aus dem Jahr 2019 von Dominio de Eguren.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Kreator – Hate über alles

    Kreator – Midnight Sun

    Marillion – Murder Machines

    Marillion – The Crow and the Nightingale

    Ivo Pogorelich – Fantasie in f-Moll Op. 49

    Kreator – Hate über alles

    Kreator ist eine deutsche Thrash-Metal-Band, die 1982 gegründet wurde. Die Band ist eine der bekanntesten und ältesten deutschen Bands dieses Genres. Bis heute hat die Band weltweit ca. zwei Millionen Alben verkauft.

    In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts trug Kreator zur Verbreitung des Thrash-Metals in Deutschland bei und wurde auch im Ausland in der Thrash-Metal-Szene populär. Die 90er Jahre waren von zahlreichen musikalischen Experimenten geprägt, die nicht bei allen Fans immer auf Gegenliebe stießen.

    ‚Hate über alles‘ ist das 15. Album der Band. Album- und Songtitel leiten sich von dem Song ‚California über alles‘ von den Dead Kennedys ab. Auf diesem Album geht es laut Sänger Mille Petrozza um das Kommunikationsverhalten der Menschheit miteinander im Zeitalter der Sozialen Medien sowie um die Tendenz, auf andere Meinungen pauschal mit Hass zu reagieren oder ohne erkennbaren Willen zum konstruktiven Austausch sich einfach gegen alles zu stellen.

    Marillion – An Hour Before It’s Dark

    Marillion ist eine britische Rockband, die 1979 in Buckinghamshire gegründet wurde. Sie sind die erfolgreichste Neo-Prog-Band der 1980er Jahre und haben den Neo-Prog entscheidend geprägt.

    1988 verließ Sänger ‚Fish‘ die Band und Steve Hogarth folgte ihm. Der größte kommerzielle Erfolg der Band war das Album ‚Misplaced Childhood‘, auf dem auch der erfolgreichste Song der Band, nämlich ‚Kayleigh‘ zu hören ist.

    ‚An Hour Before It’s Dark‘ ist das 20. Album der Band. Aufgenommen wurde es in Peter Gabriels Real World Studios. Michael Hunter hat das ganze produziert. Es geht in diesem Album um die Probleme und Chancen unserer Zeit und sei laut Sänger Steve Hogarth vielleicht ihr optimistischstes Werk seit vielen Jahren.

    Ivo Pogorelich – Chopin

    Ivo Pogorelich ist ein in Jugoslawien geborener kroatischer Pianist. Er ist bekannt für seine manchmal unorthodoxen Interpretationen, die ihm eine beträchtliche Anhängerschaft und sowohl Lob als auch Kritik von Musikexperten eingebracht haben. Sein Repertoire reicht von Komponisten aus dem frühen 18. bis ins 20. Jahrhundert.

    Frédéric Chopin lebte zwischen 1810 und 1849. Er war ein polnischer Komponist und virtuoser Pianist der Romantik, der hauptsächlich Stücke für Soloklavier schrieb. Alle Kompositionen von Chopin beinhalten das Klavier. Die meisten sind für Soloklavier. Er schrieb des Weiteren zwei Klavierkonzerte, einige Kammermusikstücke und etwa 19 Lieder mit polnischen Texten.

    Vier Werke von Chopin sind auf diesem Album zu hören und sie stammen alle aus den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts, also dem letzten Lebensjahrzehnt Chopins. Es handelt sich um Zwei ‎‎Nocturnes‎‎, eine ‎‎späte Fantasie und die dritte und letzte ‎‎Klaviersonate‎‎.

    Dominio de Eguren – Protocolo Organic Tempranillo 2019

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  • Nduduzo Makhathini, Gospel, Jenny Lee Lindberg und das Weingut Reyneke

    Da sind wir wieder! Und es geht wieder quer durch die musikalischen Landschaften. Wir hörten ‚In the Spirit of Ntu‘ von Nduduzo Makhathini, ‚The Loser‘ von Gospel und ‚Heart Tax‘ von Jenny Lee Lindberg. Der Wein kommt diesmal aus Südafrika vom Weingut Reyneke.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Nduduzo Makhathini – Senze‘ Nina

    Nduduzo Makhathini – Ntu

    Gospel – Deerghost

    Gospel – White Spaces

    Jenny Lee Lindberg – Heart Tax

    Jenny Lee Lindberg – Tickles II

    Nduduzo Makhathini – In the Spirit of Ntu

    Nduduzo Makhathini ist ein Jazzpianist, Produzent und Komponist aus Südafrika. Er ist ein wichtiger Künstler der pulsierenden Jazzszene dieses Landes.

    ‚In the Spirit of Ntu‘ ist das zehnte Studioalbum des Künstlers. Es ist ein musikalisch vielschichtiges und dennoch zugängliches Album. Zu den Einflüssen Makhathinis, wie John Coltrane oder McCoy Tyner, gesellen sich auf diesem Album auch weitere kulturelle Einflüsse wie Klänge südafrikanischer Musik.

    Für dieses Album stellte er eine Band zusammen, die aus einigen der aufregendsten jungen MusikerInnen Südafrikas besteht. Außerdem hören wir auf diesem Album die Gastsängerinnen Omagugu Makhathini und Anna Widauer und den amerikanischen Saxophonist Jaleel Shaw.

    Ein Jazzalbum aus Südafrika, das gehört werden sollte.

    Gospel – The Loser

    Gospel ist eine amerikanische Progressive Rock-Hardcore-Punk-Band, die 2003 in Brooklyn in New York gegründet wurde. Sie veröffentlichten 2005 das von der Kritik gefeierte Debütalbum ‚The Moon Is a Dead World‘ nur um sich danach sofort wieder aufzulösen.

    16 Jahre später sind sie wieder da und wir haben es mit dem zweiten Album namens ‚The Loser‘ zu tun. Und natürlich sind das nicht mehr die gleichen melodramatischen Mittzwanziger wie noch auf dem Debütalbum, und zum Glück geben sie sich auch keine Mühe, das zu verbergen. Und so fragt man sich auf diesem Album wann die grauen Haare den Rest des Haupthaares an Zahl übertreffen und nicht, wo das nächste Bier herkommt. Sehr gut.

    Jenny Lee Lindberg – Heart Tax

    ‚Heart Tax‘ ist das zweite Soloalbum der Bassistin von Warpaint. Und man merkt sofort, dass es sich um ein Mitglied von Warpaint handelt. Dieses Album lässt erahnen, welch großen Einfluss Jenny Lee Lindberg auf die Musik von Warpaint hat. Dieser typische, etwas düstere, an die 80er Jahre erinnernde Sound, den man auch immer mal wieder bei Warpaint findet bzw. fand. Chorus- und Reverbeffekte kommen auch nicht zu kurz.

    Das ist vielleicht das Warpaint-Album, auf dass die Warpaint-Fans gewartet haben. Wer Warpaint mag, wird dieses Album sehr mögen.

    Weingut Reyneke – Organic Shiraz/Cabernet Sauvignon 2019

    Die Kellerei Reyneke Wines, 1863 als Farm unte rdem Namen „Uitzicht“ gegründet, befindet sich in den Polkadraai Hills von Stellenbosch und produziert unter der Leitung von Besitzer und Weinbauer Johan Reyneke sowie unter önologischer Expertise von Weinmacher Rudiger Gretschel biozertifizierte Weine.

    Das Weingut zeichnet sich aus durch biodynamische Weinproduktion (also auch bewusst kein Anbau in Monokultur und kein Gebrauch von Herbiziden, Pestiziden oder Fungiziden) und verfügt über Nord-, Ost- und Südhänge, auf denen nicht nur Wein angebaut wird, sondern auch Weiden, Kompostherstellung und wild belassene Bereiche zu finden sind, ebenso wie Gemüsegärten und diverse Tiere. Auch der Wein steht nicht allein, sondern mit passenden Begleitpflanzen, und gegen Schädlinge nutzt man Enten. Kommerziell kultivierte Hefen oder Bakterien, Säureregulatoren oder Fermentationshilfen kommen ebenfalls nicht zum Einsatz. Alles soll eben so naturbelassen wie möglich vonstatten gehen.

  • Scelsi/Goldmann/Schwarzer, Wilco, Lyle Lovett und die Domaine des Soulanes

    Moin! Diesmal wird es wieder wild. Wir rasen wieder durch die musikalischen Landschaften. Wir beginnen mit ‚Sfera‘ von Giacinto Scelsi, Stefan Goldmann und Jeremias Schwarzer, machen weiter mit ‚Cruel Country‘ von Wilco und landen schließlich bei ’12th of June‘ von Lyle Lovett. Wein gibt’s natürlich auch wieder, diesmal aus Frankreich. Wir probieren den Jean Pull aus dem Jahr 2019 von der Domaine des Soulanes.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Stefan Goldmann – Cepstrum

    Stefan Goldmann – Sfera

    Wilco – Bird without a Tail/Base of my Skull

    Wilco – Many Worlds

    Lyle Lovett – Her loving Man

    Lyle Lovett – 12th of June

    Giacinto Scelsi/Stefan Goldmann/Jeremias Schwarzer – Sfera

    Wir haben es auf diesem Album mit zwei Komponisten und einem Flötisten zu tun.

    Giacinto Scelsi kommt aus Italien, der zwischen 1905 und 1988 lebte und der seine Stücke auf dem Klavier oder der Ondioline – einem frühen elektronischen Instrument – improvisierte und auf Tonband aufzeichnete.

    Stefan Goldmann kommt aus Berlin und ist DJ und Komponist elektronischer Musik.

    Jeremias Schwarzer spielt die Blockflöte auf diesem Album. Er unterrichtet als Professor für Blockflöte und Aktuelle Musik an der Hochschule für Musik Nürnberg

    Wilco – Cruel Country

    Cruel Country ist ein Album, das hauptsächlich mit akustischen Instrumenten auskommt. Der Country sollte einen da aber nicht irreführen, denn klassischer Country ist das natürlich nicht wirklich, höchstens ansatzweise. Wilco hatten schon immer ihren eigenen Stil. Und das ist auch auf diesem Album so. Das Album changiert zwischen Singer-Songwriter, Folk und Alternative Country.

    Außerdem handelt es sich um ein Doppelalbum und zum ersten Mal seit langen Jahren hat die Band es gemeinsam im Studio eingespielt und produziert.

    Lyle Lovett – 12th of June

    Lyle Lovett kommt aus Huston in Texas, er ist Musiker und Schauspieler. Es ist das zwölfte Album des Künstlers und es ist das erste Album seit zehn Jahren. Und hier gibt es nun wirklich Country, zumindest auch. Denn außerdem gibt es Jazz, Swing und Singer-Songwriter Balladen zu hören. Von allem also ein bisschen.

    Hört sich erstmal nach einem heillosen Durcheinander an, ist es aber am Ende gar nicht.

    Domaine des Soulanes – Jean Pull 2019

    Cathy und Daniel Laffite haben 15 Jahre in enger Zusammenarbeit mit Jean Pull Weine produziert, bevor sie 2002 einen Teil des Grundstücks kauften und die Domaine des Soulanes gründeten. Die Weinberge wurden schon seit 1972 ökologisch bearbeitet, und so führten die beiden sie auch weiter. Angesiedelt ist die Domaine in der Stadt Tautavel, die Region heißt Roussillon, in Frankreich.

    Einen ihrer Weine haben sie ihrem Ziehvater gewidmet, diesen haben wir heute zum Probieren dabei, den Jean Pull von 2019, der mit 15 % co. daherkommt. Die Böden der Domaine des Soulanes (was so viel wie Südosthang bedeutet) bestehen geologisch aus metamorphen Schiefern, Sedimentmergeln, Ton und Kalkstein. Die Reben gedeihen auf steilen, trockenen und steinigen Böden. Dort gibt es jede Menge Sonne und einen besonders trockenen Nordwestwind. Die Laffites nutzen nur heimische, mediterrane Rebsorten, in diesem Fall Grenache, Carignan und Syrah. Die gesamte Ernte geschieht manuell.

  • Francesco Tristano, Let’s eat Grandma, Porridge Radio und das Weingut Dominio de Eguren

    Moin Alle! Da sind wir wieder und hören Musik. Diesmal ‚On Early Music‘ von Francesco Tristano, ‚Two Ribbons‘ von Let’s Eat Grandma und ‚Waterslide, Diving Board, Ladder to the Sky‘ von Porridge Radio. Wein gab es auch wieder, diesmal einen Protocolo Organic Blanco 2019 von Dominio de Eguren.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Francesco Tristano – Aria la Folia

    Francesco Tristano – Cento Partite Spra Passacaglie

    Let’s eat Grandma – Hall of Mirrors

    Let’s eat Grandma – Two Ribbons

    Porridge Radio – U can be happy if U want

    Porridge Radio – Splintered

    Francesco Tristano – On early Music

    Francesco Tristano kommt aus Luxemburg und ist schon in einigen Formationen bei uns zur Sprache gekommen. Er ist hauptsächlich im Jazz unterwegs, hat aber eine klassische Ausbildung und entsprechend gibt es auch Auftritte und Einspielungen klassischer Werke von ihm. Erwähnenswert ist noch, dass es auf seinem Debütalbum ‚Piano Circle Songs‘ drei Duette mit Chilly Gonzales gibt.

    ‚On Early Music‘ beschäftigt sich in erster Linie mit klassischen Stücken, die nicht wie sonst oft vom Blatt gespeilt werden, sondern im Laufe des Stückes frei interpretiert werden. Außerdem gibt es auf diesem Album auch Eigenkompositionen.

    Let’s Eat Grandma – Two Ribbons

    Let’s Eat Grandma ist eine britische Band, die 2013 gegründet wurde, aus der Region East Anglia kommt und bisher drei Alben veröffentlicht hat. Das dritte davon, erschienen im Jahr 2022, soll hier besprochen werden.

    Musikalisch geht es auf ‚Two Ribbons‘ ganz klar in Richtung Synthie-Pop, bisweilen auch für die Tanzfläche. Dieses Album dürfte viele Radiostationen dieser Welt erfreuen. Es ist ein im Upbeat Tempo geschriebenes Album, was musikalisch erstmal gute Laune macht. Der Sound erinnert manchmal ein bisschen an The Chvrches.

    Porridge Radio – Waterside, Diving Board, Ladder to the Sky

    Porridge Radio ist eine Band aus Brighton rund um Sängerin Dana Margolin. Wir besprachen bereits das Vorgängeralbum ‚Every Bad‘ und waren begeistert, ob der Energie und der Dringlichkeit, die aus diesem Album strömte.

    Nun, ganz so energetisch und dringlich geht es auf diesem Album nicht weiter. Alles ist ein bisschen gesitteter, auch die Produktion. Statt roher und etwas unfertiger Produktion hören wir hier sehr viel klassischer Produziertes. Man könnte auch sagen, Erwachseneres.

    Dominio de Eguren – Protocolo Organic Blanco 2019

    Dominio de Eguren ist eines von mehreren Weingütern der spanischen Familie Eguren. Mittlerweile in der sechsten Generation sind sie Winzer und werden in Spanien zur qualitativen Spitze gezählt.

    Die Weinberge der Dominio de Eguren liegen in den Bergen südlich von Madrid, wo der Wein auf Höhenlagen von 600 bis 700 Metern über NN steht. Dort bekommt er heiße Tage, kühle Nächte, sowie kalk-, ton-, sand- und kieshaltige Böden. Für das Gebiet typisch sind Rebsorten wie Tempranillo und Macabeo. Das ergibt in Summe sehr preisgünstige, allgemeintaugliche, harmonische und unkomplizierte Weine.

  • Moderat, Florence + the Machine, Nichtseattle und das Weingut Fabig

    Moin! Diesmal gibt’s Elektronik und Indie. Wir hören ‚More D4TA‘ von Moderat, ‚Dance Forever‘ von Florence + The Machine und ‚Kommunistenlibido‘ von Nichtseattle. Wein gibt’s natürlich auch wieder. Wir verkosten einen Sauvignon Blanc Na vysluni 2019 vom Weingut Fabig aus Tschechien.

    In der UKW-Sendung gespielte Titel

    Moderat – Neon Rats

    Moderat – Numb Bell

    Florence + The Machine – King

    Florence + The Machine – Girls against God

    Nichtseattle – Nachvater

    Nichtseattle – Hochhauslied

    Moderat – More D4TA

    Zum vierten Mal versuchen Moderat elektronische Musik zu machen, die nicht nur für die Tanzfläche bestimmt ist. Zum vierten Mal handelt es sich nicht um Stücke, sondern um Songs.

    Und auch dieses Mal steht nicht mehr das Tanzen im Vordergrund, sondern endgültig der Song. Dennoch gibt es natürlich durchaus auch Songs, die die Menschen zum Tanzen auffordern. New Wave-Dancefloor-Pop könnte man es nennen, mal mit, mal ohne Dancefloor. Wiedermal eine konsequente Weiterentwicklung des letzten Albums.

    Und letztlich sind auf diesem Album vielleicht die besten Depeche Mode-Songs drauf, die es seit sehr langer Zeit gab.

    Florence + The Machine – Dance Fever

    ‚Dance Fever‘ ist das fünfte Album der Band aus London rund um Sängerin Florence Welch. Die Musik der Band ist sehr genreübergreifend. Wenn man ein paar aufzählen wollen würde, dann würde man z.B. Indie-Rock, Indie-Pop, Indie-Folk, Neo-Soul oder Artrock nennen. Das Album wurde während der Hoch-Zeit von COVID-19 hauptsächlich in London aufgenommen.

    Iggy Pop wird als größter musikalischer Einfluss auf das Album genannt, das eine Vielzahl von Stilen und Genres aufweist, die von Progressive Pop bis Indie Pop, Disco und Industrial reichen. Der Titel und die Konzeption des Albums gehen auf Welchs Faszination für die Tanzwut zurück.

    Nichtseattle – Kommunistenlibido

    Nichtseattle ist ein musikalisches Projekt von Katharina Kollmann aus Berlin. Nichtseattle tritt entweder mit Gastmusiker:Innen auf oder solo. Und natürlich bezieht sich ihr Name auf den Song ‚Wir sind hier nicht in Seattle, Dirk‘ von Tocotronic, die auch Einfluss auf das hatten und haben, was Nichtseattle musikalisch hervorbringt.

    Das aktuelle Album ‚Kommunistenlibido‘, das 2022 veröffentlicht wurde, verhandelt unter anderem das Thema Liebe im Kapitalismus. Kollmann setzt sich auf diesem Album künstlerisch mit den eigenen Widerständen und Lebensumständen auseinander. Spannendes deutschsprachiges Album, bei dem man nicht immer weiß, wo die Künstlerin mit einem hinwill, aber darauf kommt es auch nicht an.

    Fabig – Sauvignon Blanc Na vysluni 2019

    Roman Fabig ist ein Jungwinzer in Tschechien. Das Weingut Fabig liegt in Hustopeče. Dort hat er den elterlichen Betrieb übernommen, doch es geht ihm nicht um Tradition, er möchte Innovation in die Weinwelt bringen. Fabig konnte unter anderem in Österreich, Spanien und Neuseeland lernen, mit Reben umzugehen. Diese internationale Erfahrung bringt er zurück nach Tschechien, um ausdrucksstarke und fruchtige Sauvignon Blancs herzustellen und mit neuen und unkonventionellen Methoden zu experimentieren.

    „Na vysluni“ heißt soviel wie „auf dem Boden“ und ist in diesem Fall die Einzellage, auf der die Reben für diesen aromatischen Sauvignon Blanc gewachsen sind. Der Weißwein ist mit 13 % vol. abgefüllt worden.

  • Warpaint, Joan Jett & The Blackhearts, Arcade Fire und das Weingut Weegmüller

    Eine fast schon klassische Ausgabe der Feuilletöne. So ganz ohne Klassik oder Jazz. Wir hören drei etablierte Bands. Es geht los mit ‚Radiate like this‘ von Warpaint, geht weiter mit ‚Changeup‘ von Joan Jett & The Blackhearts und endet schließlich mit ‚We‘ von Arcade Fire. Wein gibt es auch wieder, diesmal einen Rieslaner namens ‚Pegasus‘ vom Weingut Weegmüller.

    In der UKW-Sendung besprochene Titel

    Warpaint – Radiate like this

    Warpaint – Melting

    Joan Jett & The Blackhearts – You’re too possessive

    Joan Jett & The Blackhearts – Frustrated

    Arcade Fire – Age of Anxiety II (Rabbit Hole)

    Arcade Fire – End of the Empire I – III

    Warpaint – Radiate like this

    ‚Radiate like this‘ ist das vierte Album der Band aus Los Angeles, deren Mitglieder aber mittlerweile gar nicht mehr alle dort wohnen, sondern in den USA und in der Welt verteilt sind. Diese Band, die einen so eigenen Stil hat, dass Herr Martinsen beim Hören des selbstbetitelten Albums ihn einmal als Postprogressivepsychedlicdancefloorpop bezeichnete.

    Mittlerweile müsste man irgendwie noch den Begriff Electronic unterbringen, denn es lassen sich nun auch elektronische Beats im Album finden. Überhaupt ist das Ganze noch ein bisschen elektronischer geworden. Gleichzeitig hat man versucht, ein wenig mehr zu den Wurzeln zurückzukehren und Warpaint wieder mehr nach Warpaint klingen zu lassen. Zwischenzeitlich klangen Sie auch nach Postprogressivepsychedlicelectronicdancefloorpop, aber das ist vorbei. Jetzt klingt es mehr nach Electronicchilloutdreampop mit ein wenig Retrospektive auf das eigene Œvre.

    Und das sind auch die Aussagen der Band. Nach vorn mit ein bisschen Zurück. Wir haben uns das Album angehört und versucht, herauszufinden, wo es mit Warpaint jetzt hingeht.

    Joan Jett & The Blackhearts – Changeup

    Joan Jett ist eine US-amerikanische Rocksängerin, Songwriterin, Komponistin, Musikerin, Plattenproduzentin und Schauspielerin, deren Musik wir hier in der Sendung noch nie besprachen. Die meisten werden Joan Jett von Ihrer Band Joan Jett & the Blackhearts kennen. Der Song, der sie dann Weltweit bekannt machte ist ‚I Love Rock ’n Roll‘ aus bdem Jahr 1981, der 1982 auch die deutschen Charts stürmte. Es handelt sich um ein Cover der britischen Band Arrows.

    Seit dieser Zeit sind nun etwa 40 Jahre vergangen und das neue Album ist eine Sammlung akustischer Versionen einiger Songs der Bandgeschichte. Es handelt sich also hier nicht um neue Songs, sondern um eine Neuinterpretation von schon veröffentlichtem Material. Insgesamt ist es das vierzehnte Studioalbum der Band.

    Arcade Fire – We

    Seit 2002 gibt es die kanadische Indie-Rock-Band aus Montreal in Québec. Sie wurde vom Ehepaar Win Butler und Régine Chassagne gegründet.

    Die Band erhielt zahlreiche Preise, darunter einen Grammy für das dritte Album ‚The Suburbs‘, das als bestes Album des Jahres 2011 ausgezeichnet wurde, sowie im selben Jahr den BRIT Award für die beste internationale Gruppe und für das beste Album.

    Sie waren einmal die Lieblinge des musikalischen Feuilletons. Sogar David Bowie sang auf einem Song des Albums ‚Reflektor‘ mit und war wohl auch großer Fan dieser Band.

    ‚We‘ ist ihr sechstes Album. Es wurde neben Arcade Fire selbst von Nigel Godrich produziert, der vor allem durch die Produktion der Alben von Radiohead bekannt wurde. Ähnlich wie Warpaint wollte man sich mit diesem Album wieder ein bisschen mehr auf alte Qualitäten besinnen

    Weingut Weegmüller – Rieslaner ‚Pegasus‘ 2020

    Das Weingut Weegmüller besteht bereits seit 1685. Im Laufe der Jahrhunderte – und über elf Familiengenerationen hinweg – ist das Gut auf eine Größe von rund 15 Hektar angewachsen. Auf mehreren Lagen der Mittelhaardt wachsen unterschiedliche Sorten. Man spricht auch vom ‚Balkon der Pfalz‘, den manche auch die ‚Sonnenterrasse Deutschlands‘ nennen.

    Wir haben diesmal den Rieslaner namens ‚Pegasus‘ probiert. Es handelt sich, ganz unerwartet, beim Rieslaner um eine Kreuzung aus Riesling und Silvaner. Der Wein ist ein Gutswein und ist Fruchtsüß. Es handelt sich um den 2020er und der wird mit 10,5% in die Flaschen gefüllt.