Kategorie: Podcast

  • Feuilletöne – Sendung 143 – Swetlana Alexijewitsch, Tortoise, The Last Kingdom und GlenDronach 12

    In dieser Folge besprechen wir ‚Secondhand-Zeit‘ von Swetlana Alexijewitsch, ‚The Catastrophist‘ von Tortoise, die Serie ‚The Last Kingdom‘ und den GlenDronach 12.

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    Swetlana Alexijewitsch – Secondhand-Zeit (erschienen bei Hanser Berlin)

    Über zwanzig Jahre nach Glasnost und Perestroika sucht Russland noch immer nach einer neuen Identität. Dieses Buch handelt von Menschen, die vom Leben in der Post-UdSSR berichten. Sie schwärmen von einem Land, dass es nicht mehr gibt, und von einem Land, das viele so eigentlich gar nicht wollen. Es sind Gescheiterte, Verfolgte, Verarmte, aber auch Erfolgreiche und Glückliche. Und alle erzählen ihre Geschichte.

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    TortoiseThe Catastrophist (Apple Music)

    Das neunte Studoalbum der Band, und es ist mal wieder ein typisches Tortoise-Album. Von allem ein bisschen. Ein Sammelsurium aus anspruchsvoller Musik. Die einzige Konstante ist, dass jeder Song ein elektronisch geprägtes Entrée hat. Das war’s dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten. Von Rock bis Jazz reicht die Bandbreite dieses Albums. Kein Wunder also, dass so viele Bands sich ein Beispiel an Tortoise nahmen und nehmen. Ein Potpourri an elaborierten Rhythmen, Sounds, Gitarren- und Bassläufen. Da schlägt das Herz des Kenners höher. Für die breite Masse ist das nichts. Dafür wurde dieses Album aber auch nicht gemacht.

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    The Last Kingdom (IMDb)

    Die Serie spielt im 9. Jahrhundert, die Wikinger sind in die angelsächsischen Königreiche Englands eingefallen. Wessex bleibt das einzige Königreich, das nicht von Wikingern besetzt wird. Uhtred wird als Kind von den Wikingern entführt und wächst dort als einer von ihnen auf. Dann jedoch wird sein Ziehvater Ragnar von den eigenen Leuten ermordet. Uthred gelingt die Flucht. Er schließt sich Alfred dem König von Wessex an. Er unterstützt ihn beim Kampf gegen die Wikinger und kämpft nun auch gegen ehemalige Freunde und Bekannte.

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    GlenDronach 12

    Diesmal sind wir in den Highlands bei GlenDronach und haben den 12-Jährigen der Brennerei verkostet. So richtig begeistern konnte sich Herr Martinsen für diesen Whisky nicht. Frau Windhorst hingegen fand ihn durchaus gefällig.

  • Feuilletöne – Sendung 142 – James Joyce, Jenny Lee Lindberg, Wild Germany und Laphroaig Quarter Cask

    In dieser Sendung geht es um Araby von James Joyce, um ‚Right On!‘, das neue Album von Jenny Lee Lindberg, um die ZDFneo-Reihe ‚Wild Germany‘ und um einen rauchigen Whisky von Islays Südküste, den Laphroaig Quarter Cask.

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    James Joyce Araby

    Bei ‚Araby‘ handelt es sich um eine Kurzgeschichte, die im Rahmen des aus 15 Kurzgeschichten bestehenden Zyklus ‚Dubliners‘ erschienen ist. „Araby“ ist der Name des orientalischen Basars in Dublin. Die Geschichte ist aus der Perspektive eines Ich-Erzählers geschrieben. Dieser hat sich zum ersten Mal verliebt, und zwar in die Schwester seines Freundes. Er versprach seiner Angebeteten, ihr etwas vom Basar mitzubringen. Weil sein Onkel aber sehr spät nach Hause kommt, kann er erst kurz vor der Schließung dorthin aufbrechen. Hier sind nun schon fast alle Stände geschlossen. Er wird wütend und empfindet sich als lächerlich.

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    Jenny Lee LindbergRight on! (Homepage) (Apple Music)

    ‚Right on!‘ ist das Debutalbum der Bassistin von Warpaint. Und man merkt sofort, dass es sich um ein Mitglied von Warpaint handelt. Zumal auch die Schlagzeugerin von Warpaint – Stella Mozgawa – mit von der Partie ist. Das alles merkt man der Musik an. Dieses Album lässt erahnen, welch großen Einfluss Jenny Lee Lindberg auf die Musik von Warpaint hat. Dieser typische, etwas düstere, an die 80er Jahre erinnernde Sound, den man auch immer mal wieder bei Warpaint findet. Chorus- und Reverbeffekte kommen auch nicht zu kurz. Man merkt aber gleichzeitig, dass die anderen fehlen. Wer Warpaint mag, wird dieses Album mögen.

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    ZDFneo – Wild Germany (Homepage) (IMDb)

    Wild Germany ist ein Reportage-Format mit dem freien Journalisten Manuel Möglich, die beim Fernsehsender ZDFneo ausgestrahlt wird. Es werden einzelne Menschen oder soziale Gruppen vorgestellt. Offiziell heißt es: „In mittlerweile 18 Folgen begibt sich ZDFneo-Reporter Manuel Möglich auf Deutschlandreise, um unglaublichen Geschichten und Phänomenen genauer auf den Grund zu gehen.“

    Verkostet

    Laphroaig Quarter Cask (Homepage) (Review von Whiskygold)

    Wir sind diesmal an der Südküste Islays zu finden, und zwar bei Laphroaig, einer der drei richtig rauichigen Whiskies auf Islay. Und wir sind fündig geworden. Wir probieren den ersten Whisky, der das Prädikat ‚Warpaint‘ verdient.

  • Feuilletöne – Sendung 141 – Simon Borowiak, David Bowie, Zweite Haut und Benromach 10

    In dieser Folge der Feuilletöne geht es um das Buch ‚Sucht‘ von Simon Borowiak, um ‚Blackstar‘, das neue Album von David Bowie, um einen Kurzfilm von Kim Boyoung und um den 10-Jährigen Benromach.

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    Simon Borowiak – Sucht (Erschienen im Knaus Verlag)

    In diesem Buch geht es um drei Freunde: den Ich-Erzähler, Mendelssohn und Cromwell. Letzterer hat sieben Hausärzte, die nichts voneinander wissen und ihm Aufputsch- und Beruhigungsmittel verschreiben. So was kann dauerhaft nicht gut gehen, so beschließen seine beiden Freunde, den Tablettensüchtigen zur Entgiftung in eine Klinik zu bringen. Das besondere an diesem Buch ist aber, dass es auch von den eigenen Erfahrungen des Autors erzählt. Und wie so oft kann man die schlimmsten Sachen nur mit Humor ertragen.

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    David BowieBlackstar (Homepage) (Apple Music)

    Kurz vor seinem Tod hat sich David Bowie zum Geburtstag ein Album geschenkt. Es ist das 25., am 8. Januar wurde es veröffentlicht. Das Album ist düster, schwierig, eckig und kantig. Schwere Kost mutet er den Menschen zu. Es ist eine heftige Mischung aus Jazz, Experimental und Art Rock. Allein das Saxophon verschlägt einem schon den Atem, gespielt von Donny McCaslin. Man hört dem Album an, dass Bowie niemandem mehr etwas Beweisen musste. Sich nicht, und allen anderen auch nicht.

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    Kim Boyoung – Zweite Haut (ARTE)

    Eine Frau versucht, die Aufmerksamkeit eines Mannes zu erwecken. Der wiederum scheint sich eher für Hunde zu interessieren als für sie. Da hat sie eine Idee: Sie verkleidet sich als selbst Hund. So findet er sie vielleicht interessant, denkt sie. Und tatsächlich, der Plan scheint zu funktionieren.

    Verkostet

    Benromach 10 (Homepage

    Gordon & MacPhail – die größten unabhängigen Abfüller – haben nun also auch eine eigene Brennerei. Seit 1993 gehört ihnen Benromach. 1998 wurde die Brennerei von Prince Charles eröffnet, seit 2014 wird dort Whisky abgefüllt. Wir haben ihn verkostet und fanden ihn toll.

  • Feuilletöne – Sendung 140 – Dörte Hansen, Jenseits von Jedem, Bernd Begemann, Hjørdis und Springbank 10

    Diesmal geht es um ‚Altes Land‘ von Dörte Hansen, um ‚Jenseits von Jedem‘ von Blumfeld, um ‚Eine kurze Liste mit Forderungen‘ von Bernd Begemann, um die Serie ‚Hjørdis‘ und um den 10 Jahre alten  Springbank.

    Gelesen

    Dörte Hansen – Altes Land (Erschienen im Knaus Verlag)

    Der Roman handelt von Vera, die, als sie fünf Jahre jung war, an einem Hof im Alten Land ankam, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter floh.  Die sich um ihren Vater kümmert, bis sie nicht mehr kann. Die eine Eigenbrödlerin mit zwei Hunden und verwuchertem Garten wurde. Und sich ein Leben lang auf diesem Hof fremd fühlte. Sechzig Jahre später taucht plötzlich ihre Nichte Anne auf, mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg, wo ehrgeizige Öko-Akademiker-Eltern ihre Kinder wie Preispokale präsentieren. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel gemeinsam. Eine Geschichte, die vom Ankommen erzählt, von den Menschen auf dem Land. Unaufgeregt, authentisch und nachvollziehbar

    Gehört

    Blumfeld Jenseits von Jedem (Homepage) (Apple Music)

    Das fünfte Album der Band. Ein bisschen erdiger geht es zu auf der ‚Jenseits von Jedem‘. Dafür herrscht auf diesem Album insgesamt eine positivere Grundstimmung. Herr Distelmeyer ist nicht mehr gar so traurig wie auf dem Album davor. Außerdem ist auf diesem Album der fast 15 Minuten lange Titeltrack zu finden, den man ruhigen Gewissens mal so richtig toll finden darf.

    Bernd Begemann und die Befreiung – Eine kurze Liste mit Forderungen (Homepage) (Apple Music)

    Die kurze Liste mit Forderungen ist dem Herrn Begemeann und seiner Befreiung doch recht lang geraten. Achtundzwanzig Titel finden sich auf diesem Album wieder. Und Bernd Begemann ist so nah am Schlager wie lang schon nicht mehr. Drollige Texte und eingängige Melodien sind es, was dieses Album auzeichnet. Wie immer mit einer Prise Humor, einer Prise Melancholie, einer Prise Sehnsucht und einer Prise Hoffnung. Ein typisches Begemann-Album, was es Menschen aber aufgrund der Nähe zum Schlager nicht immer ganz leicht macht, es zu mögen. Es lohnt sich trotzdem, sich darauf einzulassen.

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    Hjørdis (IMDb)

    Bei Hjørdis handelt es sich um ein Spin-off der Serie Rita. Eine Miniserie, die aus vier Teilen besteht. Hjørdis möchte ein Antimobbing-Theaterstück mit ihren Schülern erarbeiten. Alles ist gut, bis Direktorin Helle erfährt, dass Mary, die Frau des Thronfolgers Frederik, der Schule einen Besuch abstatten will. Damit das Bild nach außen gewahrt bleibt, lässt Helle überdurchschnittlich musikalisch talentierte Schüler einer anderen Schule hinzukommen, was beinhaltet, dass die ursprüngliche Gruppe zunächst einmal gar nicht mehr vorkommt. Das alles verspricht gute Familienunterhaltung. Und das ist es auch. Tolle Schauspieler, die man zum Teil natürlich noch von Rita kennt. Und zum Schimpfen gibt es auch was: Denn Hjørdis wäre nicht Hjørdis, wenn sie nicht wieder versuchen würde, sich mithilfe ihrer Schüler selbst zu therapieren.

    Verkostet

    Springbank 10

    Endlich bei Springbank angekommen, verkosten wir den 10-Jährigen Whisky dieser wunderbaren Brennerei.

  • Feuilletöne – Sendung 139 – Dr Jekyll and Mr Hyde, Blumfeld, Incubus, Adams Äpfel und Tobermory 10

    In der ersten Sendung des Jahres 2016 geht es um Dr Jekyll and Mr Hyde von Robert Louis Stevenson, um ‚ Testament der Angst‘ von Blumfeld, um ‚Make Yourself‘ von Incubus, um den dänischen Film Adams Äpfel und um den 10 Jahre alten Tobermory.

    Gelesen

    Robert Louis Stevenson – Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde

    Der Notar Gabriel Utterson geht einer Geschichte nach, vor der er sich einerseits schaudert, die ihn aber auf der anderen Seite neugierig macht: Das Auftauchen eines kleinwüchsigen Mannes, der auch vor Gewalt nicht zurück schreckt, scheint mit der Person des Dr. Henry Jekyll verknüpft zu sein. Der Verdacht bestätigt sich: Mr. Hyde und Dr. Jekyll sind ein und die selbe Person.

    Gehört – Klassiker

    Herr Martinsen: BlumfeldTestament der Angst (Homepage) (Apple Music)

    Es ist das vierte Album der Band um Jochen Distelmeyer. Es geht um die eher dunklen Seiten des Lebens. Es geht um Einsamkeit, Traurigkeit, Depressionen und Ängste. Testament der Angst heißt das Album, und der Titel hat sehr viel mit dem Inhalt des Albums zu tun. Denn genau das ist dieses Album, ein Testament der Angst. Ein Album was mich immer wieder packt, was mich rührt. Exzellente Musik die auf mindestens ebenso exzellente Texte trifft. Ein geschlossenes Album, was einen aber dann doch nicht traurig zurücklässt, wenn man es in Gänze hört. Es gibt nämlich auch tolle Liebeslieder auf diesem Album. Und am Ende sogar ein wunderschönes Cover des Hanns Dieter Hüsch Liedes ‚Abendlied‘.

    Frau Windhorst: IncubusMake Yourself (Homepage) (Apple Music)

    Mit dem ersten Album der Band, bei dem DJ Chris Kilmore dabei war, fanden Incubus 1999 endgültig ihren eigenen Stil, der mit einem vielseitigen Mix aus Metal, Punk Rock, Funk, Hip Hop und Electronica neuen Wind in die etwas einseitig gewordene Mainstream-Rockwelt brachte. Nach zwei bereits recht erfolgreichen Singles bot die Ballade „Drive“ den endgültigen Durchbruch mit einer Platzierung in den Top 10 Charts. Mit kraftvollen Sounds, eingängigen Melodien, poetischen Texten und fünf Bandmitgliedern, die wirklich wissen, was sie mit ihren Instrumenten tun, kann ohnehin nichts schiefgehen; was Incubus gerade in Ihrem Genre aber besonders macht, ist das Teamwork. Hier steht nicht eine einzelne Persönlichkeit im Mittelpunkt, hier spielt ein echtes Team und jeder ist wichtig für den unverwechselbaren Klang der Band. Jeder Ton am richtigen Platz.

    Gesehen

    Adams Äpfel

    Ivan ist ein Pfarrer, der mit Güte und Optimismus versucht, Straftäter zu resozialisieren. Der Neonazigang-Anführer Adam kommt im Zuge seiner Verurteilung in diese Resozialisierungsmaßnahme. Da alle während dieser Zeit Aufgaben erfüllen sollen, wählt Adam als sein Ziel, einen Apfelkuchen zu backen. Der Apfelbaum wird jedoch erst von Krähen in Beschlag genommen, dann von Würmern befallen und brennt schließlich nach einem Blitzschlag ab. Adam fühlt sich durch den Optimismus und die extreme Vergebungsbereitschaft des Pfarrers herausgefordert und setzt alles daran, den Glauben des Priesters zu brechen.

    Verkostet

    Tobermory 10

    Diesmal sind wir auf der Insel Mull. Wir verkosten den 10-Jährigen Tobermory, der bei und sehr gut ankam.

  • Feuilletöne – Sendung 138 – Alben des Jahres 2015

    Neuigkeiten   

    Die Neuigkeiten gehen in die ewigen Feuilletönegründe.

    Gelesen

    Blumfeld / Jochen DistelmeyerEines Tages

    ‚Eines Tages‘, Lyrik von Jochen Distelmeyer. Erschienen ist diese Lyrik auf dem Album ‚Old Nobody‘ der Band Blumfeld. Dass Jochen Distelmeyer nicht nur Singen kann, sondern auch schreiben, weiß man spätestens seit seinem Roman ‚Otis‘. Man hätte es aber auch schon vorher wissen können, denn dieses Gedicht ist aus dem Jahre 1999. ‚Eines Tages‘ steckt voller Anspielungen an ‚Das dreißigste Jahr‘, von Ingeborg Bachmann. Eine Erzählung, die von einem Mann handelt, der kurz davor ist 30 Jahre alt zu werden. Dieses Gedicht ist gesprochene Musik. Wunderbare Lyrik!

    Gehört – Die Alben des Jahres 2015

    HörerInnen

    1. Tocotronic – Das rote Album (Homepage) (Spotify)
    2. TesseracT Polaris (Homepage) (Apple Music)
    3. Klone – Here comes the Sun (Homepage) (Spotify) (Apple Music)
    4. Caspian – Dust and Disquiet (Homepage) (Apple Music)
    5. Björk Vulnicura (Homepage) (Apple Music)

    Frau Windhorst

    1. TesseracT Polaris (Homepage) (Apple Music)
    2. Metric Pagans in Vegas (Homepage) (Apple Music)
    3. Ibeyi Ibeyi (Homepage) (Apple Music)
    4. Wilco Star Wars (Homepage) (Apple Music)
    5. Björk Vulnicura (Homepage) (Apple Music)

    Herr Martinsen

    1. Björk Vulnicura (Homepage) (Apple Music)
    2. Caspian – Dust and Disquiet (Homepage) (Apple Music)
    3. Girls in Airports – Fables (Homepage) (Apple Music)
    4. Wilco Star Wars (Homepage) (Apple Music)
    5. TesseracT Polaris (Homepage) (Apple Music)

    Gesehen

    Rita – Staffel 3 (IMDb)

    Lehrerin Rita hat auch in der dritten Staffel einiges vor sich: Das Thema Inklusion verursacht in der Schule Probleme, ebenso wie der zur Behebung ebenjener eingestellte “Motivationscoach”. Läuse, Eltern, Sexualkunde, Marijuana, eine überforderte Direktorin – Rita bleibt von nichts verschont und ihre Zuschauer freuen sich über köstliche Unterhaltung mit Tiefgang in dieser vielleicht besten Staffel der dänischen Erfolgsserie.

    Verkostet: Die Whiskies, die immer wiederkehren

    Herr Martinsen: Highland Park 12

    Die Highland Park-Brennerei ist in Kirkwall auf der Orkney-Insel Mainland in Schottland zu finden. Es ist die nördlichste Whiskybrennerei Schottlands. Die Geschichte Highland Parks begann wohl schon 1798, als angeblich ein gewisser Magnus Eunson auf dem jetzigen Gelände der Destillerie anfing schwarz zu brennen. 1825 wurde die heutige Brennerei erbaut, die dann 1826 die Lizenz zum Destillieren erhielt. Im März 2006 verstarb die Destilleriekatze Barley bei einem Autounfall. Damit endete eine 200 Jahre alte Tradition, denn einen Nachfolger wird es nicht mehr geben. Highland Park ist eine der wenigen Brennereien, die heute noch selber in einer eigenen Tennenmälzerei mälzt. 20% des Gesamtbedarfs werden damit abgedeckt.

    Frau Windhorst: Lagavulin 16

    Lagavulin ist eine Whiskybrennerei auf Islay. Bereits seit 1742 wurde am Standort der heutigen Brennerei Whisky gebrannt. Die erste legale Brennerei wurde jedoch erst 1816 durch John Johnston gegründet, dem Vater der Gründer von Laphroaig. Heute gehört die Brennerei Diageo. Eine eigene Mälzerei gibt es nicht mehr, dort befindet sich nunmehr das Besucherzentrum. Das verwendete Malz wird aus den Port Ellen Maltings bezogen.

    Empfehlungen

    Auch die Empfehlungen haben keine Lust mehr im Jahr 2016 und gehen ebenfalls in Rente.