Lambchop, Heilung, Joseph Haydn und das Château Cambon la Pelouse

Moin. Was soll man dazu sagen? Am besten gar nichts mehr. Das Erwähnen der Alben, die wir hören, reicht eigentlich. Wir hören ‚The Bible‘ von Lambchop, ‚Drif‘ von Heilung und ‚Die Schöpfung‘ von Joseph Haydn, gespielt von der Gaechinger Cantorey unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann. Unser Wein kommt diesmal aus Frankreich, wir probieren den Cru Bourgeois Exceptionnel aus dem Jahr 2016 vom Château Cambon la Pelouse.

In der UKW-Sendung gespielte Stücke

Lambchop – A Major Minor Drag

Lambchop – Police Dog Blues

Heilung – Anoana

Heilung – Nikkal

Hans-Christoph Rademann/Gaechinger Cantorey – Joseph Haydn/Die Schöpfung – I. Teil – Vorstellung des Chaos

Hans-Christoph Rademann/Gaechinger Cantorey – Joseph Haydn/Die Schöpfung – III. Teil – Singt dem Herren alle Stimmen

Lambchop – The Bible

Lambchop hieß ursprünglich mal Posterchild und ist eine Band aus Nashville. Lambchop war nie eine Band mit einer festen Besetzung, sondern bestand aus einem großen und sich ständig veränderten Kollektiv von Musiker:innen, die sich um Kurt Wagner sammelte. Ursprünglich dem traditionellen Country verpflichtet, hat sich die Musik in der Folge durch eine Reihe von Einflüssen bewegt, darunter Post-Rock, Soul und Lounge-Musik. Lyrisch ist das alles eher subtil und mehrdeutig, der Gesang melodisch und zurückhaltend. 

The Bible ist das 18. Studioalbum der Band. Es ist das erste Album dieses Projekts, was Kurt Wagner nicht selbst produzierte, sondern Andrew Broder und Ryan Olson. 

Heilung – Drif

Bei der Band Heilung handelt es sich um eine deutsch-dänisch-norwegische Neofolk-Band. Die Musik dieser Band basiert nach eigenen Angaben auf gefundenen Überresten von Originalen und überlieferten Texten aus der Eisenzeit und der Wikingerzeit. Sie beschreiben ihre Musik selbst als „Amplified History“.

Der Name der Band sagt laut Kai Uwe Faust auch etwas über den Stil der Band aus. So soll die Musik „Klänge und Laute vergangener Zeiten“ wieder erlebbar machen. Die Alben beschränken sich nicht nur auf Musik, sondern enthalten auch Gedichte. Die genutzten Sprachen gehen dabei von Deutsch und Englisch über Gotisch und Latein bis hin zum Urnordischen.

Als Instrumente dienen Trommeln, Rasseln, Knochen und Speere. Hinzu kommen Klangerzeuger aus Asien wie indische Ritualglöckchen oder die indische Fiedel. Auf der Bühne werden von den Bandmitgliedern entsprechende Trachten getragen. 

‚Drif‘ ist das dritte Album der Band, es erschien im Jahre 2022. 

Hans-Christoph Rademann/Gaechinger Cantorey – Joseph Haydn/Die Schöpfung

Hans-Christoph Rademann/Gaechinger Cantorey

Die Gaechinger Cantorey ist ein deutscher Chor, der 1954 von Helmuth Rilling in Gächingen gegründet und bis 2013 von ihm geleitet wurde. Der Chor widmet sich hauptsächlich, aber nicht ausschließlich der geistlichen Musik. Das Ensemble hat seinen Sitz in Stuttgart und hieß daher offiziell Gächinger Kantorei Stuttgart. Der Chor hat bis zu 200 Mitglieder, die für Projekte aus Deutschland und der Schweiz zusammengestellt werden. Seit 1965 spielen sie Musik mit Orchester wie dem Bach-Collegium Stuttgart.

Im Sommer 2016 wurde der Name in ‚Gaechinger Cantorey‘ geändert. Der Name schließt nun neben dem Chor auch das neu gebildete Barockorchester der Bachakademie mit ein. Geleitet  wird das alles seit 2013 von Hans-Christoph Rademann.

Joseph Haydn

Joseph Haydn lebte in der Zeit von 1732 bis 1809. Er  war ein österreichischer Komponist der Klassik. Er war maßgeblich an der Entwicklung der Kammermusik wie dem Streichquartett und dem Klaviertrio beteiligt. Seine Beiträge zur musikalischen Form haben dazu geführt, dass er ‚Vater der Symphonie‘ und ‚Vater des Streichquartetts‘ genannt wird.

Haydn verbrachte einen Großteil seiner Karriere als Komponist und Musiker für die wohlhabende Familie Esterházy auf deren Schloss Eszterháza. Einen großen Teil seines Lebens isolierte ihn dies von anderen Komponisten und Musiktrends, so dass er, wie er es ausdrückte, „gezwungen war, originell zu werden“. Seine Musik war jedoch weit verbreitet und für einen Großteil seiner Karriere war er der berühmteste Komponist Europas.

Die Schöpfung

Die Schöpfung ist ein Oratorium, das zwischen 1797 und 1798 von Joseph Haydn geschrieben wurde und von vielen als eines seiner Meisterwerke angesehen wird. Das Oratorium zeigt und feiert die Erschaffung der Welt, wie sie im Buch Moses beschrieben wird.

Das Libretto wurde von Gottfried van Swieten geschrieben. Das Werk ist in drei Teile gegliedert und wird mit Sopran-, Tenor- und Basssolisten, Chor und Symphonieorchester besetzt. In den Teilen I und II, die die Schöpfung darstellen, repräsentieren die Solisten die Erzengel Raphael (Bass), Uriel (Tenor) und Gabriel (Sopran). In Teil III repräsentieren Bass und Sopran Adam und Eva.

Die Uraufführung fand am 19. März 1799 im alten Burgtheater in Wien statt. 1800 erschien das Oratorium dann auch gedruckt mit Text in deutscher und englischer Sprache.

Château Cambon la Pelouse – Cru Bourgeois Exceptionnel

Seit fast zwei Jahrhunderten schon Wein produziert. 1975 wurden die Rebflächen mit 20% Cabernet Franc, 30% Cabernet Sauvignon und 50% Merlot komplett neu bepflanzt. Wenig Ertrag im Weinberg, grüne Lese, Vergärung mit Naturhefe. Das Weingut liegt auf einem der höchsten Hügel von Macau. 

Wir probieren den Cru Bourgeois Exceptionnel aus dem Jahr 2016.Der Wein ist ein Cuvée aus 55% Merlot, 40% Cabernet Sauvignon und 5% Petit Verdot. Er wird mit 14% in die Flaschen gefüllt.

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