101-Siegfried Lenz, Dan Mangan und Heinz Erhardt

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Neuigkeiten

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Gelesen
Siegfried LenzSchweigeminute

Eine rührende Geschichte über zwei Menschen: Der 18-jährige Schüler Christian verliebt sich in den Sommerferien in seine Englischlehrerin Stella Petersen. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt. Sie beginnt zum Zeitpunkt einer Gedenkfeier, als eine Schweigeminute abgehalten wird. Während dieser lässt Christian seine Beziehung zu der Geliebten sowie seine Erlebnisse mit ihr Revue passieren. Im Laufe der Geschichte wandelt sich die Lehrerin-Schüler-Beziehung allmählich zu einer Liebesbeziehung. Christian malt sich bereits Pläne für eine gemeinsame Zukunft aus. Zauberhaft erzählt. Eine Geschichte zweier Menschen, die erzählt, wie Liebe sich anfühlt.

Gehört

Dan ManganClub Meds (Homepage) (Spotify)

Dan Mangan, seines Zeichens 31-jähriger kanadischer Singer/Songwriter. Lebt in Vancouver, schreibt für den Kulturteil des Guardian, außerdem für die kanadische Ausgabe der Huffington Post und hat nunmehr sein viertes Album veröffentlicht. Diesmal hat er sich mit Blacksmith ein wenig Verstärkung geholt. Wer dieses Blacksmith genau ist, weiß man nicht so genau. Es sind wohl Musiker aus dem erweiterten Dunstkreis des Herrn Mangan, also wohl ebenso Menschen aus Vancouver und Umgebung. Die Themen sind diesmal eher weniger persönlich als auf den vergangenen Werken. Hier geht es um Gesellschaftskritik, um Politik, um Medien und darum was das alles seiner Meinung nach mit uns macht. Die großen Lösungen bietet Dan Mangan dann aber nicht, sondern eher ein Verzweifeln, eine Ratlosigkeit und eine gehörige Portion Skepsis. Texten konnte Dan Mangan schon immer, so auch dieses Mal, auch wenn es diesmal nicht um ihn, sondern um das ihn Umgebende geht. Es geht also mehr um alle, wenn auch aus der Perspektive eines Einzelnen. Durch die Mitarbeit der erwähnten weiteren Musiker ändert sich der Sound von Dan Mangan im Gegensatz zu seinen vorhergehenden Alben doch erheblich. Es ist nicht mehr so still, nicht mehr so folkig. Lauter, schroffer und bandartiger kommt es daher. Ein wenig weniger romantische Verklärtheit, dafür mehr klare Ansage – auch musikalisch. Melancholisch bleibt es dennoch. Melancholie darf auf einem Dan Mangan Album ja auch nicht fehlen. Wem Dan Mangan bis jetzt zu folkig, bebartet und flanellhemdig war, wem also eher nach Beschreibung von Missständen denn nach Persönlichem der Sinn steht: viel Spaß mit diesem Album, das kann es. Einige werden enttäuscht sein, denn der leidende, der Gefühle reflektierende Dan Mangan hat zumindest eine Pause eingelegt, um sich mal nicht mit sich selbst, sondern mit dem Drumherum zu beschäftigen. Man muss aber nicht enttäuscht sein, man kann und sollte ihm trotzdem zuhören, mehr denn je sogar. Diese Veränderung bringt eine Frische in die Musik von Dan Mangan, die ihm gut tut.

Gesehen

Heinz ErhardtGeld sofort!

Das man im Jahre 2015 noch mal über einen Film mit Heinz Erhardt reden würde, den noch niemand kennt, das hätte man sich auch nicht träumen lassen. Da ist er nun also, in Wien gefunden, 35 Jahre nach dem Tod von Heinz Erhardt. Selbst Verwandte von Heinz Erhardt kannten den Film bis dato nicht. Das Ganze sei Ende der 60er Jahre entstanden, so der NDR. Die Handlung des Films bezieht sich auf eine Romanvorlage von Gabriel D’Hervilliez, “Eine kleine Geschichte aus einer großen Stadt”. Erhardt spielt hier einen Menschen, der bald heiraten mag und einen Kredit in Höhe von 3000 DM für einen Fernseher und einen Kühlschrank benötigt. Hier kommt nun der Finanz-“Experte” Direktor Ehrlich, gespielt von Oskar Sima, ins Spiel. Wohl dem, der einen Schwager hat, der für einen bürgt, nech.

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