Feuilletöne – Sendung 253 – Stefan Zweig, Genesis, Gravity Falls und Elijah Craig 12 

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Wir sind mal wieder bei Stefan Zweig, diesmal haben wir ‘Die Mondscheingasse’ gelesen. Außerdem haben wir ‘A Trick of the Tail’ von Genesis gehört, die Pilotfolge von ‘Gravity Falls’ gesehen und einen  Kentucky Straight Bourbon Whiskey probiert, nämlich den 12-jährigen Elijah Craig.

Gelesen

Stefan ZweigDie Mondscheingasse

Stefan Zweig wurde 1881 in Wien geboren. Nachdem Stefan Zweigs Bücher am 10. Mai 1933 zusammen mit denen anderer Autoren öffentlich in Deutschland verbrannt worden waren, zog er 1934 von Salzburg nach England, wo er zuerst in London, dann in Bath wohnte. Nach dem Verlust seiner österreichischen Staatsangehörigkeit bat er in Großbritannien um einen Pass für Staatenlose. Als die Deutschen 1939 Polen überfielen und die britische Regierung deshalb dem Deutschen Reich den Krieg erklärte, sank Stefan Zweig eine weitere Stufe nach unten: vom Staatenlosen zum “enemy alien”. 1940 emigrierte Stefan Zweig über New York nach Brasilien. Am 22. Februar 1942 nahm er sich in Petrópolis bei Rio de Janeiro mit einer Überdosis Veronal das Leben.

Die Mondscheingasse ist eine Novelle von Stefan Zweig aus dem Jahr 1922. Der Erzähler ist in einer kleinen französischen Hafenstadt gelandet und überbrückt die Wartezeit auf den verpassten Nachtzug nach Deutschland mit einem Erkundungsgang durch die mondbeschienenen Gassen des Hafenviertels. Er landet in einem Lokal, wo ein Gast auf übelste beschimpft wird. Draußen in der Mondscheingasse tritt der Beschimpfte an den Erzähler heran und gibt seine Geschichte zum Besten. Die Kellnerin ist seine Frau. Er hatte die seinerzeit sehr arme Frau geheiratet. Um alles hatte sie ihn bitten müssen. Das hatte ihm gefallen. Er hatte sie immer wieder um Geld betteln lassen. Eines Tages ist sie mit einem Soldaten nach Berlin durchgebrannt. Ihr Liebhaber aber hatte sie sitzen lassen. So haben sie sich wieder versöhnt. Aber sie haben sich neuerlich wieder wegen einer Kleinigkeit, das Geld betreffend, zerstritten. Sie flüchtete erneut. Nach Monaten traf der Mann die Frau am Ort der Handlung wieder. Nun ist der Mann selbst auch arm. Er bittet den Erzähler mit ihr zu sprechen. Der Erzähler findet aber bei Tageslicht die Mondscheingasse nicht wieder. Als er sich aber bei Mondschein vom Hotel zum Nachtzug begibt, kommt er an der Gasse vorbei. Er sieht den Mann wieder wartend vor dem Lokal. Der Erzähler erinnert sich an die Bitte des Unglücklichen und will ihm helfen. Im letzten Moment aber mag er doch lieber seinen Zug erreichen und spricht nicht mit der Frau, sondern setzt seinen Weg zum Bahnhof fort. Er sah wie der Mann mit etwas Blinkendem in den Händen, vehement in das Lokal eindringt. Blinkten nun die letzten Münzen in der Hand des Ehemannes oder sein neues, gezücktes Messer?

Gehört

GenesisA Trick of the Tail

Genesis gegründete sich 1967 und ist eine sehr einflussreiche britische Progressive-Rock-Pop-Band, die mit weltweit über 150 Millionen verkaufter Alben zu den kommerziell sehr erfolgreichen Bands zählt. Die Band durchlief zwei bis drei musikalische Epochen. Die anfänglich ganz klar am Prog-Rock orientierte Musik mit komplexen Songstrukturen, anspruchsvollen Instrumentierungen und Arrangements sowie theatralischen Live-Auftritten machte die zu dem Zeitpunkt fünfköpfige Formation bereits zu einem relativ frühen Zeitpunkt ihrer Karriere neben King Crimson, Emerson, Lake & Palmer und Yes zu einem der wichtigsten und beliebtesten Vertreter dieses Genres der 70er Jahre. Nach dem Ausstieg des Sängers Peter Gabriel im Jahre 1975 und des Gitarristen Steve Hackett 1977 änderte das verbliebene Trio, bestehend aus Tony Banks, Phil Collins und Mike Rutherford, ihren musikalischen Stil. Mit ihrem nun zumeist radiotauglichen Rock/Pop wurde Genesis zu einer der kommerziell erfolgreichsten Musikgruppen der 80er und 90er Jahre. 1997 wurde Ray Wilson für das Album ‘Calling all Stations’ samt nachfolgender Tournee engagiert. 2007 ging Genesis in Europa und Nordamerika wieder mit Phil Collins auf die ‘Turn it on again’ Tournee.

‘A Trick of the Tail’ ist das siebte Studioalbum der Band. Es erschien im Jahr 1976 und war das erste Album der Band nach dem Ausstieg des Sängers Peter Gabriel. Die flüchtige Idee mit rein instrumentaler Musik fortzufahren wurde rasch wieder verworfen. Und so übernahm Phil Collins, der bereits des Öfteren für den Begleitgesang verantwortlich gewesen war, fortan zusätzlich auch die Hauptstimme der Band. Bei Live-Konzerten übernahm Collins seit dieser Zeit bei instrumentalen musikalischen Abschnitten das Schlagzeug, so dass Genesis 1976 zunächst Bill Bruford als zweiten Schlagzeuger für Live-Auftritte verpflichtete. Ab 1977 spielt Chester Thompson Live das Schlagzeug. Mit Rang 31 in den nordamerikanischen Albumcharts war ‘A Trick of the Tail’ das zu diesem Zeitpunkt erfolgreichste Album der Band. 

Musikalisch hantiert die Band u.a. mit synkopiertem 6/8-Takt, 7/8-Takt oder 13/8-Takt. Phil Collins war also mal wieder in bester Spiellaune. Es wird mal wieder die musikalische Oberklasse bedient. Aber auch hübsche Melodien finden sich auf diesem Album, das insgesamt sowohl in den Melodien als auch in den Texten sehr lyrisch ist. Es ist ein typisches Genesis-Album der 70er Jahre, aber eben ohne Peter Gabriel. Phil Collins zeigt auf diesem Album, dass er nicht nur ein hervorragender Schlagzeuger ist, sondern auch ein phantastischer Sänger.

Gesehen

Gravity Falls – Pilotfolge 

Gravity Falls ist eine US-amerikanische Zeichentrickserie, die von 2012 bis 2016 von Disney Television Animation produziert wurde. Die Serie wurde von Alex Hirsch entwickelt, der zuvor schon an den Zeichentrickserien ‘The Marvelous Misadventures of Flapjack’ und ‘Der Fisch-Club’ beteiligt war. Es geht um die 12-jährigen Zwillinge Dipper und Mabel, die von ihren Eltern nach Gravity Falls – einem fiktiven Ort in Oregon – geschickt werden, um dort die Sommerferien bei ihrem Großonkel Stan zu verbringen. Stan besitzt ein Kuriositätenmuseum namens ‘Mystery Shack’. Dort sollen Dipper und Mabel aushelfen. Doch schon bei ihrer Ankunft merken die Zwillinge, dass hier alles nur purer Schein ist und die Umgebung von paranormalen Dingen heimgesucht wird. 

Verkostet 

Elijah Craig 12 

Elijah Craig war ein baptistischer Pastor und Prediger im Scott County in Kentucky und lebte im 18. Jahrhundert. Er war neben seinem eigentlichen Beruf ein Erfinder, der viele technische Geräte in seiner Region einführte. Craig gründete die erste Schule mit klassischem Lehrplan in Kentucky, die später ein Teil des Georgetown Colleges wurde. Der Legende nach soll er auch der Erfinder des Bourbon Whiskeys sein. Zeitgenossen behaupteten weiterhin, Craig habe die erste Papiermühle und die erste Seilerei gegründet.

Interessant ist aber für uns, dass er der Erste gewesen sein soll, der in Kentucky Whiskey gebrannt hat, damit wäre er der Erfinder des Bourbon Whiskeys. Für diese Behauptung lassen sich natürlich keinerlei Quellen finden und genau wie beim Single Malt handelt es sich um Geschichten, die man glauben kann oder nicht. Eine der Geschichten ist, dass beim Austrocknen der Fässer zu viel Hitze entstand und die Innenwände des Fasses verkohlten. Craig benutzte das Fass trotzdem. Was zur Folge hatte, dass der Whisky eine viel dunklere Farbe hatte und viel weicher im Geschmack war, weil die verkohlten Fasswände als Kohlefilter fungierten. Die Menschen waren begeistert und hielten ihn an, den Whisky nur noch auf diese Art herzustellen.Und nach eben jenem Craig ist der Elijah Craig 12 benannt, der von der Heaven Hill Distillery hergestellt wird. Es handelt sich um einen Kentucky Straight Bourbon Whiskey, das heißt, dass dieser Whiskey definitiv nicht gefärbt ist.

Feuilletöne – Sendung 252 – Hans-Peter Kraus, The Decemberists, Walking Dead und Porto Armilar – Ruby Port

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Wir haben uns mal wieder eine Kurzgeschichte vorgenommen, und zwar die von Hans Peter Kraus namens ‘Nasses Sofa gesucht’. Außerdem hörten wir das Album ‘I’ll be your Girl’ von The Decemberists, sahen die Pilotfolge der Serie ‘Walking Dead’ und verkosteten den Porto Armilar, ein Ruby Port.

Gelesen

Hans-Peter Kraus – Nasses Sofa gesucht (Text)

Über den Autor konnten wir leider nur in Erfahrung bringen, dass er in Essen lebt, mehr weiß man nicht. Es handelt sich um ein Blog wo diese und anderen Kurzgeschichten von Hans-Peter Kraus zu finden sind. Man findet auf diesem Blog außer Kurzgeschichten auch Gedichte, Haikus, Fußballgeschichten und ein Schachbuch.

Obwohl der Text ‘Nasses Sofa gesucht’ heißt, geht es in dieser Kurzgeschichte eigentlich um ‘Schöttelchen Dreier’. Diese Worte stammen aus den Kinderspielen der jüngeren Schwestern des Autors. Nach mehr als 20 Jahren fielen ihm diese Worte wieder ein und dann gab’s kein Halten mehr, er schrieb diese Geschichte. Aber was ist denn nun ‘Schöttelchen Dreier’. Tja. Man könnte es mit einem Zustand umschreiben, was den Erzähler dieser Geschichte immer wieder einholt. Vielleicht. Vielleicht haben unsere ZuhörerInnen aber auch eine ganz andere Interpretation. Dieser Text lädt zum interpretieren ein. 

Gehört

The DecemberistsI’ll be your Girl

The Decemberists ist eine Indie-Folk-Band aus Portland. Der Name Decemberists bezieht sich auf die Dekabristen – adlige Revolutionäre, vor allem Offiziere der russischen Armee, die am 26. Dezember 1825 in Sankt Petersburg den Eid auf den neuen Zaren Nikolaus I. verweigerten. Damit bekundeten sie ihren Protest gegen das autokratische Zarenregime, gegen Leibeigenschaft, Polizeiwillkür und Zensur – und die Stimmung, die im Dezember herrscht. Die Band gründeten sich im Jahr 2000. Ihre erste EP ‘5 Songs’ veröffentlichten sie 2001. Der Stil der Band reicht von Pop, über Instrumentale Musik bis hin zu Rock. Es werden häufig Instrumente wie Akkordeon, Hammond-Orgel, Wurlitzer Electric Piano oder Kontrabass gespielt. Die Texte erzählen eher eine Geschichte, als dass sie einen Einblick in die Gefühlswelt der Band geben. Es werden zum Beispiel historische Ereignisse der Weltgeschichte nacherzählt. Zudem sind die Geschichten der Songs zum Teil skurril, episch oder dunkel.  

‘I’ll be your Girl’ ist das achte Studioalbum der Band. Die Texte des Albums wurden zum Teil von den US-Präsidentschaftswahlen 2016 und ihren unmittelbaren Folgen beeinflusst. Sänger und Gitarrist Colin Meloy sagte: “Dieses Album stellt die Absurdität unseres gegenwärtigen Dilemmas dar. Ich denke, es ist meine Reaktion unmittelbar nach den Wahlen 2016, wo es sofort diesen Beginn der Verzweiflung gab, echte Verzweiflung, echte Niedergeschlagenheit. Es geht in diesem Album darum, die Balance zwischen Wut und Humor zu finden – die Absurdität darin zu entdecken, aber eben nicht fröhlich zu sein.”

Gesehen

Walking Dead

The Walking Dead ist eine US-amerikanische Fernsehserie von Frank Darabont. Die Handlung basiert auf der gleichnamigen Comicserie von Robert Kirkman und Tony Moore. Die Serie startete im Jahr 2010 mit einer etwa 67-minütigen Pilotfolge. 2016 wurde bereits die achte Staffel der Serie in Auftrag gegeben, 2017 wurde die Serie gar um eine neunte Staffel verlängert, die voraussichtlich im Herbst 2018 ausgestrahlt wird. Die Serie spielt hauptsächlich in der Metropolregion von Atlanta in den USA und erzählt die Geschichte einer kleinen Gruppe Überlebender nach einer weltweiten Zombie-Apokalypse. Die Gruppe ist auf der Suche nach einer dauerhaft sicheren Unterkunft. Dabei stellen die Untoten – gruppenintern als Biters und Walkers bezeichnet – eine ständige Bedrohung dar. Infolge diverser Todesfälle, Ab- und Neuzugänge verändern sich die Größe und die Konstellation der Gruppe kontinuierlich.

Verkostet 

Porto Armilar – Ruby Port (19%)

Port ist ein Likörwein und der Porto Armilar hat 19%. Die Hersteller sind C. da Silva (Vinhos) SA aus Vila Nova de Gaia in Portugal. C. da Silva wurde im Jahre 1862 gegründet. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich das Unternehmen hauptsächlich als Exportunternehmen entwickelt. Zunächst in Brasilien und den USA, später dann auch in anderen Märkten wie Europa oder Asien. Dieser Ruby Port besteht aus den Rebsorten Touriga Nacional, Touriga Francesa, Tinta Amarela, Tinta Barroca, Tinta Roriz und ist ein Cuvée aus eben diesen Traubensorten. 

Feuilletöne – Sendung 251 – Kreisky, Jan Böttcher, Nix Festes und Oban DE

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Eins nach 250 und wir sind wieder die, die ihr alle kennt. Alles ist wieder wie immer. Wir lasen ‘Das Kaff’ von Jan Böttcher, hörten ‘Blitz’ von Kreisky, sahen ‘Nix Festes’ und verkosteten die Distiller’s Edition der Brennerei Oban.

Gelesen

Jan Böttcher – Das Kaff (Aufbau Verlag)

Jan Böttcher wurde 1973 in Lüneburg geboren. Er ist Schriftsteller und Musiker. Er studierte deutsche und skandinavische Literatur und arbeitet seit 1993 als Schriftsteller und Musiker in Berlin. 1997 gründete er zusammen mit Basti Windisch und Peter Herzau die Band Herr Nilsson. 2008 erschien sein Soloalbum ‘Vom anderen Ende des Flures’. 2015 erschienen seine Songübersetzungen von Ian Curtis (Joy Division) mit dem Titel ‘So This Is Permanence’ im Rowohlt Verlag. Jan Böttcher ist aktives Mitglied der deutschen Fußball-Autorennationalmannschaft (Autonama).

In diesem Jahr erschien der Roman ‘Das Kaff’, in dem es um den Architekten Michael Schürtz geht, der nie etwas auf Familie oder Freunde gegeben hat. Er ist für seine Karriere in die große Stadt gezogen und kehrt nun nur sehr widerwillig für einen Bauleiterjob in die heimatliche norddeutsche Provinz zurück. Doch die Menschen in diesem Ort kommen ihm näher, als er das eigentlich möchte. Und irgendwann muss er einsehen, dass er nie mehr war als einer, der aus einem Kaff in der norddeutschen Tiefebene kam. Thees Uhlmann von Tomte hat einmal folgendes gesungen: “Du kriegst die Leute aus dem Dorf, aber das Dorf nicht aus den Leuten” – Dieser Roman gibt ihm recht.

Gehört

Kreisky – Blitz

Kreisky ist eine Indie-Rock-Band aus Wien. 2005 gründeten Franz Adrian Wenzl und Martin Offenhuber die Band und erspielten sich zunächst mit Live-Auftritten einen hohen Bekanntheitsgrad in Wien und Umgebung. Die Band ist nach dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky benannt. 2007 wurde das erste Studioalbum namens ‘Kreisky’ veröffentlicht. Die erste Single ‘Wo Woman ist, da ist auch Cry’ schaffte es auf Platz 3 der österreichischen Indie-Charts. Das zweite Album der Band trägt den Titel ‘Meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld’ und erschien 2009. 2011 erschien das dritte Album der Band, unter dem Namen ‘Trouble’. 2014 erschien das Album ‘Blick auf die Alpen’. Es wurde wegen der besonderen Akustik im Konzerthaus der Wiener Symphoniker aufgezeichnet. 2017 war die Premiere des Sibylle Berg-Stücks ‘Viel gut essen’, das die Band gemeinsam mit der Autorin für das Wiener Rabenhof Theater adaptiert hat. 

In diesem Jahr erschien nun also ‘Blitz’, das mittlerweile fünfte Album. Und es ist eine ganze Menge poppiger als seine Vorgänger. Es ist ein für Kreisky-Verhältnisse geradezu zugängliches Album geworden. Ob das die beiden Feuilletöne begeistern wird, kann man in dieser Folge hören.

Gesehen

Nix Festes 

Nix Festes ist eine deutsche Fernsehserie, die 2018 in ZDFneo ausgestrahlt wurde. Es geht in dieser Serie um eine Wohngemeinschaft, die in einem der letzten noch nicht gentrifizierten Altbauten in Berlin-Kreuzberg lebt. Die Bewohner müssen sich wie so oft in Serien mit den Höhen und Tiefen des Lebens auseinandersetzen. Alle befinden sich in einer schwierigen Phase des Lebens, in der sie weder mit der Liebe noch beruflich irgendwie vorankommen. Aber weder das ehemalige Liebespaar Wiebke (Josefine Preuss) und Jonas (Sebastian Fräsdorf), die nach ihrer Beziehung immer noch befreundet sind, noch die Studentin Jenny (Marie Rathscheck) und der Koch Basti (Tim Kalkhof), lassen sich so leicht unterkriegen. Und wenn alles schief geht, gehen sie in ihr Lieblingscafé, was von Lennart (Dirk Martens) betrieben wird.

Verkostet

Oban DE

Oban ist eine Whiskybrennerei in Oban. Sie gehört zum Spirituosenkonzern Diageo und der Whisky ist Teil der Classic-Malts-Serie des Konzerns. Die Brennerei wurde 1794 durch die Brüder John und Hugh Stevenson gegründet. Um die Brennerei entstand das kleine Hafenstädtchen, was überraschenderweise ebenfalls Oban heißt. 1890 sollte die Brennerei neue Lagerhäuser bekommen, der Bau musste aber nach archäologischen Funden – etwa 5000 Jahre alte Überreste von sechs Erwachsenen und vier Kindern – gestoppt werden. Die Funde können heute im National Museum of Antiquities in Edinburgh besichtigt werden. Von 1931 bis 1937 und von 1969 bis 1972 wurde nicht produziert. Destilliert wird in Brennblasen, die durch Dampf erhitzt werden. Der Whisky reift vor Ort in Bourbon- und Montilla-Sherry-Fässern und wird dann zur Abfüllung nach Leven, Fife gebracht, wo Diageo eine große Abfüllanlage betreibt.

250 Jahre Quasseltöne!

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Da ist sie: Die pseudointellektuelle, moralinsaure Kulturmatinée mit wöchentlichem Wohlsein und erhobenem Zeigefinger für Augen, Ohren und Hirn mit irrealem Parasymbolismus. Wir sind 250! Champagner! Und weil das so ist, zelebrieren wir noch mal so ziemlich alle Rubriken, die wir so hatten!

Gedöns (19. Sendung – 60. Sendung | 2013 – 2014)

Gelesen (Seit 19. Sendung. Ab 60. Sendung an erster Stelle | Seit 2013)

Lieblingsinternettextgedönse

Frau Windhorst:

Herr Martinsen:

Gehört (Ab 19. Sendung | Seit 2013)

Lieblingspodcasts

Frau Windhorst:

Herr Martinsen:

Gesehen (Ab 19. Sendung | Seit 2013)

Lieblings YouTube-Channel

Frau Windhorst:

Herr Martinsen:

Die Sau der Woche (8. Sendung – 77. Sendung | 2012 –  2014)

Bayern! Söder! Kreuze! Seehofer! CSU!

Verkostet (Ab 132. Sendung | Seit 2015 )

Glengoyne 21

Gesagt, Getan

Frau Windhorst

  • Eisessen

Herr Martinsen

  • Unbedingte Entscheidungen treffen

Feuilletöne – Sendung 249 – Wei Zhang, Antonello Manacorda, Kammerakademie Potsdam, NDR Chor, Felix Mendelssohn, Dark und Balvenie 15 Single Barrel

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Eine Sendung vor unserem großen Jubiläum lasen wir ‘Eine Mango für Mao’ von Wei Zhang, hörten die 2. Symphonie von Felix Mendelssohn, gespielt und gesungen von der Kammerakademie Potsdam und dem NDR Chor unter der Leitung von Antonello Manacorda, sahen die erste Folge der Serie Dark und verkosteten einen 15 Jahre alten Balvenie Single Barrel.

Gelesen

Wei Zhang – Eine Mango für Mao (Salis Verlag)

Wei Zhang wurde während der Kulturrevolution in Chongqing in der Volksrepublik China geboren. Sie studierte Anglistik. Seit 1990 lebt sie in der Schweiz. 2007 erschien ihr Buch ‘Zwischen den Stühlen: Geschichten von Chinesinnen und Chinesen in der Schweiz’. Sie schreibt für das Feuilleton der NZZ, arbeitet daneben als Hochschuldozentin und gibt Kurse zu interkulturellen Themen. ‘Eine Mango für Mao’ ist ihr erster Roman.

Der Roman spielt im Jahr 1968 zur Zeit der Kulturrevolution in China. Das Leben ist geprägt von materiellem Mangel und extremer Politisierung. Yingying lebt mit ihren Eltern in einer kleinen Wohnung auf dem Areal ihrer Schule. Hier spielt sich ihr ganzes Leben ab: rivalisierende Cliquen in der Nachbarschaft, regimekritische Lehrer, der Tod des Onkels, die Mango als Kultobjekt und die erste Liebe. Sie ist fünf, als sie verstehen muss, dass selbst ein Konto mit einem verschwindend geringen Kindersparbetrag als Hochverrat gelten kann. Als das Haus ihrer Großmutter Nainai enteignet wird, versucht sie, ihr Geld abzuheben – aber setzt sie damit nicht ein Signal, das ihrer Familie schadet? Denn Privateigentum ist schließlich verboten!

Gehört

Antonello Manacorda/Kammerakademie Potsdam/NDR ChorFelix Mendelssohn2. Symphonie ‘Lobgesang’

Antonello Manacorda studierte Violine und schloss mit Auszeichnung ab. 1994 bestellte ihn Claudio Abbado zum Konzertmeister des Gustav Mahler Jugendorchesters. 1997 gründete er dann gemeinsam mit Kollegen und Abbado das Mahler Chamber Orchestra, bei dem er Konzertmeister und Vizepräsident ist. Mit dem MCO war er an zahlreichen Tourneen in Europa, Nordamerika und dem Fernen Osten sowie in den renommiertesten Festivals der Welt beteiligt, u. a. unter der Leitung Abbados sowie von Pierre Boulez, Bernard Haitink, Marc Minkowski, Trevor Pinnock, Christopher Hogwood und Daniel Harding. Seit der Spielzeit 2010/2011 ist Antonello Manacorda Chefdirigent der Kammerakademie Potsdam.

Die Kammerakademie Potsdam ist ein Kammerorchester. Als Hausorchester des Potsdamer Konzertsaals Nikolaisaal wird sie von der Landeshauptstadt Potsdam gefördert. Die Kammerakademie ist im Jahr 2001 durch den Zusammenschluss des Ensemble Oriol Berlin mit dem Persius Ensemble aus Potsdam entstanden. Die stilistische Vielfalt des Orchesters reicht von Barock auf historischem Instrumentarium über die klassische Symphonie bis hin zur Uraufführung zeitgenössischer Werke.  

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy wurde 1809 in Hamburg geboren und starb 1847 in Leipzig. Er war Komponist, Pianist und Organist. Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der Romantik und setzte als Dirigent neue Standards, die das Selbstverständnis des Dirigierens bis heute prägen. Daneben setzte er sich für die Aufführung von Werken Händels und Johann Sebastian Bachs ein. Damit trug er zu ihrer Wiederentdeckung und zur Herausbildung des Verständnisses für diese Musik bei. Er ist Mitbegründer der historischen Musikpflege und gründete das erste Konservatorium in Deutschland in Leipzig.

Es handelt sich bei der 2. Symphonie, die eigentlich gar keine ist, wohl um einen Auftrag aus dem Jahre 1839 vom Rat der Stadt Leipzig anlässlich der Vierhundertjahrfeier der Erfindung der Buchdruckerkunst durch Johannes Gutenberg. Mendelssohn suchte lange nach einer geeigneten Form für das Werk, dachte zunächst an ein Oratorium oder eine großangelegte Psalmvertonung, bis er schließlich in einer Mischung aus Sinfonie und Kantate landete. So entstand dieses Werk, dass am 25. Juni 1840 in einem großen Festkonzert in der Leipziger Thomaskirche erstmals erklang. Später erweiterte Mendelssohn das Werk noch um einige weitere Sätze. Die zweite Fassung des Werks erklang erstmals am 3. Dezember 1840 in Leipzig. Die Uraufführung war ein beachtlicher Erfolg, und das Stück wurde zu einem der meistaufgeführten Werke Mendelssohns zu seinen Lebzeiten. 

Auf ‘historisch korrekten Instrumenten’ musizieren sich die Musiker der Kammerakademie Potsdam durch diese Symphoniekantate. So ergibt sich ein recht authentisches Bild von dem, was sich Felix Mendelssohn einst vorgestellt hat. Es ist die vorletzte Aufnahme im Mendelssohn-Zyklus der Kammerakademnie Potsdam und Antonello Manacorda. Die Solisten dieser Aufnahme sind die Sopranistinnen Maria Bengtsson und Johanna Winkel und der Tenor Pavol Breslik, als Chor konnte der NDR Chor gewonnen werden.

Gesehen

Dark – Pilotfolge

Dark ist eine deutschsprachige Fernsehserie, die bei Netflix veröffentlicht wurde. Es ist die erste Serie von Netflix, die in Deutschland entwickelt, produziert und gefilmt wurde. Die erste Staffel wurde 2017 veröffentlicht. Die Verlängerung um eine zweite Staffel wurde bereits bekanntgegeben. Die Serie wurde gemeinsam von Baran bo Odar und Jantje Friese entwickelt, die das auch Drehbuch der Pilotfolge schrieb. 

Die Geschichte beginnt in einer fiktiven deutschen Kleinstad mit dem Suizid von Michael Kahnwald. Er hinterlässt einen Brief mit dem Hinweis, ihn nicht vor dem 4. November um 22:13 Uhr zu öffnen. Die Handlung setzt sich dann am Morgen dieses Tages fort. Michaels Sohn Jonas kehrt von einem mehrmonatigen Aufenthalt in der Psychiatrie an seine Schule zurück.  Als eine Gruppe Jugendlicher sich auf der Suche nach Drogen zu den ‘Windener Höhlen’ aufmachen, nehmen sie unheimliche Geräusche aus der Höhle wahr und ihre Taschenlampen versagen. Auf ihrer Flucht aus dem Wald verläuft sich Mikkel – einer der Jugendlichen – und geht verloren. Die Stadt gerät allmählich in Panik. Währenddessen tritt Mikkel aus dem Wald hinaus und kehrt zurück zum Haus seiner Eltern. Doch als er dort läutet, öffnet jemand, dem Mikkel anscheinend noch nie begegnet ist. Durch einen Zeitungsartikel wird ihm klar, dass er im Jahr 1986 gelandet ist. Ab diesem Zeitpunkt springt die Serie immer wieder zwischen den Jahren 2019, 1986 und 1953. Nach und nach fügen sich immer neue Puzzleteile der verschiedenen Protagonisten in allen Zeitebenen zu einem Bild zusammen. 

Verkostet

Balvenie 15 Single Barrel

Die Balvenie Distillery ist eine Brennerei in Dufftown, in Schottland. Die Brennerei wurde 1892 von William J. Grant erbaut, der auch Glenfiddich gründete. Bei der Errichtung von Balvenie verwendete man u.a. kostengünstige gebrauchte Brennblasen von Lagavulin. Inzwischen verfügt die Brennerei über neun Brennblasen. Balvenie teilt sich mit Glenfiddich das Wasser zum Brennen, die Kesselschmiede, die Küfer und den Brennmeister David Steward. Im Gegnessatz zu Glenfiddich kommen 15 % des Malzbedarfes wohl noch von den eigenen Malting Floors. Obwohl es Balvenie schon so lange gibt, wurde der erste Single Malt erst 1973 abgefüllt. Bis dahin floss der Whisky in die hauseigene Verblendung. Die Brennblasen werden mit innenliegenden Dampfspiralen befeuert. Der Dampf selbst stammt aus der Abhitze Glenfiddichs.